Das Projekt Kbfx [1] begann, als Siraj Razick beschloss, um eine Alternative zum K-Menü zu programmieren. Das alte Design erinnerte ihn zu sehr an das Startmenü von Windows 95. Damals wie heute verfolgt das K-Menü einen hierarchischen Ansatz zum Organisieren der Programme. Razick organisierte die Einträge neu, sodass man sich nicht mehr durch mehrere Menüebenen hangeln muss, um einen Programmeintrag zu erreichen. Der Autor nennt diese Art Menü "flat indexed menu".
Auch das KDE-Team bei Novell/Suse arbeitet derzeit an einer Alternative zum traditionellen K-Menü. In einem Beitrag auf der Website Linux-community.de [2] finden sich Details zur überarbeiteten Version mit dem Projektnamen Kickoff (Abbildung 1). Die Entwickler verfolgen einen Ansatz, bei dem Anwender die Menüpunkte über Tabs ansteuert.
Kbfx leistet aber mehr, als nur die Menüpunkte neu zu organisieren: Es eröffnet dem Benutzer die Möglichkeit, durch eigene Hintergrundbilder und Grafiken den Startknopf nach eigenem Geschmack zu gestalten.
Installation
Aktuell liegt Kbfx in der Version 0.4.9.2RC1 vor, die Sie mit Hilfe eines Skriptes übersetzen. Dazu entpacken Sie die Datei kbfx-0.4.9.2rc1.tar.gz von der Heft-CD und rufen im Quelltextverzeichnis das Skript build.sh auf. Es übernimmt das Erstellen der Makefiles und das Übersetzen des Quellcodes. Ein su -c "make install" befördert nach Eingabe des Root-Passworts Programm, Hilfedateien und Grafiken an die richtige Stelle im Verzeichnisbaum.
Für die Benutzer von Kubuntu, Fedora Core, OpenSuse, Slackware, Debian und Gentoo bieten die Entwickler von Kbfx fix und fertig geschnürte Pakete an, die Sie mit der jeweiligen Paketverwaltung installieren. Diese Kbfx-Binaries finden Sie im Internet [3] sowie auf der Heft-CD.
Um den Startknopf von Kbfx in der Kontrollleiste einzurichten, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen freien Bereich der Leiste und wählen Zur Kontrollleiste hinzufügen | Miniprogramm | KBFX Spinx aus dem daraufhin erscheinenden Kontextmenü. Nun erscheint ein mit Start beschrifteter Button in der Kontrollleiste. Ein Klick darauf öffnet das Programmmenü (Abbildung 2).
Der Unterschied zum üblichen KDE-Menü fällt sofort ins Auge: Auf der linken Seite erscheint eine Schalterleiste mit verschiedenen Programmkategorien. Kbfx übernimmt dabei die erste Ebene des K-Menüs. Rechterhand zeigt es die zuletzt benutzten Programme aus der angewählten Kategorie. Allerdings merkt sich die Software diese Einträge nur für die Dauer einer Sitzung: Melden Sie sich ab, so leert Kbfx die Listen.
Ein Klick auf die Kategorie öffnet auf der rechten Seite eine weitere Liste, in der die Programme nach Gruppen sortiert erscheinen. Mit dem Mausrad oder durch Klicken auf die Pfeile oben rechts im Menü blättern Sie durch die Liste. Kbfx merkt sich die Auswahl der Gruppe und steuert diese beim nächsten Öffnen des Menüs wieder an.
Den unteren Teil des Menüs belegt ein Textfeld mit Beschlag, über das Sie bei Bedarf Programme suchen. Dabei klappt noch während des Tippens eine Liste mit möglichen Ergebnissen aus. Daraus wählen Sie einfach das gewünschte Programm (Abbildung 3). Zwei Schalter zum Abmelden und Sperren des Bildschirms runden die Funktionen ab.
Kbfx angepasst
Gefällt Ihnen die neue Art des Bedienens nicht mehr, schalten Sie Kbfx problemlos auf das vom K-Menü gewohnte Aussehen um. Im Konfigurationsdialog von Kbfx, den Sie aus dem Menü heraus durch Klicken auf Change the Settings erreichen (Abbildung 4), wählen Sie im Bereich Menu Style das gewünschte Aussehen.



