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Die dritte Dimension

Gnome 2.16 im Überblick

Kleine Verbesserungen

Zahlreiche kleine Verbesserungen an den verschiedensten Anwendungen erleichtern unter Gnome 2.16 die tägliche Arbeit auf dem Desktop:

  • Metacity hat neben Fehlerbereinigungen und dem verbesserten Composition Manager ein weiteres Features spendiert bekommen. Die bestehende Tastenkombination [Alt]+[Tab] wechselt zwischen einzelnen Anwendungen. Dies ist nicht immer erwünscht, etwa wenn man nur zwischen zwei geöffneten Terminalfenstern wechseln möchte. Durch Drücken von [Alt]+[F6] kann der Benutzer nun zwischen den Fenstern einer Anwendung umschalten.
  • Im Arbeitsflächenumschalter lassen sich Fenster nun von einem virtuellen Desktop zu einem anderen bewegen. Dazu zieht man das gewünschte Symbol in der Fensterliste einfach auf die entsprechende Arbeitsfläche.
  • Der Dateiauswahldialog zeigt das Adresseingabefeld an, das man früher erst durch die Tastenkombination [Strg]+[L] aktivieren musste. Durch einen Knopf in der linken oberen Ecke des Dialogs lässt sich das Feld wieder ausblenden.
  • Das Gnome-Terminal startet nun um etwa 20 Prozent schneller als noch in Gnome 2.14 und ermöglicht jetzt echte Transparenz, sofern der X-Server dieses Feature unterstützt (Abbildung 5).
  • Die Programme Eye of Gnome (Bildbetrachter), Yelp (Hilfebrowser), Fileroller (Archivmanager) und Gedit (Texteditor) erhielten kleinere Verbesserungen. Auch wuchs die Zahl der Gedit-Plugins in den letzten Monaten enorm an. Darunter gibt es Erweiterungen, die den Editor zu einer kleinen Python-IDE mutieren lassen. Das offizielle Gedit-Plugins-Paket umfasst derzeit 12 der kleinen Ergänzungen, auf Gnomes Plugins-Webseite [8] stehen viele weitere zum Download bereit.
  • Der Browser Epiphany stellt nun eine Rechtschreibprüfung bereit und unterringelt in allen Formularfeldern falsch geschriebene Wörter.
  • Totem stellt in der neuesten Version die Audio- und Video-Eigenschaften in der Seitenleiste dar. Außerdem unterstützt der Mediaplayer nun XSPF, über das sich Wiedergabelisten mit anderen Benutzern austauschen lassen. Die Browserintegration wurde weiter vorangetrieben und funktioniert nun vor allem mit proprietären Codecs besser als vorher.
  • Der in der letzten Version eingeführte neue Bildschirmschoner kann das ausgewählte Motiv nun im Vollbildmodus anzeigen. Wie auch andere Anwendungen kommuniziert der Bildschirmschoner mit anderen Programmen via D-Bus. So informiert er Screensaver unter anderem andere Anwendungen davon, dass die Arbeitsstation gesperrt ist.

Abbildung 5: Das Gnome-Terminal startet nun schneller und bietet echte Transparenz.

Neues beim Dateimanager

Die Defizite bei der Startgeschwindigkeit von Nautilus, die vor einem halben Jahr ans Tageslicht kamen, räumt die neue Version gründlich aus. Zudem haben die Entwickler den Dialog für Zugriffsrechte gründlich überarbeitet – auf den Mailinglisten ein über Wochen hinweg heiß diskutiertes Thema. Bisher war es nur sehr umständlich möglich, die Zugriffsrechte für Dateien und Verzeichnisse rekursiv zu ändern. Schlimmstenfalls musste man selbst der Verzeichnisstruktur folgen und auf jeder Ebene die Rechte ändern.

Der neue Dialog macht damit Schluss und bietet in übersichtlicher Art alle notwendigen Optionen an (Abbildung 6). Dabei hat man auf die kryptischen Unix-Bezeichnungen verzichtet und bietet stattdessen verständliche Begriffe an, wie Dateien erstellen und löschen. Mit dem Schalter Zugriffsrechte auf enthaltene Dateien übertragen wird die Auswahl rekursiv auf die Unterverzeichnisse übertragen. Der Dialog zeigt zudem den SELinux-Kontext sowie die letzte Änderung an und unterstützt auch Access Control Lists.

Abbildung 6: Der neue Dialog zur Verwaltung der Zugriffsrechte.

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Infos zum Autor

Christian Meyer

Linux-Nutzer seit 1996, aktiv bei Gnome zwischen 2000 und 2006.


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LinuxUser 07/13

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