Brandmelder
Personal Firewall mit Firestarter
Die Statusseite
Nach Abschluss der Grundkonfiguration ist Firestarter bereits aktiv. Nach dem Start erscheint seine Statusseite. Wie in Abbildung 2 zu sehen, listet diese die aktiven Netzwerkgeräte und alle aktiven Verbindungen auf. In der Abbildung kann man sehen, dass auf dem lokalen Port 127.0.0.1 der Dienst IPP aktiv ist – also der CUPS-Druckertreiber, der die Druckdienste auch für lokale Druckaufträge über einen Netzwerkdienst entgegen nimmt. Weiterhin führt Firestarter zwei HTTP-Verbindungen auf, die der Browser Firefox nutzt.
Auf der Symbolleiste der Statusseite finden sich zwei "Panik"-Schalter: Firewall sperren blockiert sofort den gesamten Netzverkehr. Hat man den Verdacht, dass gerade Daten abhanden kommen oder ein Angriff erfolgreich im Gange ist, unterbricht man über diesen Schalter abrupt alle aktiven Kanäle. Der Button Firewall stoppen löscht alle Regeln und öffnet den gesamten Netzverkehr; ein erneute Klick lädt die Regeln wieder und aktiviert die Firewall.
Neben dem Reiter Status bietet die Oberfläche noch die beiden Tabs Ereignisse und Richtlinie. Unter Richtlinie legen Sie die Regeln für ein- und ausgehende Verbindungen fest. Die Richtlinie für ausgehenden Verkehr kennt die beiden Einstellungen Freizügige Voreinstellung; Blacklist Verkehr und Einschränkende Voreinstellung; Whitelist Verkehr.
Blacklist
Die Voreinstellung von Firestarter nach der Installation ist zunächst "freizügig". Das bedeutet, dass:
- die Firewall beliebige neue Verbindungen aufbauen kann,
- eingehende neue Verbindungen vom Internet zur Firewall oder zum dahinter liegenden Netzwerk jedoch blockiert werden und
- Antworten auf bereits etablierte Verbindungen vom Internet in Richtung Firewall erlaubt sind.
Unerwünschten Verkehr muss man bei dieser Voreinstellung explizit verbieten. Das ist zwar benutzerfreundlich, da zunächst alles funktioniert und man sich nicht um jede Anwendung im Detail kümmern muss. Doch obwohl nun jede Verbindungsaufnahme von außen blockiert wird, bleiben genügend Möglichkeiten für geschwätzige Dienste auf dem PC, Daten nach außen zu tragen. Um diese Offenherzigkeit zu zügeln, sollte man die Strategie wechseln und eine Whitelist pflegen, auf der man die erwünschten Verbindungen einträgt und erlaubt.



