KDE-News

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01.12.2006

10 Jahre KDE

Zehn Jahre ist es her, dass Matthias Ettrich die Desktopumgebung KDE aus der Taufe hob. Diesen Tag feierten Mitgliedern der Community im Oktober in Stuttgart. Ein kleines, aber hochkarätiges Vortragsprogramm leitete die Feier ein. Zum Auftakt nahm Matthias Ettrich die Zuhörer mit auf eine Reise durch die KDE-Geschichte. Er zeigte die Ursprünge des Desktops und die riesigen Schritte, die das Projekt in den letzten 10 Jahren vollbracht hat, um sich dabei zu einer der zwei wichtigsten Desktopumgebungen zu entwickeln.

Der Vater der KDE-basierten Knoppix-Distribution, Klaus Knopper, zeigte anschließend den Anwesenden, was die Menschheit in den nächsten 100 Jahren zu erwarten hat – Vernichtung aller Menschen und Übernahme der Welt durch Aliens inklusive. Die "Return of the Konquis" sei allerdings danach gesichert. Ubuntus Community-Manager und geborener Entertainer Jono Bacon gratulierte mit einem Rückblick auf seinen Einstieg in das KDE-Projekt Mitte der Neunziger Jahre.

Für Spaß unter den Besuchern sorgten die alten Fotos einiger KDE-Veteranen wie Ettrich, Martin Konold oder Stephan "Coolo" Kulow. Bacon wies auf die Gratwanderung zwischen hoher Konfigurierbarkeit und möglichst einfachen Interfaces hin. KDE und Gnome müssten sich in diesem Aspekt noch intensiver bemühen.

Weitere Gratulanten unterhielten das Publikum mit interessanten und kurzweiligen Vorträgen: Jan Mühlig vom Open-Usability-Projekt, Daniel Molkentin, einer der langjährigen KDE-Programmierer, und Heinz M. Gräßing, Sysadmin bei der Stadt Treuchtlingen. Letzterer ließ es sich trotz frühmorgendlichen Totalausfalls seiner Behördenserver (natürlich war die Hardware schuld) nicht nehmen, die Feier zu besuchen und von der Migration der Server und Clients seiner Stadt vor über fünf Jahren zu erzählen.

Für glückliche Gesichter sorgte die Verlosung dreier Bücher des Verlages Open Source Press und vor allem des Qtopia Greenphones von Trolltech. Großes Gelächter kam auf, als Jono Bacon ein deutsches Qt-4-Buch gewann – er hatte in seinem Vortrag noch betont, dass er nicht in Qt programmiert. Moderator Stefan Werden, der die Besucher den ganzen Tag über durch das Programm führte, gab Bacon mit auf den Weg, dass er nun nicht nur Qt lernen könne, sondern auch die "KDE-Geheimsprache": Deutsch. Das ist dem Ubuntu-Manager dann doch zu viel; er verlost das Buch bereits in seinem Blog und erhält vom Verlag eine englische Übersetzung.

Bei der abendlichen Party gab es dann schon wieder allerlei Neuerungen in KDE zu diskutieren. In feuchtfröhlicher Atmosphäre feierten die Teilnehmer bis in die frühen Morgenstunden.

Torte zum Zehnten.
Entwickler und Enthusiasten gratulierten.

Ubuntu-Gründer wird erster KDE-Patrone

Der gebürtige Südafrikaner Mark Shuttleworth, Begründer der Ubuntu-Distribution sowie der Firma Canonical, die Support für Ubuntu und Kubuntu anbietet, ist der erste "Patron of KDE". Dies gab der KDE e.V. auf der Jubiläumsfeier in Esslingen bei Stuttgart bekannt.

Der Titel "Patron of KDE" ist Teil des neuen Förderprogramms des KDE e.V., der Organisation hinter dem KDE-Projekt. Ihn erhalten Personen oder Firmen, die das Projekt mit 5 000 Euro pro Jahr unterstützen. Firmen mit mehr als 50 Angestellten zahlen für diesen Status den doppelten Betrag. Für Firmen mit kleinerem Budget bietet der Verein eine einfache Fördermitgliedschaft für 1 000 Euro an, Einzelpersonen dürfen sich für 100 Euro pro Jahr KDE-Förderer nennen.

Wer sich für eine KDE-Mitgliedschaft interessiert, dem bietet die Webseite des KDE e.V. unter http://ev.kde.org erste Informationen. Für einmalige Spenden unterhält der Verein, dem der Fiskus kürzlich die Gemeinnützigkeit zugesprochen hat, zudem ein Paypal-Konto.

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