Software-News

01.10.2006

Kurz notiert

Mit Version 0.9.18 des Win32-API-Nachbaus Wine sind verbesserter Direct3D-Unterstützung und optimierter Speicherverwaltung jetzt sogar Top-Spiele wie World of WarCraft und HalfLife 2 spielbar. Wie verschiedenen Blogs zu entnehmen ist, gelang es einigen Spielern sogar nach einigen Modifikationen Oblivion zu installieren und zu spielen, jedoch ohne aktivierte erweiterte Funktionen. Die soeben veröffentliche Version 0.9.19 korrigiert darüber hinaus eine Reihe von Fehlern die bei MSI-Paketen auftraten und bietet eine bessere FreeBSD-Unterstützung.

Wie der Echtzeit-Linux Hersteller Windriver jetzt mitteilte, hat sich der Flugzeughersteller Boeing für den Einsatz des von ihnen entwickelten Carrier Grade Linux entschieden. Zum Einsatz kommt das Linux-System im Militärflugzeug P-8A, einer modifizierten 737, die die US Navy unter anderem zum Lokalisieren von U-Booten einsetzen will. Welche Aufgaben Linux in den ab 2013 produzierten Flugzeug übernimmt, geben die Militärs nicht preis. Navigation und Flugkontrolle schloss der zuständige Windriver-Manager jedoch aus.

Der im Mai gegründete Verein Linux Business Campus Nürnberg (http://www.lbcn.de) weihte Anfang August ein Innovationszentrum für junge Unternehmen ein. Das Innovationszentrum unterstützt junge Firmen, die sich in Open-Source-Markt etablieren möchten, mit günstigen Büroräumen und leistungsfähiger technischer Infrastruktur. Ein sogenannter Campus-Coach steht kostenlos beratend zur Seite und ermöglicht so Kontakte in die Wirtschaft oder hilft beim Vermarkten der Produkte oder dem Planen von Geschäftsmodellen.

Sicherheitslücken schnell gestopft

Eine Studie von Search Security (http://searchsecurity.techtarget.com) nahm jetzt das Patch-Verhalten der verschiedenen Linux-Distributionen unter die Lupe. Anhand von 30 repräsentativen Sicherheitslücken analysierte das Security-Portal die Reaktionsgeschwindigkeit der Distributionen, ohne allerdings auf die Qualität des jeweiligen Patchs einzugehen.

Das Ergebnis der Studie zeigte, dass Ubuntu und Fedora Core am schnellsten auf Sicherheitslücken reagieren. Debian, Red Hat und Mandriva teilen sich das Mittelfeld, SuSE und Slackware brauchen am längsten, um den Anwender mit Updates zu versorgen. Als Grund für die langsameren Patch-Zyklen bei den kommerziellen Distributionen vermutet Search Security eine intensivere Testphase vor dem Veröffentlichen des Patches.

Stabiler Kernel 2.6

Da es in der Vergangenheit wiederholt zu heftigen Diskussionen um Stabilität und Sicherheitslücken in der 2.6-Kernel Reihe kam, wollen die Kernel-Entwickler jetzt mit der 2.6.16.x-Reihe eine stabile Version innerhalb des 2.6-Trees bereitstellen. Adrian Bunk übernimmt die Pflege und hofft damit Anwender, die noch auf ein 2.4.x-Kernel setzen, zum Wechsel zu bewegen.

Noch ist allerdings nicht klar, ob die künftigen Updates nur Hotfixes zur Fehlerkorrektur oder auch Backports mit neuen Funktionen umfassen. In jeden Fall hofft Bunk auf Unterstützung durch die Testlabors der verschiedenen Distributionen, die von seinem Vorhaben profitieren dürften.

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