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Hut ab!

Fedora Core 6 im Test

Look and Feel

Wie schon bei früheren Fedora-Versionen funktionieren viele Dinge nur unter Gnome – KDE scheint immer noch das Waisenkind auf dem Desktop zu sein. Dieses fällt vor allem bei dem neuen Update-Applet (Puplet) auf, das laut Release-Notes unter allen Desktopumgebungen über Softwareaktualisierungen informieren soll. Während das Python-Programm unter Gnome brav seine Dienste verrichtet, muss man Puplet unter KDE manuell zum Leben erwecken. Ein Symlink der Form

ln -s /usr/bin/puplet ~/.kde/Autostart/

startet das Applet dann zwar bei der Anmeldung an der grafischen Oberfläche, das Icon in der Kontrollleiste bleibt allerdings unsichtbar (Abbildung 6). Abgesehen von diesem kleinen Schönheitsfehler lief das anschließend über Puplet gestartete Update aber zuverlässig durch und aktualisierte die vorgeschlagenen Pakete, ohne zu mucken.

Abbildung 6: Während das Update-Applet Puplet unter Gnome tadellos funktioniert (oben), müssen KDE-Benutzer ohne Icon auskommen (unten).

Auch die AIGLX-Erweiterung und die schicken 3D-Effekte stehen (sofern die Grafikkarte dieses unterstützt, [8]) zunächst nur Gnome-Anwendern out of the box zur Verfügung (siehe dazu auch die Fedora-Tipps in dieser Ausgabe ab Seite VI). Das Feature ist in der Voreinstellung deaktiviert und lässt sich unter Gnome über System | Einstellungen | Desktop Effects einschalten.

Anschließend sorgen verschiedene Tasten- und Mauskombinationen für Augenschmaus: Virtuelle Arbeitsflächen, die auf einem Würfel rotieren; verkleinerte Fenster wie in der Exposé-Darstellung unter Mac OS X; transparente Fensterleisten und vieles mehr sind hübsche Spielereien, aber doch etwas gewöhnungsbedürftig.

Paketverwaltung

Standardmäßig dient Pirut (Anwendungen / Software hinzufügen/entfernen) zur Paketverwaltung, ein grafischer Aufsatz für Yum. Allerdings zeigt dieses Tool im aktiven Einsatz deutliche Schwächen: So fehlt beispielsweise eine Funktion zum Hinzufügen von Repositories dem GUI vollständig, so dass nur der Ausflug auf die Kommandozeile und der Griff zum Befehl yum [9] bleibt.

Massive Probleme bereitet Pirut, wenn es ein Online-Repository nicht erreichen kann. Das Paketverwaltungstool lässt sich in diesem Fall zwar starten, meldet dann aber Softwareinformationen können nicht abgerufen werden und beendet sich sofort wieder. Eine Funktion zum Ein- und Ausschalten der Paketquellen wäre also auch hier sinnvoll, wenn der Rechner offline ist.

Einen möglicher Ausweg aus der Misere bietet das Programm Yum-Extender. Sie installieren das Paket yumex über das Kommando yum install yumex und starten die grafische Benutzeroberfläche für Yum über Anwendungen | Systemwerkzeuge | Yum Extender.

Jetzt funktioniert nicht nur das Ein- und Ausschalten von Repositories, sondern auch das Update, Installieren und Entfernen von Paketen per Mausklick (Abbildung 7). Ein weiterer Pluspunkt für den Yum-Extender: Das Programm stürzt nicht ab, wenn keine Netzwerkverbindung besteht.

Abbildung 7: Zwar noch nicht vollständig übersetzt, dafür aber stabil: Der Yum-Extender im Einsatz.

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