Home / LinuxUser / 2006 / 11 / Kommunikationsserver Open SBS 2.0.7

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

War doch klar...
(243 Punkte bei 15 Stimmen)
Re: War doch klar...
(179 Punkte bei 5 Stimmen)
Re: Skype für 64-Bit-Prozessor u. Suse 12.1
(161 Punkte bei 4 Stimmen)
Kubuntu verliert Finanzierung
(130 Punkte bei 4 Stimmen)
Offen fürs Geschäft
(80 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Shopping
Topsuche
 
Yatego Deutschlands größte Shoppingmall. 10000 Shops,
3.5 Mio Artikel. Alle Bestseller, Servertechnik und Technik Themenwelten.

Notebooks und Netzwerkhardware bei Mercateo günstig kaufen.
Internet Telefonie mit VoIP Telefonen von Gigaset
Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.
Günstige Digitalkameras finden Sie im Preisvergleich.

Alles unter einem Dach

Kommunikationsserver Open SBS 2.0.7

01.11.2006 Dem Reigen der linuxbasierten Kommunikationsserver hat sich mit Open SBS ein neuer Kandidat hinzugesellt. Neben den üblichen Features wie Mail- und Fileserver glänzt er auch mit Open-Xchange.

War ein Kommunikationsserver auf Linux-Basis in der Vergangenheit vielen Benutzern zu kompliziert und schied damit als potentieller Kandidat aus, wandelt sich das Bild in letzter Zeit immer mehr. Diverse Anbieter bringen freie und kommerzielle Produkte auf den Markt, die den Installations- und Administrationsaufwand auf ein Minimum beschränken, und damit auch dem ungeübten Benutzer die Möglichkeit eröffnen, die Vorzüge von Linux zu nutzen, ohne zuvor einen Stapel an Lektüre gewälzt zu haben, um das System einzurichten.

Der auf Debian basierte Open SBS-Server v. 2.0.7 [1] bietet in dieser Hinsicht ein Rundum-Glücklich-Paket an. Neben der grafischen Benuzterführung integriert er alle Features, die Privatanwender und kleine Unternehmen von einem Kommunikationsserver erwarten. Dazu zählen:

  • Mailserver mit Spam- und Virenfilter
  • Groupware Open-Xchange
  • Proxy mit diversen Filterfunktionen
  • Webfilter
  • Printserver
  • Fileserver (SMP, FTP, WebDAV)
  • VPN (PPTP)
  • Webserver mit MySQL/PHP- und CGI(Perl)-Unterstützung

Als Kernel kommt die Version 2.6.16.28 zum Einsatz. Der Clou des Severs sind jedoch nicht seine Einzelkomponenten, sondern deren beinahe nahtloses Ineinandergreifen. So reicht es aus, einem Benutzer die entsprechenden Rechte zu erteilen, um mit vielen Diensten und Services zu arbeiten.

Da es sich bei Open um SBS ein kommerzielles Projekt handelt, beschränkt sich die auf der Heft-CD enthaltene Version auf das Verwalten von fünf Benutzern. Updates stellt die Firma nur angemeldeten und damit zahlenden Kunden zur Verfügung. Die kommerzielle Variante [2] zum Preis von etwa 350 Euro brutto enthält neben einem 12-monatigen Viren- und Systemupdate einen Installationssupport.

Im Gegensatz zu anderen Systemen dieser Gattung benötigt der Open-SBS-Server einen durchaus flotten Rechner. Der Hersteller nennt als Mindestvoraussetzung:

  • Eine CPU mit mindestens 400 MHz.
  • 512 MByte RAM-Speicher
  • 20 Gigabyte Festplatte
  • CD-ROM-Laufwerk
  • 10/100/1000-MBit Netzwerkkarte

Um zügig mit den webbasierten Komponenten zu arbeiten, empfiehlt sich jedoch ein Prozessor mit mindesten 1.5 GHz Taktfrequenz.

Installation

In der Tat dauert die Installation von Open SBS wie auf der Webseite des Herstellers [1] beschrieben nicht einmal zehn Minuten. Nach dem Booten der Installations-CD erscheint der Login-Screen, in dem Sie sich als Benutzer ms ohne Passwort anmelden. Der Aufruf installer startet das Setup. Im ersten Fenster tragen Sie die gewünschte IP-Adresse samt Netzwerkmaske und Gateway ein (Abbildung 1).

Abbildung 1: Nur wenn das das Feld "Gateway" leer bleibt, erscheint im nächsten Fenster die Auswahl, in welchem Modus Open SBS arbeiten soll.

Füllen Sie letzteres aus, erscheint im folgenden Fenster der Hinweis None Kein Internet. Diese etwas irreführende Meldung meint, dass der Rechner nicht nicht als Gateway arbeitet. Der Zugang über einen externen Router in das Internet funktioniert aber trotzdem. Bleibt das Feld leer, erscheint ein Auswahlmenü, in dem Sie zwischen Kein Internet, DSL (Server als Gateway) und Router (Server als Gateway) wählen. Im Gateway-Modus benötigen der Rechner jedoch naturgemäß eine zweite Netzwerkkarte. Aus Sicherheitsgründen ist es generell keine allzu gute Idee, einen Kommunikationsserver gleichzeitig als Gateway zu verwenden. Da Open-SBS nur (zahlenden) Kunden Updates anbietet, sollten Sie vom Einsatz als Gateway in jeden Fall absehen, solange Sie die unregistrierte Variante verwenden.

Im letztes Fenster wählen Sie aus, auf welcher Festplatte Sie den Server einrichten. Beachten Sie, dass diese mindestens 10 GByte groß sein muß: Andernfalls verweigert das Setup die Installation ohne eine genauere Begründung. Beachten Sie, dass die Installationsroutine sämtliche Daten auf dem gewählten Datenträger löscht. Um administrative Arbeiten am Rechner zu erledigen, loggen Sie sich nach der Installation via SSH als Benutzer master mit dem Passwort tpso4626250 ein. Da das Login als User root nicht möglich ist, verwenden Sie für Tätigkeiten, die dessen Privilegien erfordern, den Befehl sudo Kommando .

Konfiguration

Nach dem Reboot erreichen Sie die webbasierte Verwaltungsoberfläche des Servers über die URL https://IP-Adresse :444. Als Usernamen und Passwort verwenden Sie jeweils admin. Der Klick auf den ersten Menüpunkt Administration öffnet die Verwaltungseinheit, die sich wiederum in mehrere Unterpunkte gliedert und den zentralen Bestandteil der Oberfläche darstellt.

Über den eher irreführenden Eintrag Geräteverwaltung richten Sie ausschließlich USB-Drucker und Festplatten ein. Ein entsprechender Hinweis auf der Verwaltungsoberfläche fehlt. Über die folgenden Punkte Systemüberwachung, Firewallüberwachung, Mailverkehr-Durchsatz und Webserverstatistik erreichen Sie jeweils statistische Auswertungen zum gewählten Thema. Speziell die grafische Darstellung der benötigten Systemressourcen (Abbildung 2), unterteilt nach verschiedenen Themen wie Prozessor oder Hauptspeicher, informiert Sie umfassend über den aktuellen Zustand Ihres Rechners.

Abbildung 2: Die Systemüberwachung informiert umfassend und detailiert über den aktuellen Zustand des Rechners.

Da ein optischer Hinweis zur Rückkehr ins Hauptmenü fehlt, klicken Sie links in den weißen Rand unter dem Firmenlogo. Das gilt mit Ausnahme von Administration und Geräteverwaltung für alle Seiten, die Sie über das Hauptmenü erreichen.

Der Aufbau des Setups (Menüpunkt Adminstration) erschließt sich erst nach einigem Ausprobieren. Jeder der Einträge stellt eine Obergruppe dar, beim Klick darauf öffnen sich die darin enthaltenen Einträge, die sich wie beispielsweise Setup | Initiales Setup zum Teil wiederum in Unterpunkte gliedern. In dieser Rubrik richten Sie grundlegende Netzwerkeigenschaften des Servers ein.

Andere Punkte wie Setup | Konfiguration öffnen beim Klick darauf einen Kasten, der ein Ordner-Icon und darüber die Verweise Löschen, Edit und Neu enthält. Erst der Klick auf Neu bringt in diesem Fall Klarheit: Es öffnet sich das Fenster zum Erstellen eines neuen Objektes – in diesem Fall ein Backup der Konfiguration – das im Anschluss unter dem Verzeichnis Konfigurationen erscheint (Abbildung 3). Zum Ändern ausgegrauter Einträge genügt in der Regel ein Klick auf den Link Edit.

Abbildung 3: Bis sich die Logik hinter der Verwaltungsoberfläche schließt, gerät das Setup des Servers nicht selten zum Such- und Ratespiel.

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

635 Hits
Wertung: 0 Punkte (2 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zum Autor

Thomas Leichtenstern

Thomas Leichtenstern

CD/DVD-Redakteur


Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

LinuxUser 03/2012

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,50 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 56,10) können Sie im LNM-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Duden Korrektor unter 64-Bit
Duden Korrektor unter 64-Bit
Tim Schürmann, 06.02.2012 10:36, 0 Kommentare

Der Duden Korrektor bietet eine äußerst nützliche Rechtschreib- und Grammatikkorrektur für LibreOffice und bringt in der aktuellen Version 8 e...

Aktuelle Fragen

Ubuntu 11.10 Compiz 3D Cube flackern
Moritz Obenauer, 12.02.2012 12:25, 0 Antworten
Hallo! Ich habe Ubuntu 11.10 mit Unity und den Compiz 3D Cube ein gerichtet. Er funktioniert...
Suse 12.1 Bootvorgang bleibt seit Update stehen
Wimpy *, 12.02.2012 09:22, 1 Antworten
Seit Update auf Kernel 3.1.9-1.4-desktop i686 bleibt der Bootvorgang stehen. Es erscheint der gr...
N24 Stick (Huawei E173) und Ubuntu 11.04
Patrick Obenauer, 11.02.2012 11:54, 1 Antworten
Hallo zusammen! Ich benutze einen alten Laptop, der mit Ubuntu 11.04 flott und problemlos läuft....
Wie kann man beim Einsatz von Compiz die Fenster-Dekoration einstellen?
GoaSkin , 10.02.2012 20:12, 0 Antworten
Hallo, ich nutze Linux Mint mit dem Gnome-Derivat Mate. Da die Distribution Compiz nicht autom...
rndc reload zone - failed bad zone
Ludwig jun. B., 06.02.2012 16:08, 2 Antworten
Schönen guten Tag, ich habe folgendes Problem. Immer wenn ich folgendes Kommando ausführen bek...