Pfade durch den Dschungel
Netzwerk unter der Lupe
Tiefer einsteigen
Dieser Schnelleinstieg in TCP/IP hat die wichtigsten Begriffe gestreift und deren Bedeutung erläutert – auf vier Druckseiten lässt sich kaum mehr leisten. Weitere Informationen zum Thema finden Sie beispielsweise bei Wikipedia unter dem Schlagwort "Internetprotokollfamilie" [1] sowie den dort verlinkten Artikeln.
Möchten Sie tiefer in das Thema einsteigen, empfiehlt sich der Erwerb entsprechender Lektüre in Buchform. Ein beliebtes Standardwerk zum Thema mit zahlreichen Beispielen aus Unix-Sicht ist "TCP/IP-Netzwerkadministration" von Craig Hunt [2].
Zu TCP/IP gibt es nicht nur zahlreiche dicke Bücher: Über Programme wie Iptraf [3] oder Wiretraf [4] verfolgen Sie live am Rechner, welchen Weg Ihre TCP/IP-Pakete nehmen und welche Ladung Sie tragen.
Glossar
MAC-Adresse
Media Access Control, Hardware-Adresse von Netzwerkkarten.
Gateway
Das Internet besteht aus vielen Netzwerken. Gateways bilden die Knotenpunkte und Übergänge dazwischen (Abbildung 2). Ein Gateway sammelt Anfragen aus einem Netzwerk und leitet sie in ein anderes Netzwerk weiter. Router dienen oft als Gateways.
CIDR
Classless Internet-Domain Routing, stammt von 1993 und nutzt die verfügbaren IPv4-Adressen effizienter. CIDR ersetzt die Netzklassen durch ein recht kompliziertes System von Sub- und Supernetting.
NAT
Network Address Translation. Ein Verfahren, um eine IP-Adresse in einem Datenpaket durch eine andere zu ersetzen. NAT kommt häufig zum Einsatz, um private auf öffentliche IP-Adressen abzubilden.
DHCP
Dynamic Host Configuration Protocol. Es handelt sich um ein Protokoll, über das ein Client und ein Server kommunizieren. Der Client läuft auf einem Rechner und beantragt eine IP-Adresse beim DHCP-Server. Dieser läuft häufig auf einem Router und versorgt den Client mit einer IP-Adresse. Er übermittelt aber zugleich eine Netzmaske, ein Gateway und einen DNS-Server. So integriert sich ein Rechner dank DHCP ohne Handarbeit ins Netzwerk.
DNS
Domain Name System. Dienst, um Namen aufzulösen, also auf Namensanfragen mit der zugehörigen IP-Adresse zu antworten.
Broadcast
Richtet sich im Ethernet eine Anfrage an die IP-Adresse 255.255.255.255 reagieren alle Clients im Netzwerk. ARP und DHCP nutzen Broadcast, um IP-Adressen den MAC-Adressen der Karten zuzuordnen.
OSI-Modell
Open Systems Interconnection, besteht aus sieben Ebenen und dient als Modell für viele Protokolle in der Telekommunikation.
TCP
Transmission Control Protocol. Verbindungsorientiertes Protokoll, das einen virtuellen Kanal zwischen den Endpunkten aufbaut. Auf diese Weise kann TCP Datenverluste erkennen und beheben.
UDP
User Datagram Protocol. Verbindungsloses Protokoll, bei dem der Sender ohne weitere Erfolgskontrolle Pakete an den Empfänger absendet.
ICMP
Internet Control Message Protocol, dient zum Austausch von Statusinformationen im Netzwerk.
TTL
Time to live. Zahl im IP-Header, die angibt, wie viele Stationen ein Datenpaket passiert, bevor es "verfällt".
Infos
[1] Internetprotokollfamilie: http://de.wikipedia.org/wiki/TCP/IP
[2] Craig Hunt, "TCP/IP-Netzwerkadministration", 3. Auflage, O'Reilly Bonn 2003, ISBN 3-89721-179-3, 46 Euro
[3] Iptraf: http://iptraf.seul.org
[4] Wireshark: http://wireshark.org



