Distribits
Ein Blick auf Enlightenment
Die auf Debian basierende Live-Distribution Elive (http://www.elive.org) verwendet als Desktop das seit einigen Jahren in Entwicklung befindliche Enlightenment 17 (http://www.enlightenment.org). Neben Enlightenment 17 ist auch noch die stabile Version 16 des Desktops mit an Bord.
Elive nutzt einen leicht modifizierten Kernel 2.6.15, in der aktuellen Version funktioniert zudem die 3D-Beschleunigung auf ATI-Grafikkarten. Schon nach dem Start der CD fällt angenehm auf, dass Elive ein grafisches Menü präsentiert, aus dem der Benutzer Sprache, Tastaturbelegung und Bildschirmauflösung zusammen stellt. Neben dem Enlightenment-Desktop enthält das System ein aktuelles OpenOffice für die Büroarbeit, Gimp für die Grafikbearbeitung und Firefox sowie Thunderbird für die Internet-Connectivity. Weitere Programme liefert der Fundus von Debian.
Auch auf älterer Hardware macht Elive eine gute Figur: Selbst auf einem Pentium-2-Rechner mit 366 MHz Taktrate und 192 MByte RAM war flüssiges Arbeiten möglich. Ein grafisches Installationsprogramm kopiert Elive auf Wunsch auf die Festplatte, die neueste Version des Setupprogramms ermöglicht auch ein Update älterer Elive-Versionen.
Linux neu sortiert
GoboLinux (http://www.gobolinux.org) bricht mit der traditionellen Dateisystemhierarchie: Alle Programme liegen samt Konfigurationsdateien in eigenen Verzeichnissen. Das erleichtert nicht nur die Installation mehrerer Versionen eines Programms nebeneinander, sondern auch das Löschen einer Anwendung: Ein schlichtes rm -rf nebst Ordnernamen putzt das Programm rückstandslos von der Festplatte.
Um ein Mindestmaß an Kompatibilität zu wahren, bildet das System den traditionellen Linux-Dateibaum in Form symbolischer Links auf die GoboLinux-Verzeichnisse ab. Für Einsteiger eignet sich GoboLinux aufgrund dieser Eigenheiten nicht: Es setzt voraus, dass der Anwender alle Programme aus den Quellen übersetzt und an die richtige Stelle im Verzeichnisbaum kopiert.
Eine Live-CD bietet allen Interessenten jetzt die Gelegenheit, ein komplett lauffähiges GoboLinux mit KDE-Desktop und OpenOffice zu testen, das sich auf Wunsch auch auf der Festplatte installieren lässt.



