Planungen für "Feisty Fawn"

Bereits kurz vor dem Release von Ubuntu 6.10 begannen die Entwickler und Ubuntu-Mäzen Mark Shuttleworth mit den Plänen für die kommende Version 7.04, die den Codenamen "Feisty Fawn" (Lebhaftes Kitz) trägt. Shuttleworth verspricht für Ubuntu 7.04 einen erweiterten Hardwaresupport, verbesserte Multimediafähigkeiten und neue Desktopeffekte. Auf einem Entwicklertreffen im November in Mountain View klären die Ubuntu-Machern die Details.

Besonders wichtig erscheint Shuttleworth, dass Ubuntu 7.04 im Gegensatz zu Version 6.10 wieder mehr Änderungen mitbringt, die für den Anwender unmittelbar erkennbar sind. Mit "Feisty Fawn" kehrt Ubuntu voraussichtlich wieder zum sechsmonatigen Releasezyklus zurück, nachdem der Entwicklungszeitraum von Ubuntu 6.06 länger, jener der Version 6.10 kürzer dauerte.

Kurz notiert

Die aktualisierten ISO-Images von Suse Linux 10.1 (http://www.opensuse.org) – sie tragen den Zusatz "Remastered" im Namen – kombinieren die Ausgabe vom Mai mit allen Sicherheitsupdates und Aktualisierungen. Die CDs eignen sich besonders für Neuinstallationen – wer regelmäßig Updates eingespielt hat, hat sein System schon auf diesem Stand.

Die Entwickler von Debian (http://www.debian.org) haben sich entschieden, die Distribution umgehend fertig zu stellen und auf die Herausnahme unfreier Firmware aus dem System vorerst zu verzichten. Nach Abschluss der Arbeiten planen die Maintainer eine erneute Diskussion zu der Problematik. Außerdem sprachen Sie dem Debian-Projektleiter Anthony Towns ihr Vertrauen aus.

Die Fedora-basierende PPC-Distribution Yellow Dog Linux (http://www.yellowdoglinux.com) soll in Zukunft auf der Playstation 3 von Sony laufen. Nachdem Apple sich im letzten Jahr von dieser Prozessorfamilie trennte, hat sich Terra Soft Solution, Hersteller von Yellow Dog, die Playstation 3 als Zielplattform aus gesucht. Als Standard-Desktop dient Enlightenment 17 (http://www.enlightenment.org).

Die neu eröffnete Webseite Ubuntu Clips (http://www.ubuntuclips.org) bietet Anleitungen zu unterschiedlichen Aspekten rund um Ubuntu an. Die Tutorials liegen in Form kurzer Videos vor, die Themen wie das Entfernen des Hintergrundbildes oder das Einrichten des Systems nach der Installation behandeln. An Videoformaten bietet die Seite Ogg-Files für Linux, AVI-Dateien für Windows und Filme im MOV-Format für MacOS X.

Unter dem Namen CLFS – das Kürzel steht für "Cross Linux From Scratch" (http://cross-lfs.org) – steht eine Anleitung bereit, die dabei hilft, Linux von Grund auf für andere Systeme als die x86-Architektur hochzuziehen. Die Version 1.0 des Dokuments erklärt, wie der Kompiliervorgang von einer anderen Plattform aus gelingt. CLFS ist keine Distribution, sondern ein Buch, das den Aufbau eines Systems erklärt. Es liegt in verschiedenen Formaten auf der CLFS-Homepage zum Download bereit.

Unter dem Namen GNU/Fiwix (http://www.fiwix.org) steht ein Linux-kompatibler Betriebssystemkern zur Verfügung, der Studenten einen Einblick in das systemnahe Programmieren gibt. In einer ersten Version eignet sich der Kernel als Grundlage für ein System mit den bekannten Werkzeugen aus dem GNU-Pool.

Der kalifornische Hardwarelieferant Ixsystem (http://www.ixsystems.com) hat das auf FreeBSD (http://www.freebsd.org) basierende PC-BSD (http://www.pcbsd.org) übernommen. Ixsystems ist Anbieter von Servern und Speichersystemen mit vorinstalliertem Linux oder BSD. Die Firma will sich um die weitere Entwicklung des Projekts kümmern und dafür sorgen, dass die Installation von PC-BSD auf Laptops, Workstations und Servern leichter gelingt.

Canonical (http://www.canonial.com) – die Firma, die maßgeblich die Entwicklung von Ubuntu fördert – verschickt das kommende Ubuntu 6.10 nicht mehr kostenlos auf CD. Stattdessen bleiben weiterhin CDs mit Ubuntu 6.06 im Programm, da das Projekt diese Version besonders lang unterstützt, und es als das stabilere System gilt.

Das Ubuntu Counter Project (http://ubuntucounter.geekosophical.net) zählt Benutzer von Ubuntu und Ubuntu-Derivaten. Wer sich registriert, bekommt einen HTML-Quelltext, der einen Button mit der Ubuntu-Usernummer für die eigene Homepage generiert. Die Webseite hält zudem mehr oder weniger ernst gemeinte Statistiken über die registrierten Nutzer bereit.

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