Pfade durch den Dschungel
Netzwerk unter der Lupe
TCP vs. UDP
Statt TCP-Segmente kann IP auch UDP-Segmente befördern, allerdings gibt es zwischen beiden erhebliche Unterschiede.
TCP baut daher zur Datensicherung eine permanente, bidirektionale Verbindung zwischen den Kommunikationspartner auf. Es spürt verlorene Pakete auf und sorgt dafür, dass der Sender sie erneut verschickt. Über die Checksumme und die Sequenznummern prüft das Protokoll gegebenenfalls die Integrität und Konsistenz der Daten.
UDP sendet hingegen einfach Pakete nach dem Motto "Fire & Forget" und prüft nicht, ob sie ankommen. Die Integrität der Daten sichert – wenn überhaupt – die Software auf der Anwendungsschicht. Der Vorteil: UDP erwartet keine Reaktion von der anderen Seite und baut keine Verbindung auf. Dadurch entsteht etwa ein Drittel weniger Overhead im Netzwerk.
Port Forwarding
Zwar tauscht NAT fleißig die Quell- und Zieladressen der ein- und ausgehenden Pakete – das genügt aber nicht immer. Vor allem dann nicht, wenn der entfernte Rechner als Client eine Verbindung initiiert, um auf einen lokalen Server zuzugreifen. Das ist bei Spielen der Fall, aber auch P2P-Anwendungen wie Amule und Azureus verlangen nach Port Forwarding. Der Begriff hat sich bei den Herstellern der Router eingebürgert, eigentlich handelt es sich aber um so genanntes Destination NAT.
Angenommen, der Server läuft auf sonne.home und horcht auf Port 6666. Der Router verwirft die Anfrage, weil er nicht weiß, dass Port 6666 auf sonne.home auf eingehende Verbindungen wartet. Über Port Forwarding teilen Sie ihm mit, er soll die Daten, die auf diesem Port ankommen und zu einer bestimmten Anwendung gehören, an sonne.home weiterleiten. Um den Router entsprechend zu konfigurieren, geben Sie dessen Gateway-Adresse im Browser ein. Es erscheint in der Regel ein grafisches Benutzer-Interface, über das Sie den Router verwalten. Mit ein paar Mausklicks leiten Sie den Port weiter und prüfen dann, ob Ihre Anwendung korrekt arbeitet.



