KDE 4 für Entwickler

Unter dem ironischen Codenamen "Krash" hat das KDE-Team eine Vorversion von KDE 4 herausgegeben. Dieses Release richtet sich an Applikationsentwickler, die sich einen Eindruck von der neuen API verschaffen wollen. Krash enthält bereits viele wichtige Technologien wie die Multimedia-API Phonon, die Arts ablösen soll. Auch erste Vorboten der Hardware-Library Solid sind bereits in die Bibliotheken eingeflossen.

Zudem verwendet KDE in dieser Version nun durchgehend D-Bus von Freedesktop.org für die Kommunikation zwischen Prozessen – in KDE 3 kam es lediglich zur Kommunikation mit dem Hardware Abstraction Layer (HAL) zum Einsatz. Aus diesem Grund benötigt die aktuelle Version eine Vorabversion von Qt 4.2, die bereits ein D-Bus-Modul mitbringt. D-Bus ersetzt somit die KDE-eigene DCOP-Technologie vollständig zugunsten des auch von Gnome unterstützten D-Bus.

Zum Übersetzen der Bibliotheken und Programmen verwendet die Entwicklerversion bereits cmake, ein Ersatz für die Auto-Tools. Die aktuelle Version von CMake wartet mit farbiger Ausgabe und Fortschrittsanzeige beim Kompilieren auf.

Endanwender haben indes nichts von dem Release, das nur aus den Basismodulen kdelibs, kdepimlibs und kdebase besteht. Da es weder die neue Desktop-Technologie Plasma noch das Icon-Thema Oxygen mitbringt, sieht es aus wie ein aktuelles KDE 3.5, ist jedoch ungleich instabiler.

Das KDE-Team erhofft sich von der Vorversion wichtiges Feedback von Entwicklern. Bislang liegt kein konkrete Datum für die finale Version von KDE 4 vor, mit einer weiteren Vorversion in diesem Jahr ist jedoch zu rechnen.

Erste Alpha-Version für KOffice 1.6

Die Entwickler des KDE-basierten Office-Paketes KOffice haben eine erste Alphaversion von KOffice 1.6 freigegeben. Seit Version 1.5 haben vor allem die Grafikanwendung Krita und das Datenbankfrontend Kexi neue Fähigkeiten hinzugewonnen.

Der Tabellen-Designer in Kexi besitzt nun ein Undo-Framework und auch den Umgang mit selbstentworfenen Dialogen im Formulareditor haben die Entwickler überarbeitet. Krita kann nun bitmapbasierte PDFs im- und exportieren und PNGs schneller laden. Die neue Version kennt außerdem eine Reihe von neuen Effekten, Filtern und Werkzeugen. So beherrscht sie nun auch Bezierkurven. Der integrierte Formeleditor untersützt OpenDocument und zieht so mit den anderen Anwendungen der Office-Suite gleich.

Zudem behoben die Entwickler auch eine Reihe von Problemen, die seit der letzten KOffice-Version auftraten. KOffice 1.6 ist der letzte große Versionssprung vor KOffice 2.0, das auf KDE 4 basieren soll.

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