Apfel, die nächste
Linux auf dem Macbook Pro
Fazit
Die Tatsache, dass die Powermanagement-Funktionen momentan noch nicht für den Alltag reif genug sind, überdeckt den durchaus guten Gesamteindruck. Sämtliche zentralen Hardware-Komponenten des Macbook Pro – Wireless-LAN und Bluetooth inbegriffen – tun schließlich wie erwartet ihren Dienst. Zwar ist bei mancher Komponente ein kleines bisschen Handarbeit angesagt, im Vergleich zum Powerbook verläuft die Konfiguration des Systems aber wesentlich angenehmer. Dass wichtige Komponenten ausnahmslos auch unter Linux funktionieren, kann ohnehin nicht jedes Notebook von sich behaupten. Die Installation geht ohne Schwierigkeiten und stringent vonstatten – man merkt man gar nicht, dass es sich nicht um einen "normalen" Intel-PC handelte.
Viel getan – viel zu tun, so muss für die Entwickler insofern das Motto lauten. Die "Mactel"-Entwicklung läuft ohnehin momentan auf Hochtouren und praktisch jede neue Kernelversion bringt einige Veränderungen mit, die sich auf Intel-Macs beziehen. Geht die Entwicklung weiter so rapide vonstatten, dürfte bereits OpenSuse 10.2 das Macbook Pro in so gut wie allen Belangen vorbildlich unterstützen.
Wenn Sie übrigens irgendwann statt Linux wieder Mac OS benutzen möchten, drücken Sie nach dem Systemstart einfach die Optionstaste so lange, bis das BootCamp-Auswahlmenü erscheint: Dort wählen Sie, ob Ihr Mac Mac OS oder Linux starten soll. So haben Sie stets die Wahl.
Glossar
GPT
GUID (Globally Unique Identifier) Partition Table. Alternative zum klassischen Master Boot Record (MBR). Auf GPT-Datenträgern lagern sämtliche Daten in (bis zu 128) Partitionen, auch die für den Betrieb der Plattform zwingend notwendigen (bei MBR in unpartitionierten oder versteckten Sektoren). GPT-Datenträger besitzen zudem redundante Primär- und Sicherungspartitionstabellen, um die Datenintegrität zu erhöhen.
Infos
[1] Die Apple-Download-Seite: http://www.apple.com/support/downloads
[2] Herunterladen von Suse 10.1: http://de.opensuse.org/Stabile_Version
[3] MadWifi für Suse 10.1: http://madwifi.org/suse/10.1-i386
[4] Der Linux-UVC-Treiber: http://linux-uvc.berlios.de



