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Software-News

HTML umformen

Die meisten Linux-Distributionen verfügen über zahlreiche Kommandozeilenprogramme, um HTML-Dokumente in andere Formate zu konvertieren. Htmldoc (http://www.htmldoc.org/) kann sogar noch mehr: Ein HTML-Dokument in eine PS- oder PDF-Datei umzuwandeln, stellt eine seiner leichtesten Übungen dar.

Mit Htmldoc lassen sich einzelne HTML-Dateien oder auch ganze Webseiten zu einem strukturierten HTML-Dokument zusammenfügen. Das Ergebnis lässt sich aber auch in mehrere logisch verknüpfte Dateien aufspalten. Neben HTML unterstützt das Programm als Ausgabeformate auch Postscript und PDF.

Um aus mehreren HTML-Dateien ein einheitliches Dokument zu erstellt, übergibt man Htmldoc die Namen der Dateien respektive das Verzeichnis, in dem sie sich befinden. Dabei lassen sich auch ein separates Deckblatt und ein Logo für das spätere Dokument festlegen. Das Inhaltsverzeichnis erstellt Htmldoc selbständig; der Anwender kann lediglich die Form durch Vorgabe einer Verzeichnistiefe sowie Anpassen der Kopf- und Fußzeilen beeinflussen.

Damit das Dokument wie aus einem Guss wirkt, bietet das Programm außerdem die Möglichkeit, Seitengröße, Schriftbild, sowie Schrift- und Hintergrundfarbe dokumentenweit anzupassen. Wählt man als Ausgabeformat PDF, lässt sich die Datei überdies mit einem Passwort versehen und gegen Kopieren, Drucken oder Kommentieren sperren.

Die jetzt erschienene Version 1.8.27 korrigiert eine Reihe kleinerer Fehler. Unter anderem soll jetzt die Option, Dokumente aus entfernten Web-Seiten zu generieren, fehlerfrei funktionieren.

htmldoc-04.png

PDF-Dateien kann der Ersteller mit einem Passwort versehen und ihre Benutzung durch den Anwender einschränken.

Kurz notiert

In diesen Tagen feiert Linux seinen fünfzehnten Geburtstag. Ein guter Grund, die Tassen zu heben, auch wenn das genaue Geburtsdatum umstritten ist. Manche sehen Linus' Ankündigung in der Newsgroup comp.os.minix vom 25. August 1991 als Geburtsstunde an. Für andere beginnt das Linux-Zeitalter mit der Veröffentlichung des ersten Kernels am 17. September 1991. Die ersten Linux-Distributionen gab es erst im folgenden Jahr, von den frühen Distributoren hat nur Slackware die Zeit überdauert. Zum Jahrestag von Linux stellte die deutsche Wikipedia einen Artikel ein, der Interessierten unter http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_von_Linux die Historie des freien Betriebssystems nahebringt.

Die kommende Version 2.2 der Virtualisierungssoftware Parallels Workstation steht Interessierten jetzt in einer ersten Beta zu Testzwecken bereit. Unter http://www.parallels.com/en/products/workstation/update_beta/ informiert der Hersteller über die Neuerungen und stellt gegen Registrierung eine 15-Tage-Testversion bereit. Parallels Workstation 2.2 soll vor allem schneller und stabiler als der Vorgänger sein und die Virtualisierungstechnik Pacifica von AMD nutzen. Laut Parallels wurden USB- und Netzwerk-Unterstützung verbessert, die Audio-Unterstützung optimiert und die Arbeitsgeschwindigkeit von Sun Solaris in der virtuellen Maschine erhöht. Auch NetBSD lässt sich jetzt als Gast-System betreiben. Ein Austausch der Gast-Images mit anderen Virtualisierungslösungen wie VMware ist jedoch nach wie vor nicht möglich.

Angesichts der langen und heftigen Diskussion über proprietäre Linux-Treiber stellte Kernel-Entwickler Greg Kroah-Hartmann auf der Kernel-Mailingliste jetzt die Kernel-Erweiterung Industrial IO device driver vor. Sie erlaubt es Treibern, über definierte Schnittstellen direkt auf den Kernel zuzugreifen, wobei der Treiber selbst GPL-konform im Userspace läuft. Dieses Konzept ähnelt der Art und Weise, wie der X-Server mit dem Kernel interagiert. Auch die Hersteller proprietärer Treiber profitieren von Kroah-Hartmanns Erweiterung, da sie nicht mit jeder neuen Kernelversion einen neuen Treiber veröffentlichen müssen.

Meinungsverschiedenheiten über die Kompatibilität der Lizenzmodelle GPL und CDDL zwischen Debians Paketverwalter Jörg Jaspert und Cdrtools-Entwickler Jörg Schilling führten jetzt zur Abspaltung eines neuen Entwicklungszweigs: Das neue Projekt trägt den Namen Cdrkit und basiert auf einer älteren, noch vollständig unter GPL stehenden Cdrtools-Version. Es ersetzt in der kommenden Debian-Version "Etch" die Cdrtools. Jaspert wandte sich an das Fedora-Projekt, um es ebenfalls für Cdrkit zu gewinnen. Fedora sieht ebenfalls Probleme mit der CDDL-Lizenz und liefert seine Distribution mit einer älteren Version der Cdrtools aus. Ob die Fedora-Entwickler auf die Debian-Linie einschwenken, ist noch nicht bekannt.

Nachdem er bereits die Startgeschwindigkeit populärer Arbeitsoberflächen wie KDE, GNOME und Xfce verglichen hat, nahm KDE-Entwickler Lubos Lunak jetzt den Speicherverbrauch von Arbeitsoberflächen unter die Lupe. Dazu ließ er wieder KDE, Gnome, Xfce und Windowmaker mit und ohne Applikationen antreten. Erwartungsgemäß geben sich Windowmaker und Xfce mit sechs bis dreizehn MByte Speicherbedarf relativ bescheiden, während Gnome mit 43,5 MByte kleine Rechner oft überfordert. Trotzdem liegt im Gesamtergebnis KDE mit einem Verbrauch von 143 MByte inklusive aller wichtigen Drittapplikationen deutlich vor Xfce, das mit Zusatzanwendungen über 200 MByte belegt. Selbst Gnome zeigt sich mit 170 MByte deutlich sparsamer. Der komplette Vergleich steht unter http://ktown.kde.org/~seli/memory/ zur Einsicht bereit.

Um Linux Kernel-Entwicklern und Systemtestern die Arbeit zu erleichtern veröffentlichte Intel jetzt das Linux-ready Firmware Developer Kit. Damit kann der Entwickler das Mainboard-BIOS auf seine Linux-Verträglichkeit testen. Das Kit besteht im wesentlichen aus einer bootbaren Live-CD, die sofort nach dem Bootvorgang Intels Testsoftware startet. Mit Hilfe der grafisch aufbereiteten Ergebnisse sollen die Entwickler in der Lage sein, ihre Firmware besser auf Linux abzustimmen. Das 15 MByte große Kit steht unter http://www.linuxfirmwarekit.org/ zum freien Download bereit.

Der Warenhauskonzern Karstadt (http://www.karstadt.de) setzt bei seinen Kassen und den geplanten Selfservice-Terminals auf Linux. Novell (http://www.novell.com) liefert die Software für die Front- und Backends, die Hardware stammt von IBM. Als System für die Kassen kommt Novells Linux Point of Sales Service zum Einsatz, die Server nutzen Suse Linux Enterprise Server. Karstadt verspricht sich vom neuen System neben Kosteneinsparungen auch eine größere Herstellerunabhängigkeit und Kompatibilität.

Die Stadt München stellt seit Ende September die Arbeitsplätze der Verwaltung auf den linuxbasierten Arbeitsplatz LiMux (http://www.muenchen.de/limux) um. Nach einer längeren Testphase in ausgesuchten Abteilungen installieren Techniker Version 1.0 des Limux-Basisclients nun nach und nach in der gesamten Stadtverwaltung. Limux basiert auf Debian 3.1, nutzt KDE 3.5 als Desktop und setzt für die Büroarbeit auf OpenOffice 2. München verspricht sich durch den Einsatz von Linux Kosteneinsparungen und eine größere Unabhängigkeit von Softwareherstellern.

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