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Einfach entflammt

K3b brennt in der kommenden Version 1.0 auch Video-DVDs

Musik

Bei den Musikliebhabern unter den K3b-Anwendern kommt Freude auf, dass das Programm nun das Auswählen der einzelnen Titel einer CD zum Auslesen mit einem Mausklick und nicht mehr über das Kontextmenü funktioniert. Die Entwickler vereinfachten zudem den Dialog zum Einsatz des meistverwendeten Encoders Lame, in dem Reglerfunktionen, wie das Einstellen variabler Bitraten erlauben.

Zum Umwandeln der Audio-CD-Daten stehen, falls als Modul mit einkompiliert, eine Vielzahl von Codecs bereit, welche eine mehr oder weniger gute Konfiguration bereitstellen. In der Praxis beschränkt sich der Haupteinsatz wohl auf die Encoder Lame und Ogg-Vorbis beschränken. Andere Neuerungen sind k3b in diesem Segment nicht wiederfahren. So erlaubt auch die Version 1.0 noch nicht das Auswählen eines Detailausschnitts aus einer WAV-Datei zum Rippen, wie es zum Beispiel von Grip bekannt ist.

Bewegte Bilder

Die eigentliche Neuheit der Applikation offenbart sich jedoch, wenn Sie eine Video-DVD einlegen: Es startet ein in englisch gehaltenes Hinweisfenster zu den drei möglichen Vorgehensweisen, das neue Video-Rippingtool zu verwenden:

  • Einzelne Videotracks der DVD in ein anderes komprimiertes Format (beispielsweise Xvid) bringen. Dabei ignoriert das Tool sämtliche Menüstrukturen. Für diesen Schritt klicken Sie einfach auf Fortsetzen / Continue.
  • Die VOB-Video-Dateien der DVD kopieren, um sie mit einem anderen Programm weiter zu bearbeiten. Folgen Sie entweder dem angebenen Link videodvd:/, oder geben Sie diese Adresse das nächste mal gleich in den Konqueror ein, ohne K3b zu starten. Das enspricht der alten Vorgehensweise über die Adresse system:/media/hdx .
  • Eine Kopie der eingelegten DVD (selbstverständlich zum privaten Sichern) mit allen Menüs und Extras erstellen. Dazu nutzen Sie am besten das DVD-Kopier-Tool, welches ein Klick auf Open DVD Copy Dialog startet.

Abbildung 3: In einen derzeit noch in englisch gehaltenen Dialog verweist das Programm auf die Verarbeitungsmöglicheiten bei einer Video-DVD.

Entscheiden Sie sich dazu, den Haupttrack der DVD als MPEG4- oder Xvid-Datei auf die Festplatte zu bannen, so führt das Programm alle verfügbaren Title in einer Liste auf. Fährt die Maus über das kleine Vorschau-Thumbnail, so blendet sich dieses in augenfreundlicher Größe ein. Eine nette Idee, um Titelanfänge besser voneinander zu unterscheiden und gleichzeitig obsolet, weil die meisten dieser Fenster filmtechnisch bedingt schwarz bleiben.

Abbildung 4: Beim Mouseover zeigt K3b in das Bild vom Kapitelanfang einer Video-DVD in größerer Ansicht.

Wählen Sie den gewünschten Track aus und klicken sie auf Auslesen starten/ Start rip. Im folgendem Auswahlfenster bestimmen Sie, welche Sprache Sie wünschen, welche Audio/Video-Codecs K3b verwendet und in welchen Bitraten Sie das Resultat am Ende haben wollen. Wenn Sie zugunsten der Dateigröße ein Verkleinern wünschen, Ändern Sie unter Video Size die Größe des Ausgabevideos.

Unter File Naming geben Sie den Dateinamen mit informativen Anhängseln, wie der gewählten Sprache, vor. Die Preview1 von K3b hält hierfür bereits Hilfen bereit. Die Einstellungen unter Erweitert sollten Sie so belassen. Sie bestimmen unter anderem, dass der Kodierprozess mit niederiger Priorität läuft. Ansonsten wäre der Computer während der nächsten Stunden nicht mehr anderweitig verwendbar.

Abbildung 5: Voreinstellungen von K3b für das neue Video-Tool sind stets logisch und bedürfen höchstens einem Minimum der Nacharbeit.

Das einfache Kopieren einer DVD bedarf keiner näheren Erläuterung. Es ist selbsterklärend, wie die meisten Funktionen von k3b. Allerdings tastet die Software dabei den Videostrom nicht an. Ein Remastern der DVD9 auf DVD5, um sie anschließend mit DVD-Struktur auf einen 4,7GB-Rohling zu bannen, ist nicht möglich. Ein Double-Layer-Brenner mit entsprechend teuren Double-Layer-Rohlingen ist also unerlässlich, um diese Funktion sinnvoll zu nutzen.

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Infos zum Autor

Mirko Albrecht

Mirko Albrecht schreibt seit Ende 2004 regelmäßig Beiträge für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Wenn er nicht gerade eine neue Distribution ausprobiert, spielt er gern Schach oder fotografiert die Welt.
Seine Rechner werden meist von Xubuntu oder Opensuse bevölkert.


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