Die Datastation Maxi z.ul (Abbildung 1) kombiniert eine USB-Festplatte mit den Fähigkeiten einer Netzwerkfestplatte. Dazu verfügt das externe Laufwerk sowohl über einen USB- als auch eine 100-Mbit-Netzwerkanschluss. Trekstor benutzt für das Ethernet einen NDAS-Chip von Ximeta. Dieser erlaubt es, die Festplatte via Netzwerk direkt auf einem beliebigen Linux-PC einzuhängen und mit Geschwindigkeiten von 11,5 MByte/s auf die Netzwerkfestplatte zu schreiben. Der maximale Datendurchsatz eines 100-MBit-Netzwerks beträgt 12 MByte/s. Traditionelle Netzwerkplatten, die den Speicher zum Beispiel per Samba-Share bereit stellen, erreichen höchstens einen Durchsatz von 2 MByte/s.
Proprietärer Treiber
Als gewöhnliche USB-Disk sprechen Sie die Trekstor-Platte per USB-Mass-Storage unter jeder Linux-Distribution problemlos an. Mit Transferraten von 25 MByte/s (lesen, Ext3) und 16 MByte/s (schreiben, Ext3) liegt sie im Mittelfeld der USB-2.0-Platten [2]. Als einfache USB-Disk kommt die Datastation allerdings zu teuer (siehe Tabelle "Datastation Maxi z.ul"). Die Preise für entsprechende USB-Geräte von Trekstor und anderen Herstellern liegen bereits im zweistelligen Euro-Bereich.
Den kleinen Unterschied macht der Ximeta-Chip aus: Er ermöglicht es, aus dem Netzwerk ohne Konfiguration einer IP-Adresse direkt auf die Festplatte zuzugreifen. Da diese Technik sämtliche Transportschichten des TCP/IP-Netzwerks umgeht, arbeitet die Datastation in diesem Modus deutlich schneller als gewöhnliche NAS-Harddisks [3]. Die Lösung birgt aber einen Nachteil: Sie benötigt proprietäre Treiber.
Datastation Maxi z.ul
| Hersteller | Trekstor |
| Typ | Datastation Maxi z.ul |
| Kapazität | 250 GByte |
| Schnittstellen | USB 2.0, Ethernet (100 Mbit) |
| Preis (ca.) | 175 EUR |
Infos im Wiki
Da sich die Linux-Treiber für Festplatten mit Ximeta-Technologie noch im Beta-Stadium befinden, fehlen diese auf der beiliegenden Treiber-CD. Im Handbuch finden Sie jedoch den Link auf die Downloadseite [4]. Hier wählen Sie als Betriebssystem den Punkt Linux aus und im folgenden Dialog die benutzte Distribution. Bei Auswahl von Anything Else landen Sie im Ximeta-Wiki, das sehr viele interessante Informationen bereithält.
Achten Sie beim Download des Treibers genau auf die Kernel-Version und die Architektur. Für einige Distributionen, darunter Fedora Core und Ubuntu bietet Ximeta täglich aktualisierte Pakete zum Download an. Diese Nightly Builds finden Sie auch auf der Website [5]. Im Test kam der Build 98 des Pakets ndas-kernel auf Ubuntu Dapper mit Kernel 2.6.15-26-686 und auf Fedora Core 5 mit Kernel 2.6.17_1.2157 zum Einsatz.
Die Kernel-Pakete mit der Endung .bin entpacken Sie auf der Kommandozeile mit dem Befehl
sh Paketname.bin
Dabei zeigt das Skript die Lizenzbedingungen an, denen Sie zustimmen müssen. Neben dem Kernelpaket, das die drei Module ndas_core, ndas_sal und ndas_block mitbringt, benötigen Sie zusätzlich das Archiv ndas-admin. Es enthält die Kommandozeilentools und Init-Skripte für Netzwerkfestplatten. Sie finden es im Verzeichnis linux der Nightly Builds als RPM-Paket. Um daraus ein Debian-Paket zu erstellen, geben Sie auf der Kommandozeile folgenden Befehl ein:
alien -c -k Paketname.rpm
Möchten Sie die Kernelmodule selber kompilieren, benötigen Sie dazu die Sourcen des benutzen Linux-Kernels, sowie die grundlegenden Entwicklertools. Unter Ubuntu installieren Sie dazu build-essential und das Paket linux-kernel-headers-Versionsnummer
. Danach setzen Sie einen Link von /usr/src/linux-headers-Versionsnummer
auf /usr/src/linux und rufen im Verzeichnis ndas-1.0.3-Versionsnummer
den Befehl make auf. Ein anschließendes sudo make install schließt die Installation ab.



