Tabellen, Bilder, Quelltexte und Co.

Natürlich kann TeXmacs nicht nur mit einfachem Text umgehen. Im Menü unter Einfügen finden sich Unterpunkte, die das Einfügen von Tabellen, Bildern, Verknüpfungen, Animationen, mathematischen Formeln oder gar interaktiven Quellcodes ermöglichen. Beim Bearbeiten derartiger Objekte schaltet TeXmacs in den jeweiligen speziellen Modus.

So erzeugt Einfügen | Tabelle | Große Tabelle zunächst einen Container, der zwar schon die Tabellenunterschrift enthält, jedoch noch keinerlei Zellen. Erst mittels Einfügen | Tabelle | Normaler Tabulatormodus erzeugen Sie anschließend eine Tabellenspalte innerhalb des Containers. Gleichzeitig schaltet TeXmacs in den Tabellenmodus – was daran zu erkennen ist, dass sich die Icon-Leiste automatisch erweitert (Abbildung 3).

Abbildung 3: Beim Editieren von Tabellen bietet TeXmacs automatisch zusätzliche Icons zum Einfügen und Manipulieren von Tabellenzellen an.

Gleiches gilt für das Einfügen von Bildern, die als EPS, FIG, JPG, PDF, PNM, PNG, PPM, PS, SVG, TIF oder XMP vorliegen dürfen. Nach dem Erzeugen eines Bildcontainers mit Einfügen | Bild | kleines Bild kommt das eigentliche Bild über Einfügen | Bild | Mit Bild verknüpfen ... ins Dokument. Sowohl bei Texten als auch bei Bildern besteht die Möglichkeit, einen großen oder einen kleinen Container zu benutzen. Große überspannen die gesamte Dokumentenbreite, während kleine lediglich den notwendigen Platz beanspruchen. Desweiteren bringt TeXmacs auch ein eigenes kleines Mal-Unterprogramm mit, welches Sie bei Bedarf via Einfügen | Bild | Draw Image aktivieren.

Insbesondere Programmierer werden die Sitzungsfunktion von TeXmacs lieben: Sie ermöglicht, Quellcode verschiedenster Programmiersprachen – unter anderem Bash, Scheme und Python – nicht nur als Text in ein Dokument zu kopieren, sondern direkt als interaktive Sitzung beim Schreiben auszuführen. Um dies zu erreichen, startet man beispielsweise via Einfügen | Sitzung | Python im Dokument eine Sitzung (Abbildung 4).

Abbildung 4: TeXmacs zeigt Quellcode nicht nur als Text an, sondern kann diesen innerhalb eines Dokumentes sogar ausführen.

Im- und Export

Das interne TeXmacs-Dateiformat ist zwar gut dokumentiert [3], kommt aber außerhalb von TeXmacs praktisch nirgends zum Einsatz. Wollen Sie bereits existierende Dokumente aus anderen Quellen mit TeXmacs weiterbearbeiten, finden Sie unter Datei zwei Menüpunkte zum Import und Export von Dokumenten.

Da TeXmacs mit (La)TeX arbeitet, exportiert es selbstverständlich in den Formaten PDF und Postscript. Desweiteren lassen sich Dokumente auch als HTML-Dateien, einfache Textdateien (über Datei | Exportieren | Wörtlich), LaTeX-Quellcode oder als Scheme-Repräsentation erzeugen. Auf der Import-Seite kommt es lediglich mit HTML, Text, Scheme und LaTeX zurecht; PDF und PS bleiben hier außen vor.

Da die LaTeX-Welt so bunt und vielseitig ist, erfordern Importe aus diesem Format oft noch ein wenig Nachbesserung. Dies gilt insbesondere für LaTeX-Dokumente, die keinen Standard-Dokumententyp verwenden.

Abbildung 5: Importierte LaTeX-Dokumente müssen gegebenenfalls nachbearbeitet werden (links). Exportierte PS-Dateien kommen mit einem hervorragenden Schriftbild daher (rechts).

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