Amarok 1.4.2: Freundschaft mit iTunes

Die Entwickler des KDE-Media-Players Amarok haben die neue Version 1.4.2 fertig gestellt. Obwohl lediglich als Wartungsversion bezeichnet, erhalten Benutzer mit Amarok 1.4.2 jede Menge neuer Features: Es beherrscht jetzt die iTunes-Protokolle ITPC und PCast für Podcasts, und unterstützt als einer der ersten Linux-Player Microsofts MTP-Protokoll für die Anbindung von MP3-Playern, die bislang die Zusammenarbeit mit Linux-basierten Programmen verweigerten.

Ein besonderes Highlight stellen die genannten Dynamic Collections dar, die ein bislang ärgerliches Problem lösen: Amarok nimmt momentan an, dass die Pfade zu Musikdateien sich nie ändern und die Dateien immer verfügbar bleiben. Es speichert die Pfade einfach statisch in seiner Datenbank. Das bereitet Probleme bei der Anbindung von MP3-Playern, NFS- oder Samba-Shares. Hat ein User inkrementelles Suchen aktiviert, vergisst Amarok die Pfade zu den Dateien, wenn die Pfade nicht mehr erreichen lassen. Mit Dynamic Collections speichert Amarok nicht mehr einen kompletten Pfad, sondern identifiziert – etwa mithilfe von HAL oder des Hashes einer Audio-CD – das Gerät und bindet die Datei dann relativ dazu ein.

Neben den schon genannten Neuerungen beherrscht Amarok jetzt auch das DAAP-Protokoll, mit dem iTunes-Benutzer ihre Dateien im Netzwerk verteilen. Auch der Support von Last.fm-Stationen wurde verbessert. Die Changelog-Datei listet weitere 13 neue Funktionen und 21 Änderungen an den vorhandenen Features auf. Dazu kommen noch über 30 Bugfixes. Wessen Amarok sich also bislang fehlerhaft verhielt, hat gute Chancen, mit Version 1.4.2 den Fehler nicht mehr zu erleben.

Im Wiki des Projekts unter http://amarok.kde.org/wiki/Download findet sich eine Downloadseite mit Links zu Paketen für Arch-Linux, Debian, Fedora, Kubuntu, Mandriva und OpenSuse. Einziger Wermutstropfen: Die meisten Distributionen liefern das Paket aufgrund von Abhängigkeitsproblemen bislang ohne Untersützung für MTP-Player aus.

Die neue Amarok-Version erlaubt es, iTunes-Musikkollektionen von anderen Rechnern im Netz aus via DAAP zu durchstöbern und abzuspielen.

KDE 3.5.4

Mit der vierten Ausgaben von KDE 3.5 beseitigten die Entwickler nicht nur über 100 Fehler, sondern fügten auch neue Funktionen hinzu. Um die Wartezeit bis KDE 4 zu überbrücken, gestatten die Release-Manager um begrenzten Umfang auch neue Funktionen innerhalb der 3.5er Serie, sofern diese umfangreich getestet wurden. Davon profitiert in der aktuellen Version vor allem die Medienverwaltung, die nun mit allen entfernbaren Geräten umgehen kann, die der Hardware Abstraction Layer (HAL) unterstützt.

Auch Konquerors HTML-Renderer KHTML haben die Entwickler vorangetrieben. Die auffälligsten Änderungen betreffen die SSL-Verschlüsselung in Konqueror: Wer clientseitige Zertifikate einsetzt – etwa für die Authentifizierung in Unternehmen – kann sich über verbesserte Dialoge freuen. Betreiber kleiner Webseiten profitieren von der Aufnahme des Root-Zertifikats von StartCom. Die Organisation vergibt kostenlose SSL-Zertifikate, die bereits von Apples Safari und Firefox anerkannt werden.

Binärpakete für KDE 3.5.4 stellen die Distributoren zur Verfügung. Wer statt dessen die Oberfläche lieber selber bauen möchte, nutzt dazu am besten das clevere Build-System Konstrukt. Die Downloadquellen nennt die Infoseite unter http://www.kde.org/info/3.5.4.php.

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