Der kleine Unterschied
Diffutils
Aller guten Dinge sind…
Die Diffutils bringen weiterhin ein Programm mit, das drei Dateien miteinander vergleicht: Diff3 heißt das Tool, und Sie rufen es zusammen mit den drei Textdateien auf (Listing 2).
Die Ausgabe unterscheidet sich vom normalen Diff-Output: In einzelnen Abschnitten, die jeweils von drei Gleichheitszeichen eingeleitet werden, präsentiert Diff3, welche der drei Dateien wo abweicht. Dabei sehen Sie entweder nur die Gleichheitszeichen, wenn sich alle drei Dateien voneinander unterscheiden, oder die Ziffern 1, 2 oder 3 – je nachdem welche der drei Dateien aus dem Rahmen fällt. Wie bei der Diff-Ausgabe, sehen Sie weiterhin Zeilennummern oder -bereiche und Angaben, ob etwas anzuhängen (a) oder zu verändern (c) ist.
Listing 2
$ diff3 datei1 datei2 datei3
====2
1:6c
3:6c
_________________________________________________________________
2:6c
Elke Jurek
[…]
====
1:14,16c
Heike Jurzik
2:10,14c
Das Programm Screen erlaubt es, mehrere virtuelle Konsolen in nur
[…]
3:14,16c
Heike Jurzig
[…]
====3
1:257a
2:255a
3:255,256c
Der gemeinsame Nenner
Diff3 kann noch mehr – angenommen, zwei Benutzer haben dieselbe Textdatei bearbeitet, können Sie Diff3 dazu verwenden, die Dateien automatisch zusammenzuführen. Dabei geben Sie im Diff3-Aufruf die Originaldatei als zweites, die beiden veränderten Dateien als erstes und drittes Argument an:
diff3 -m datei1 original datei2 ↩ > ausgabe
Der Parameter -m steht für "merge" (zusammenführen), und das Ergebnis leiten Sie über den >-Operator in die Datei ausgabe um. Kommt es bei der Aktion zu unlösbaren Konflikten, sehen Sie die Problemzonen in der Ausgabedatei:
<<<<<<< datei1 ||||||| original
In dem Fall greifen Sie zum Editor und passen die entsprechenden Dateien von Hand an.



