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Vier portable Musikplayer im Test

01.12.2006 Die Auswahl an MP3-Playern ist größer denn je. Doch nicht jedes Gerät spielt sämtliche Formate und auch die Linux-Unterstützung ist nicht immer garantiert. LinuxUser zeigt, worauf es ankommt.

Es werden immer mehr, und sie werden immer kleiner – MP3-Player. Das kleinste Gerät im Test bringt gerade mal 20 Gramm auf die Waage und passt problemlos in eine Streichholzschachtel. Der gewichtigste Testkandidat schafft es immerhin auf 60 Gramm, besitzt aber eine interne Festplatte im 0,85-Zoll-Format mit 4 GByte Speicher (siehe Tabelle "Übersicht"). Auch Farbe und Formfaktor erschweren die Wahl: Die meisten Player sind in einem dezenten Schwarz gehalten, doch ein heller Player mag auch zu entzücken, wie Apple mit dem iPod bewiesen hat. LinuxUser schaute sich vier Linux-taugliche Geräte an (Abbildung 1).

Abbildung 1: Von links nach rechts: Cowon iAudio 6, Cowon iAudio U3, Creative Zen V und Samsung YP-F2. Das 1-Euro-Stück dient als Größenvergleich.

Zweimal Cowon

Die Cowon-Player bringen traditionell gute Linux-Unterstützung und ein breites Feature-Angebot mit. Das gilt auch für den iAudio 6 und den iAudio U3 (Abbildung 1, links und Mitte links). Beide Geräte spielen neben MP3 und WMA auch OGG-Vorbis und FLAC-Dateien ab. Der Free Lossless Audio Codec ist vor allem deshalb bei Audiophilen beliebt, weil er Musikstücke verlustfrei komprimiert. Weiter bieten die Cowon-Player einen Bildbetrachter, einen MPEG4-Movieplayer und ein FM-Radio. Die Menüführung lehnt sich wie beim Creative-Player eng an Apples iPod an. Eine Besonderheit des größeren Cowon-Geräts stellt die 0,85-Zoll-Minifestplatte dar. Beim Ein- und Ausschalten des Geräts kann man sie hören und auch spüren,während des Betriebs gibt sie aber keine Geräusche von sich.

Cowon wich beim iAudio 6 vom traditionellen Joystick als Navigationsgerät ab und ersetzte diesen durch einen Scrollbalken und zwei Knöpfe. Die Besonderheit dieser Steuerungselemente besteht darin, dass Sie auf Berührung reagieren, nicht auf Druck. Allerdings gibt es keine Möglichkeit, die Empfindlichkeit der Sensoren einzustellen. Hat man sich aber einmal an die Bedienelemente gewöhnt, lässt sich damit schnell arbeiten.

Um Videos anzuschauen, eignet sich der Player wegen des doch sehr kleinen Displays nur bedingt. Der Bildbetrachter funktioniert gut, zeigt allerdings nur JPEG-Dateien vom Typ Baseline an. Dank der Zoomfunktion lassen sich auch die Details sehr großer Bilder ansehen.

Der kleinere U3 verfügt ebenfalls über einen Bildbetrachter, jedoch ohne Zoomfunktion. Abgesehen davon verfügen beide Player über das gleiche Featurespektrum, wobei der U3 deutlich schneller bootet als der iAudio 6.

Kleiner geht's nicht

Der YP-F2 von Samsung (Abbildung 1, rechts) überzeugt durch kräftigen Sound bei einem zierlichen Äußeren. Mit 20 Gramm ist er das mit Abstand leichteste Gerät im Testfeld, braucht sich hinsichtlich der Tonqualität aber nicht hinter den größeren Konkurrenten zu verstecken. Das zweifarbige Display deckt die Minimalaufgaben Music, Navigation, Playlists und Settings ab, wobei das Erstellen von Playlists auf dem MP3-Player selbst nicht nötig ist.

Eine spezielle Funktion hat Samsung auf den Menü-Knopf gelegt: Auf Tastendruck spielt der YP-F2 das aktuelle Stück bis zu 30 Prozent schneller oder langsamer ab. Über das Menü lässt sich die Taste aber auch mit einer anderen Funktion belegen. Beim YP-F2 bleibt das Display während des Abspielens noch rund 5 Minuten ohne Hintergrundbeleuchtung lesbar. Zudem zeigt eine Uhr im Minutentakt die Zeit an.

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Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger arbeitet als Redakteur für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Am liebsten schreibt er Artikel zu netten Gadgets oder Multimedia-Software. In seiner Freizeit spielt er gerne Kicker.

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