Klein, leicht schnell

Mit der schlanken Distribution Deli Linux (http://www.delilinux.de) erwecken Sie alte Hardware, wie sie häufig noch in Schulen und anderen Institutionen herumsteht, wieder zum Leben. Als Mindestanforderung nennt der Autor einen Rechner mit 486er-Prozessor und 16 MByte RAM. Vollständig installiert belegt das System 350 MByte auf der Festplatte.

Die früheren Versionen von Deli basierten auf Slackware, mittlerweile hat sich das System aber von diesen Wurzeln gelöst: Es verwendet zwar noch einige Tools von Slackware, die Paketverwaltungstools stammen aber aus Crux. Das textbasierte Installationsprogramm führt durch Einrichtung und Setup der Distribution.

Der Kernel werkelt in Version 2.4.33.3, statt der Glibc verwendet Deli die Platz sparende uClibc 0.9.28. X.org 7.1 liegt in einer stark abgespeckten Version bei. Zusätzlich fand der TinyX-Server Platz im System. Auf Programme wie OpenOffice oder grafische Oberflächen wie Gnome oder KDE verzichtet Deli. Als Desktop dienen wahlweise Fluxbox oder Icewm. Die Textverarbeitung übernehmen Ted und Pathetic Writer, Tabellen erstellen Sie mit Siag. Links und Dillo stehen als Browser bereit, Sylpheed als grafisches E-Mail-Programm.

Um auf älterer Hardware zufriedenstellende Performance zu erzielen, integrierte der Maintainer teilweise ältere Versionen der genannten Programme. Hier macht Deli tatsächlich eine gute Figur: Sogar ein mit nur 200 MHz getakteter Pentium erlaubt noch flüssiges Arbeiten.

Deli Linux läuft auch noch auf ganz alten Schätzchen, ohne dass sich Einbußen bei der Performance zeigen.

Mandriva im Unternehmen

Der französische Distributor Mandriva (http://www.mandriva.com) hat mit dem Mandriva Corporate Server 4.0 ein Produkt für den Unternehmenseinsatz vorgestellt. Der Hersteller verspricht eine Installation des Systems innerhalb von zehn Minuten. Der Corporate Server ist für x86- und x86-64-Systeme verfügbar und basiert auf Kernel 2.6.12. Die Firma hat drei Virtualisierungslösungen integriert: Xen, OpenVZ und VMware.

Zur Benutzerverwaltung steht OpenLDAP bereit, die Netzwerkauthentifizierung findet via Kerberos 5 statt. Als Datenbankserver dienen MySQL 5.0 und PostgreSQL 8.1, als Webserver Apache in Version 2.2. Als Proxy versieht Squid seinen Dienst. NFS 3 und 4 werden ebenso unterstützt wie Samba und CUPS. E-Mail beackern Postfix, Sendmail, Cyrus und Courier.

Der Support durch Mandriva umfasst neben Sicherheitsupdates auch neue Versionen der enthaltenen Programme, für die es dann ebenfalls Unterstützung gibt. Der Mandriva Corporate Server 4.0 kostet einschließlich drei Jahre Support durch den Hersteller 330 Euro. Eine Testversion, die 30 Tage lauffähig ist, steht auf der Homepage von Mandriva zum Download bereit.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • Knackig klein
    Wer eine schlanke Distribution mit sorgfältiger Programmauswahl sucht, der liegt bei Zenwalk genau richtig.
  • Kanotix - Das bessere Knoppix?
    Seit einiger Zeit macht Kanotix als das bessere Knoppix von sich reden. Es soll mehr Hardware besser erkennen und die Festplatteninstallation soll noch einfacher sein. Welche Features Kanotix tatsächlich bietet und wo es Knoppix überbietet zeigt dieser Artikel.
  • Kanotix Excalibur 2010 LinuxUser Edition
    Debian steht bekanntlich nicht im Ruf, die modernste Software mitzubringen. An dieser Stelle sorgt Kanotix für Abhilfe.
  • Zenwalk 6.2 erschienen
    Die neue Version der auf Slackware basierende Distribution Zenwalk bringt zahlreiche Pakete auf den aktuellen Stand und wartet mit mehreren kleineren Änderungen unter der Haube auf.
  • Kanos Mix
    Kanotix kombiniert den Debian-Stable-Zweig mit einem angepassten und stets aktuellen Ubuntu-Kernel und zusätzlichen Patches. Das macht die Distro stabil und trotzdem aktuell.
Kommentare

Infos zur Publikation

LU 06/2017: System im Griff

Digitale Ausgabe: Preis € 5,95
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Aktuelle Fragen

Anfänger Frage
Klaus Müller, 24.05.2017 14:25, 2 Antworten
Hallo erstmal. Habe von linux nicht so viel erfahrung müsste aber mal ne doofe frage stellen. A...
Knoppix-Live-CD (8.0 LU-Edition) im Uefiboot?
Thomas Weiss, 26.04.2017 20:38, 3 Antworten
Hallo, Da mein Rechner unter Windows 8.1/64Bit ein Soundproblem hat und ich abklären wollte, o...
Grub2 reparieren
Brain Stuff, 26.04.2017 02:04, 5 Antworten
Ein Windows Update hat mir Grub zerschossen ... der Computer startet nicht mehr mit Grub, sondern...
Linux open suse 2,8
Wolfgang Gerhard Zeidler, 18.04.2017 09:17, 2 Antworten
Hallo.bitte um Hilfe bei. Code fuer den Rescue-login open suse2.8 Mfg Yvo
grep und sed , gleicher Regulärer Ausdruck , sed mit falschem Ergebnis.
Josef Federl, 15.04.2017 00:23, 1 Antworten
Daten: dlfkjgkldgjldfgl55.55klsdjfl jfjfjfj8.22fdgddfg {"id":"1","name":"Phase L1","unit":"A",...