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Schnelle Barracuda

Externe 500-GByte-Festplatte von Seagate

01.12.2006 Mit dem tropischen Raubfisch teilt Seagates eSATA-Harddisk Barracuda nicht nur den Namen: Beide beeindrucken durch hohe Geschwindigkeit.

Die Seagate Barracuda ST3500601XS (siehe Tabelle "Steckbrief") gehört zu den ersten eSATA-Festplatten auf dem Markt. Dank Serial ATA II transportiert sie theoretisch bis zu 300 MByte an Daten pro Sekunde (3 Gbit/s). Aktuelle Festplatten sind von diesen Datenraten jedoch noch weit entfernt. Die derzeit schnellsten SATA-Festplatten bringen es auf knapp 90 MByte/s, Werte über 100 MByte/s erreichen lediglich SCSI-Harddisks. [1] Seagates Packungsaufdruck Fünfmal schneller als Firewire 1394 und Hi-Speed USB ist somit mit Vorsicht zu genießen, da sich der Werbeslogan auf den theoretischen Datentransfer bezieht. Der tatsächliche Durchsatz hängt aber von der benutzten Festplatte ab.

Steckbrief

Hersteller

Seagate

Modell ST3500601XS Barracuda
Schnittstelle eSATA
Kapazität 500 GByte
Cache 16 MByte
Gewicht 1,3 kg
Zubehör PCI-Karte von Promise (SATA 300 TX2plus)
Preis (ca.) 300 Euro

In der Schachtel

Die Barracuda ST3500601XS kommt in der typischen Seagate-Verpackung und ähnelt den USB- und Firewire-Lösungen aus dem gleichen Haus wie ein Ei dem anderen. Zum Lieferumfang der 500 GByte Speicherplatz bietenden eSATA-Platte gehört auch eine passende PCI-Steckkarte von Promise mit zwei externen SATA-Anschlüssen. Aktuelle Linux-Distributionen erkennen den Controller als Promise Technology, Inc. PDC40775 (SATA 300 TX2plus) (Abbildung 1) und binden die angeschlossenen Geräte über das Kernelmodul sata_promise problemlos ins System ein. Alternativ zum 500-GByte-Modell bietet Seagate die Disk für rund 200 Euro auch in einer kleineren Variante mit 300 GByte Kapazität an. Als Festplatte verbaut Seagate die Disk ST3500641AS, die mit 7200 Umdrehungen pro Minute rotiert und als Einzelstück rund 220 Euro kostet.

Im Gegensatz zu Lacie legt Seagate der Barracuda ST3500601XS keine PCI-Express-Karte, sondern ein traditionelles PCI-Board bei. Das hat den Vorteil, dass sich damit auch ältere Rechner ohne PCI-E-Steckplatz aufrüsten lassen, beschränkt jedoch den maximalen Datentransfer auf auf 133 MByte/s (bei 33 MHz PCI-Bustakt) beziehungsweise 266 MByte/s (bei 66 MHz).

Abbildung 1: Der Befehl lspci -v gibt genaue Auskunft über den von Seagate gelieferten SATA-Controller.

Einstecken, loslegen

Nach dem Einbau der PCI-Karte lässt sich die Disk sofort in Betrieb nehmen, dazu muss sie lediglich beim Hochfahren des Rechners bereits angeschlossen und eingeschaltet sein. Hotplugging funktioniert zumindest unter Suse Linux 10.1 nicht. Haben Sie vergessen, die Festplatte rechtzeitig anzuschließen, müssen Sie das Kernelmodul sata_promise als Root zunächst mit dem Befehl rmmod sata_promise entfernen und danach über modprobe sata_promise neu laden. Mit der Karte zusammen erkennt das System dann auch die angeschlossene Festplatte.

Möchten Sie die Platte partitionieren, so lohnt es sich, auf den ersten Blöcken die Partition anzulegen, auf die Sie am häufigsten zugreifen beziehungsweise am schnellsten schreiben möchten. Laut unseren Benchmarks arbeitet die Platte hier rund 50 Prozent schneller, als auf den letzten Blöcken (siehe Tabelle "Top-Speed".

Top-Speed

Zylinder 1 bis 12 000 50 000 bis 60 000
Geschwindigkeit 59 MByte/s 39 MByte/s
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Infos zum Autor

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger arbeitet als Redakteur für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Am liebsten schreibt er Artikel zu netten Gadgets oder Multimedia-Software. In seiner Freizeit spielt er gerne Kicker.

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