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Eleganter Brückenschlag

Drei WLAN-Ethernet-Adapter im Test

Zwei Büffel

Die Buffalo-Boxen besitzen eine identische Administrationsoberfläche. Der Artikel beschränkt sich deshalb im folgenden auf das Setup des WLI-TX4-G54HP mit eingebautem Hub. Der kleinere WLI3-TX1-G54 funktioniert aber auf die gleiche Weise. Er ist zudem baugleich mit dem Modell WLA2-G54C.

Auch bei den Buffalo-Geräten müssen Sie auf dem Linux-Rechner zunächst eine feste IP-Adresse einrichten. Die Ethernet-WLAN-Adapter kommen in der Grundeinstellung mit der Adresse 1.1.1.1, am besten stellen Sie also Ihre eigene IP-Adresse auf 1.1.1.2 ein.

Danach erreichen Sie die grafische Oberfläche aus einem Browser über die Adresse http://1.1.1.1. Hier melden Sie sich als Benutzer root ohne Passwort an. Beide Geräte bieten auch die Möglichkeit, die Netzwerkadresse automatisch per DHCP zu beziehen. Diese Möglichkeit sollten Sie aber meiden, da:

  • Sie für das erste (und hoffentlich einzige) Setup sowieso eine feste IP-Adresse benötigen, und
  • dazu auf Ihrem Rechner ein DHCP-Server einrichtet und dann überprüfen müssten, welche IP-Adresse das Gerät bezogen hat.

Die Weboberfläche der Buffalo-Adapter kommt vergleichsweise schlicht daher (Abbildung 4). Ein Klick auf Search hinter SSID (Network Name) zeigt Ihnen die verfügbaren WLAN-Netze an. Aus diesen wählen Sie das gewünschte aus und klicken dann auf Apply, um zurück zum Startbildschirm zu gelangen. Hier wählen Sie nun Apply Settings, um das Netzwerk zu übernehmen. Sie sehen dann einige Informationen zum ausgewählten Netz in der oberen Tabelle.

Abbildung 4: Konqueror (links) zeigt unter Ubuntu 6.06 den Menüpunkt für die erweiterten Einstellungen nicht an. Firefox (rechts) hat damit keine Probleme.

Die Verschlüsselung richten Sie über das Dropdown-Menü hinter Encryption Mode ein. Den zugehörigen WEP- oder WPA-Schlüssel müssen Sie dazu als Hex-Wert eingeben. Neben diesen grundlegenden Einstellungsmöglichkeiten bietet das Web-Interface auch noch erweiterte Möglichkeiten, die Sie über einen Klick auf Advanced erreichen.

Benutzen Sie Konqueror unter Ubuntu Dapper, fragen Sie sich vermutlich, wo sich der entsprechende Button befindet. Wie Abbildung 4 schön zeigt, verbirgt Konqueror unter Dapper diesen doch entscheidenden Menüpunkt. Als Alternative bleibt hier der Umstieg zu Firefox. Unter Suse Linux 10.1 trat dieses Problem nicht auf, eventuell betrifft der Bug jedoch auch andere Versionen von Konqueror.

Um die Box vor unbefugtem Zugriff zu schützen, setzen Sie über Advanced | Management | Name and Password ein Passwort für die Administrationsoberfläche. Für zusätzliche Sicherheit sorgt auch die Möglichkeit, den Zugriff auf die Weboberfläche via WLAN oder über das Ethernet zu verbieten (Abbildung 5). Markieren Sie nach abgeschlossenem Setup diese Optionen, so lassen sich die Einstellungen nur noch über einen Reset ändern.

Abbildung 5: Die Buffalo-Adapter lassen sich über die Konfigurationsoberfläche vollständig sperren. Die Einstellungen kann man dann nur noch durch das Rücksetzen der Hardware verändern.

Sehr gut gefiel im Test auch die ausführliche Onlinehilfe der Administrationsoberfläche. Mit deren Unterstützung verstehen auch technisch weniger versierte Anwender, welche Einstellungen sie treffen müssen. Die Buffalo-Geräte hatten im Test allerdings Schwierigkeiten, WLAN-Netze zu finden, die die SSID nicht senden. Das ist insofern nicht weiter tragisch, da man die SSID von Hand angeben kann. D-Link fand aber eine benutzerfreundlichere Lösung, bei der man Netze ohne SSID einfach per Mausklick auswählt.

US-Roboter

Die WLAN-Bridge von US Robotics unterscheidet sich insofern von den übrigen Adaptern, dass dieses Gerät in der Grundeinstellung keine feste IP-Adresse besitzt. Die Konfiguration muss deshalb über einen Router mit DHCP-Server oder über einen eigenen DHCP-Server erfolgen. Die Lösung über den Router beschreibt das Handbuch von US Robotics; wie Sie einen DHCP-Server einrichten, beschreibt ein früherer LinuxUser-Artikel [2]. Entscheiden Sie sich für den eigenen DHCP-Server, geben Sie nach dem Start des Serverdienstes als Root in einem Terminal den Befehl

tail -f /var/log/messages

ein und stecken das Stromkabel des WLAN-Adapters aus und wieder ein. Sie sehen dann in den Systemmeldungen, welche IP-Adresse der DHCP-Server der Bridge zugeteilt hat. Rechner im gleichen Netz finden Sie auch über einen Ping an die Broadcast-Adresse. Der Befehl

ping -b 192.168.1.255

zeigt zum Beispiel alle IP-Adressen an, die im Netzwerk 192.168.1.0 in Verwendung sind. Mit diesen Linux-Bordmitteln machen Sie die IP-Adresse des WLAN-Adapters ausfindig.

Haben Sie diese ermittelt, öffnen Sie sie in einem Browser. Sie sehen dann den Setup-Assistenten von US Robotics. Hier wählen Sie im ersten Schritt den Zugangsmodus aus und richten dann das WLAN-Netzwerk ein (Abbildung 6). Beim ersten Mal benötigen Sie dazu weder Benutzernamen noch Passwort: Der Assistent fragt ab, welche Werte Sie für die Zugangsberechtigungen einstellen möchten. Den Benutzernamen oder das Passwort leer zu lassen, ist nicht möglich.

Abbildung 6: Der Adapter von US Robotics bringt einen übersichtlichen Setup-Assistenten mit.

Nach erfolgreichem Setup starten Sie den USR805432 und das Netzwerk des Linux-Rechners neu. Ihr PC greift anschließend auf das WLAN-Netz zu.

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Infos zum Autor

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger arbeitet als Redakteur für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Am liebsten schreibt er Artikel zu netten Gadgets oder Multimedia-Software. In seiner Freizeit spielt er gerne Kicker.

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