KOffice 1.6 nun verfügbar

Mit Version 1.6 liegt jetzt eine neue Feature-Release der KDE-Office-Suite vor. Sie umfasst mittlerweile elf Programme: KWord (Textverarbeitung), KSpread (Tabellenkalkulation), KPresenter (Präsentationen), Kexi (Access-Alternative), Krita (Bildbearbeitung), KPlato (Projektplanung), KChart (Diagramme), KFormula (Formel-Editor), Kugar (Report-Tool), Kivio (Flussdiagramme) und Karbon (Vektorgrafik).

Die Entwickler betonen, dass sie vor allem neue Funktionen beim Grafikprogramm Krita sowie dem Access-Konkurrenten Kexi mitbringt. Die Krita-Entwickler deklarieren ihr Programm – mit Features wie magnetischen Selektionen, Effektebenen und voller Skriptingfähigkeit – jetzt als professionell nutzbar. Krita räumte auf der diesjährigen Akademy bereits einen Preis als beste KDE-Applikation ab.

Kexi, eines der jüngeren Kinder der KOffice-Suite, hat seit Version 1.5 über 270 Verbesserungen erhalten. Der Access-Konkurrent bettet jetzt Bilder ein, was beim Erstellen von Fotoalben hilft, und erkennt Datentypen automatisch. Außerdem erlaubt die Software, sämtliche Funktionen per Skript zu steuern.

Alle KOffice-Programme enthalten Verbesserungen beim Erkennen und Speichern von Dateien im Open-Document-Format. Mit dem Skripting-Framework Kross lässt sich neben Kexi und Krita auch die Tabellenkalkulation KSpread via Ruby oder Perl komplett fernsteuern. KSpread importiert zudem jetzt auch Kexi-Datenbanken. Die Kross-Plugin-Funktionalität erleichtert es, den Support für weitere Sprachen hinzu zu fügen. Wie Kross funktioniert, erklärt Autor Sebastian Sauer auf der Seite KDE Dot News.

KOffice 1.6 ist die letzte Version vor KOffice 2.0, die neue Features enthält. Die Entwicklung von KOffice 2.0 läuft bereits auf vollen Touren. Das Programm baut dann auf Qt 4 und KDE 4 auf. Wer KOffice gleich ausprobieren will, lädt sich die Live-CD herunter. Auch Binärpakete für Kubuntu und Suse gibt es auf der Download-Seite des Projekts (http://www.koffice.org/download/).

Das Grafikprogramm Krita aus der neuen KOffice-Suite gewann schon vorab einen Preis als beste KDE-Applikation.

KDE aktualisiert

Um die Wartezeit bis zur neuen KDE-Version 4.0 zu verkürzen, die wohl noch einige Monate dauert, haben die KDE-Entwickler mit KDE 3.5.5 die nunmehr fünfte Auflage der aktuellen KDE-Version geliefert. Neben den üblichen Verbesserungen in der Rendering-Engine KHTML hebt sie den Instant-Messenger Kopete auf die Version 0.12.3, die sich besser mit Yahoo und Jabber versteht. Außerdem basiert das Drucksystem nun auf Cups 1.2.

Weiterhin versteht sich das Helferprogramm Kdesu – es verhilft Anwendungen unter X11 zu Root-Rechten – künftig auf Sudo-Semantik. Den passenden Patch steuerten die Kubuntu-Maintainer bei, die diesen schon lange in ihrer Distribution einsetzen. Außerdem liegen für KDE nun insgesamt 65 Übersetzungen vor. Besonders heben die Macher die Verbesserungen bei den Lokalisierungen für traditionelles Chinesisch sowie Farsi, Khmer, Plattdeutsch und Slowakisch hervor.

Nahezu alle Distributoren stellen offizielle oder inoffizielle Updates bereit; die Info-Seite unter http://kde.org/info/3.5.5.php verlinkt alle Pakete und Repositories.

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