Gekonnt delegiert
Mit Make komplexe Aufgaben effizient bearbeiten
Sehr variabel
Das LaTeX-Beispiel arbeitet mit einer überschaubaren Menge an Tex-Dateien. Daher sieht das Makefile noch recht übersichtlich aus. Spätestens dann, wenn die Menge der Quelldateien wächst, nimmt aber die Verwirrung zu. Make bietet daher die Möglichkeit, Variablen zu definieren. Um die LaTeX-Dateien zum Beispiel der Variable TEXDATEIEN zuzuweisen, definieren Sie diese am Anfang des Makefiles:
TEXDATEIEN = kap01.tex kap02↩
.tex kap03.tex \
kap04.tex kap05↩
.tex kap06.tex \
kap07.tex buch.↩
texAnschließend referenzieren Sie diese im weiteren Verlauf des Makefiles über $(VARIABLENNAME), also z. B.:
buch.dvi: $(TEXDATEIEN)
latex buch
Darüber hinaus bringt Make auch eigene Variablen mit. So steht $@ beispielsweise für das aktuelle Ziel und $? für die veränderten Abhängigkeiten, also die Dateien, die hinter dem Doppelpunkt stehen.
Glossar
Quellen
Die Quellen (engl.: Sourcen) enthalten den für Menschen lesbaren (in einer Programmiersprache geschriebenen) Text eines Computerprogramms.
Kompilieren
Damit ein Computer ein Programm ausführt, müssen Sie die Quelldateien mit Hilfe eines so genannten Compilers (von to compile) in eine für den Computer verständliche Maschinensprache umwandeln.
DVI
Das Ausgabeformat Device Independent (= geräteunabhängig) ist eine für das Textsatzsystem TeX entwickelte Ausgabedatei, die als Ergebnis aus dem Kommando
latex Datei .texensteht. Diese eignet sich für die Ausgabe am Bildschirm oder den Ausdruck.
Infos
[1] LaTeX-Workshop, Teil 1: Heike Jurzik, Hans-Georg Eßer "Gutenberg am Rechner", LinuxUser 09/2002, S. 43 ff.
[2] LaTeX-Workshop, Teil 2: LaTeX-Workshop, Teil 2: Heike Jurzik, Hans-Georg Eßer "LaTeX im Umbruch, Teil II", LinuxUser 11/2002, S. 46 ff.
[3] LaTeX-Workshop, Teil 3: Heike Jurzik, Hans-Georg Eßer "Alles in Ordnung", LinuxUser 01/2003, S. 53 ff.
[4] LaTeX-Workshop, Teil 4: Heike Jurzik, Hans-Georg Eßer "TeXnische Spezialitäten", LinuxUser 04/2003, S. 52 ff.
[5] Archivieren auf der Shell: Heike Jurzik, "Verpackungskünstler – Gzip, Bzip2 und Tar", LinuxUser 10/2005, S. 93 ff., http://www.linux-user.de/ausgabe/2005/10/093-zubefehl/



