Home / LinuxUser / 2007 / 01 / Austauschmotor

Top-Beiträge

Ein erstes Resümee
(330 Punkte bei 54 Stimmen)
GIMP - Auswahl: Vordergrundauswahl
(316 Punkte bei 48 Stimmen)
GIMP - Kopierwerkzeuge
(298 Punkte bei 30 Stimmen)
Pen und Touch
(296 Punkte bei 19 Stimmen)
GIMP lässt mich alt aussehen
(293 Punkte bei 36 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Shopping
Topsuche
 
Yatego Deutschlands größte Shoppingmall. 8500 Shops,
3.1 Mio Artikel. Alle Bestseller, Gutscheine und Themenwelten.

Notebooks und Netzwerkhardware bei Mercateo günstig kaufen.
Internet Telefonie mit VoIP Telefonen von Gigaset
Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.
Bei Freeware bietet Ihnen kostenlose Software Downloads von Programmen.
Günstige Digitalkameras finden Sie im Preisvergleich.

Austauschmotor

Alternative Firmware für iPod und andere MP3-Player

01.01.2007 Mit der Rockbox-Firmware machen machen Sie aus Ihrem iPod ein Allroundtalent, das sogar Gameboy-Spiele abspielt.

Apples iPod hat in den letzten Jahren einen unglaublichen Siegeszug angetreten – vom simplem MP3-Player mutierte er zum Livestyle-Objekt. Nicht alle Funktionen der Standard-Firmware stoßen jedoch auf Gegenliebe bei den Anwendern. Besonders ärgerlich: Manche Features fehlen gänzlich – beispielsweise spielt der Player von Apple keine Dateien im Ogg/Vorbis-Format ab.

Falls Sie experimentierfreudig sind, schlagen Sie Apple allerdings ein Schnippchen: Als Alternative zur normalen Firmware gibt es im Internet die Rockbox-Firmware des gleichnamigen Projekts. Sie bietet diverse Features, mit denen das System aus Cupertino nicht aufwartet: So spielt sie Ogg/Vorbis-Dateien ab, gestattet die volle Kontrolle über das Erscheinungsbild der Bedienoberfläche und bietet zudem die Möglichkeit, die Software über Plugins praktisch beliebig zu erweitern. Dazu zählen diverse Spiele-Plugins – darunter auch eines, das Gameboy-Spiele auf den iPod bringt. Selbst auf ein Programm zur Anzeige von Textdateien und auf einen JPEG-Viewer brauchen Sie nicht zu verzichten.

Rockbox versteht sich jedoch nicht nur mit dem iPod bestens, sondern auch mit anderen MP3-Playern, darunter einige Modelle von Archos und iRiver. Dieser Artikel beschränkt sich jedoch auf den Apple-Player.

Rockbox installieren

Der Weg zu einem iPod mit Rockbox ist gar nicht so steinig, wie Sie vielleicht vermuten. Das Programm besteht aus zwei Teilen – nämlich aus der eigentlichen Firmware, die Sie als einfache Datei auf dem iPod speichern, sowie aus einem kleinen Programm (dem Bootloader), das beim Start des iPods diese Firmwaredatei lädt.

Den Bootloader auf den iPod zu bekommen, stellt den kniffeligsten Teil der Arbeit dar – insbesondere, weil er einen Teil der Original-Apple-Firmware löscht und sich dieser nicht ohne weiteres wieder herstellen lässt.

Im Test kam ein iPod Video zum Einsatz, also ein Gerät der fünften Generation. Auf der Homepage des Rockbox-Projekts [1] liegen für sämtliche iPods Firmware-Images zum Download bereit. Die Installation verläuft bei allen Modellen analog, allerdings ändern sich unter Umständen kleinere Details (lesen Sie im Zweifelsfall die entsprechenden Kapitel im Online-Handbuch nach). Wir setzen im folgenden voraus, dass Sie die Installation auf dem iPod von einem PC mit Linux aus vornehmen, und dass die Hauptpartition des tragbaren Players mit dem Dateisystem FAT32 formatiert wurde.

Risiken und Nebenwirkungen

Es sei darauf hingewiesen, dass der Flash-Vorgang gewisse Gefahren in sich birgt, die in der Natur der Sache liegen: Bricht das Flashen des iPod aus irgendeinem Grund ab, bevor die Firmware vollständig geladen ist, verwandelt sich der iPod in einen sehr teuren, extravaganten Briefbeschwerer. Diese Gefahr besteht prinzipiell bei allem Geräten, bei denen sich die Firmware per Flash auszutauschen lässt. Versuchen Sie insofern, das Risiko eines Stromausfalls zu minimieren.

Verbinden Sie Ihren iPod über das mitgelieferte USB-Kabel mit dem PC. Stellen Sie durch Blick auf die Ausgabe von dmesg sicher, dass Linux den iPod erkannt und ordnungsgemäß in das System eingebunden hat. Merken Sie sich den Gerätenamen, den der Kernel dem iPod zuweist – er steht an dritter Stelle in der Zeile, die mit SCSI device anfängt (Listing 1).

Listing 1
usb 4-1: new high speed USB device using ehci_hcd and address 7
scsi4 : SCSI emulation for USB Mass Storage devices
usb-storage: device found at 7
usb-storage: waiting for device to settle before scanning
        Vendor: Apple Model: iPod Rev: 1.62
        Type: Direct-Access ANSI SCSI revision: 00
SCSI device sdb: 58605120 512-byte hdwr sectors (30006 MB)

Firmware extrahieren

Besorgen Sie aus dem Netz [2] den Quellcode für ipod_fw – ein kleines, aber sehr hilfreiches Tool zum Ändern der Firmware. Kompilieren Sie das Programm durch Aufruf von gcc -o ipod_fw ipod_fw.c.

Lesen Sie per fdisk /dev/replaceableGerätename die Tabelle mit den Informationen über die Partitionen des iPods aus (Listing 2). Ersetzen Sie dabei Gerätename durch den Namen, den Sie in der Ausgabe von dmesg gefunden haben. Lesen Sie nun die komplette aktuelle Firmware des iPods aus – dazu nutzen Sie wieder den Befehl dd:

dd if=/dev/replaceablePartitionsname of=bootpartition.bin

Es empfiehlt sich, die Datei bootpartition.bin danach sofort auf CD zu brennen und diesen Datenträger irgendwo sicher aufzubewahren – sie ist, wenn Sie von Rockbox einmal genug haben und lieber wieder Apples Firmware verwenden möchten, der einzige Rückweg.

Listing 2
Device Boot     Start   End     Blocks          Id      System
/dev/sdb1       1       10      80293+          0       Empty
/dev/sdb2       11      3648    29222235        b       W95 FAT32

Nun kommt das eben heruntergeladene ipod_fw ins Spiel: Nutzen Sie es, um aus der eben ausgelesenen Partition die Firmware als Image zu extrahieren. Der entsprechende Befehl lautet:

./ipod_fw -o apple_os.bin -e 0 bootpartition.bin

Im File apple_os.bin liegt anschließend der erste Teil der iPod-Originalfirmware. Mit dem anschließenden Befehl:

./ipod_fw -o apple_sw_5g_rcsc.bin -e 1 bootpartition.bin

entpacken Sie auf gleiche Weise den zweiten Teil der Firmware in die Image-Datei.

Aktuelles Heft bestellen
Kommentare
Einem Freund empfehlen    Druckansicht

332 Hits
Wertung: 37 Punkte (3 Stimmen)

Infos zur Publikation

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,50 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 56,10) können Sie im LNM-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Grafische Oberfläche sofort beenden
Grafische Oberfläche sofort beenden
Marcel Hilzinger, 05.09.2010 22:11, 2 Kommentare

Wer schon länger mit Linux arbeitet, kennt die Tastenkombination [Strg]+[Alt]+[Rücktaste] vermutlich bestens. Damit lässt sich der X-Server sofort beenden, was hilfreich sein kann, wenn die gr...

Aktuelle Fragen

Standard-Arbeitsflächen-Behälter
Reinhard Ahl, 06.09.2010 18:51, 1 Antworten
In openSUSE 11.3 lässt sich bei den Arbeitsflächen-Einstellungen der Standard-Arbeitsflächen-Behä...
Komme nicht auf die Gnome Benutzeroberfläche
Daniel A., 04.09.2010 12:59, 2 Antworten
Hallo, für meinen alten F Siemens Amilo Pro habe ich mir etwas ganz besonderes überlegt. Linu...
procmail hilfe
Nikos G, 03.09.2010 17:08, 2 Antworten
Hallo, ich habe folgendes Problem: Wenn jemand z.B von mail1@gmx.de uns eine mail an mehrere E...
Auf Linux umsteigen zu kompliziert? Bitte um Rat!
Sandra Wagner, 03.09.2010 15:48, 12 Antworten
Hallo zusammen, bin ganz neu hier und bisher kein Linux-Nutzer. Ein neues Notebook steht an. D...
SUSE und Windows parallel betreiben, reparieren des BOOTMANAGERS
oli m., 31.08.2010 10:17, 6 Antworten
ich betreibe XP, VISTA, W7 und SUSE parallel auf einer Festplatte. wenn ich SUSE als letztes ins...