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SSH bequem

01.12.2006 Sämtliche SSH-Transaktionen kann man auch über die Konsole ausführen: Aber wer will die langen Kommandos schon von Hand eingeben? Hier hilft Secpanel.

Über SSH tauschen Sie sicher via Internet Daten mit anderen Rechnern aus. Secpanel [1] befreit Sie dabei von der Tipparbeit: Das grafische Frontend kümmert sich um alle gängigen SSH-Dienste.

Zwar erleichtern auch Konqueror und Nautilus den Umgang mit SSH, allerdings nur für den Transfer von Dateien. Verzichten Sie auf dagegen auf Gnome und KDE, um einen schlanken Fenstermanager wie XFCE oder Fluxbox zu nutzen, sind Sie auf die Konsole angewiesen. Wollen Sie Dienste tunneln und auf die entfernte GUI zugreifen, so müssen Sie auch unter KDE und Gnome lange SSH-Befehlsketten eintippen.

Mit Secpanel dagegen richten Sie für häufig genutzte SSH-Verbindungen einfach je ein Profil pro Verbindung ein. Auf diese Weise erledigen Sie sämtliche SSH-Manöver per Mausklick.

SSH für Eilige

Die Abkürzung SSH steht für Secure Shell. SSH ist Netzwerkprotokoll und Software in einem: Die Software spaltet sich in Client und Server, die über TCP/IP Daten austauschen. Der Server bietet SSH als Dienst an, muss also auf dem entfernten Rechner laufen und lauscht dort auf eingehende Anfragen. Mit dem Client melden Sie sich beim Server an. Diese Verhandlungen verfolgen Sie detailliert, indem Sie SSH mit der Option -vvv aufrufen, was nebenbei die Fehlersuche erleichtert.

Der Server weist sich über ein RSA-Zertifikat aus, das ihn eindeutig identifiziert (Fingerprint). Stimmt der errechnete Fingerprint mit dem offiziell für den Server ausgewiesenen überein, schreibt der Client seine Daten in die Datei .ssh/known_hosts. Im nächsten Schritt gleicht er seinen privaten mit dem öffentlichen Schlüssel des Servers ab. Alternativ zum Schlüssel übermitteln Sie das korrekte Passwort, um sich beim entfernten Benutzerkonto anzumelden – eine Kombination aus beidem funktioniert auch.

Nach erfolgreichen Verhandlungen vereinbaren Client und Server eine Verschlüsselung für die weitere Kommunikation. Die Empfehlung für SSH 2 lautet AES (Advanced Encryption Standard) mit einer Schlüssellänge von 128 Bit, wahlweise auch 3DES, Blowfish und Arcfour. Ausführliche Informationen zu SSH finden Sie in zwei Artikeln zu SSH [2] und OpenSSH [3].

TIPP

Um sich erfolgreich bei einem entfernten SSH-Server anzumelden, darf dort keine Firewall laufen, die SSH-Pakete blockiert.

Secpanel installieren

Suse 10.0 und 10.1 installieren SSH gewöhnlich automatisch, kopieren Sie hier das Secpanel-RPM von der Heft-CD in ein Verzeichnis. Bevor Sie es einspielen, richten Sie über Yast die Pakete tcl und tkein: Die GUI von Secpanel braucht beide Komponenten. Dann wechseln Sie in das Verzeichnis mit dem RPM-Paket und geben – mit Root-Rechten – rpm -Uhv secpanel-0.5.1-1.noarch.rpm ein. Anschließend tippen Sie als normaler Nutzer einfach secpanel in die Konsole.

(K)Ubuntu-Nutzer verwenden ebenfalls das Paket von der Heft-CD, installieren vorher aber noch den SSH-Server über das Kommando sudo apt-get install openssh-server. Die Pakete tcl und tk bringt Kubuntu schon mit, also wechseln Sie in das Verzeichnis mit dem Debian-Paket und geben dort sudo dpkg -i secpanel_0.5.1-2_all.deb ein. Im Universe-Repository von Ubuntu steht lediglich eine ältere Version von Secpanel bereit.

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Infos zum Autor

Kristian Kißling

Kristian Kißling

Wenn Kristian Kißling nicht gerade für die LinuxCommunity schreibt, arbeitet er als Redakteur bei der Zeitschrift EasyLinux und als Chefredakteur für den Ubuntu User. Am liebsten beschäftigt er sich mit Multimedia- und Unterhaltungssoftware im weiteren Sinne und mit neuer Open-Source-Software, die überraschende Fähigkeiten zeigt.

Zum Blog von Kristian Kißling →


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