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Distribits

Zuwachs in der PCLinuxOS-Familie

PCLinuxOS (http://www.pclinuxos.org) gibt es jetzt in einer neuen Variante: Das Live-System PClinuxOS Junior bringt für jede Aufgabe nur genau ein Programm mit und passt so auf eine CD. Das System richtet sich vor allem an Einsteiger und Umsteiger von Windows, die ein übersichtliches, leicht zu installierendes System an die Hand bekommen sollen.

Als Desktop verwendet PCLinuxOS Junior KDE 3.5.3, als Büropaket KOffice 1.5.2. Konqueror ist als Browser an Bord, für E-Mail zeichnet KMail verantwortlich. Musik spielt Amarok 1.4.1 ab, Videos zeigt Kaffeine. Pixelgrafiken lassen sich mit Gimp 2.2.11 bearbeiten, als Programm zum Brennen von CDs und DVDs dient K3b 0.12.16. Digikam kümmert sich um die Verbindung zu Digitalkameras.

Das System lässt sich mit Hilfe eines grafischen Installers auf der Festplatte einrichten und dann mit Synaptic um Programme aus dem reichhaltigen Fundus von PCLinuxOS ergänzen.

pclinuxos.png

PCLinuxOS ist ein kompaktes, aber dennoch vollständiges System für Einsteiger.

NetBSD im Zwiespalt

Die Entwickler von NetBSD (http://www.netbsd.org) planen die Veröffentlichung der Version 3.1 der Distribution noch für September 2006. NetBSD 3.1 wird die Virtualisierung mittels Xen unterstützen und den GCC 4.0 benutzen. Auch an der Unterstützung weiterer Bluetooth-Geräteklassen wie Mäusen, Tastaturen und Audiogeräten arbeiten die Entwickler.

Derweil sorgte der Projektmitbegründer Charles Hannum mit der Erklärung für Furore, dass das Unix-Derivat keine Zukunft mehr habe. NetBSD sei mittlerweile irrelevant und von anderen BSDs und speziell Linux überholt worden. Die Schuld an der Fehlentwicklung weist Hannum der NetBSD Foundation zu, die durch Führungsfehler die Entwicklung bremse. Nur eine neuen, starken Führung könne das Projekt noch retten.

Kurz notiert

Red Hat hat für sein Red Hat Enterprise Linux 4 (RHEL) (http://www.redhat.com) ein Update bereit gestellt, das die Unterstützung von WLAN verbessert und WPA integriert. Daneben bringt das Update einen neuen Kernel mit, der auch auf Systemen mit AMDs Opteron-Prozessoren der Revisions F und G läuft und Systeme mit mehr als 16 Prozessoren dieses Typs unterstützt. Die Mozilla-Suite wurde durch Seamonkey ersetzt und Firefox auf Version 1.5.0.3 sowie Thunderbird auf 1.5.0.2 aktualisiert. Der in RHEL enthaltene NFS-Server kann jetzt auch mit Access-Control-Listen umgehen. Anwender von RHEL 4 installieren das Update über das Red Hat Network.

CentOS (http://www.centos.org) hat das auf Red Hat Enterprise Linux 3 basierende Centos 3.x auf den neuesten Stand gebracht und alle von Red Hat veröffentlichten Updates eingearbeitet. Das aktuelle CentOS 3.8 ist auf dem Stand von RHEL 3 Update 8. Dabei wurden nur Sicherheitsupdates und Fehlerbereinigungen aufgenommen, neue Hauptversionen von Programmen enthält CentOS 3.8 nicht. Auch hier ersetzt jedoch Seamonkey die Mozilla-Suite, das Release bringt aktualisierte Treiber für Grafik- und Netzwerkkarten mit.

Den Distributionsbaukasten Linux from Scratch (LFS, http://www.linuxfromscratch.org) gibt es in der aktuellen Version 6.2 jetzt auch auf Deutsch. Unter http://oss.erdfunkstelle.de/lfs-de/ findet sich eine ausführliche Anleitung, wie man mit Hilfe von LFS ein individuelles System aus den Quelltexten baut. LFS 6.2 basiert auf Kernel 2.6.16.27, verwendet den GCC 4.0.3 und nutzt Udev. Als Bootloader kommt Grub zum Einsatz. Die Bash ist in Version 3.1 dabei, die Binutils in Version 2.16.1, die Coreutils tragen die Nummer 5.96.

Der chinesische Hardwarehersteller Lenovo (http://www.lenovo.com/de) bietet Großkunden ein Notebook ohne Windows-Lizenz an, dem ein (nicht vorinstallierter) Suse Linux Enterprise Desktop 10 beiliegt. Bei dem Gerät handelt es sich um ein Thinkpad T60, in dem ein mit 2 GHz getakteter Core-Duo-Prozessor seinen Dienst versieht. Das Gerät bringt eine 100-GByte-Festplatte mit und ist wahlweise mit einem 14- oder 15-Zoll-Display erhältlich. Lenovo leistet Support und bietet seine Konfigurationswerkzeuge für Thinkpads auch für andere Linux-Varianten an, garantiert das Funktionieren der Programme aber nur unter SLED.

Das Projekt ZFS on Linux (http://www.wizy.org/wiki/ZFS_on_FUSE hat eine erste Portierung von Suns Dateisystem ZFS für Linux vorgestellt. Das 128-Bit-Dateisystem fasst physische Partitionen zu "Pools" zusammen, in denen sich wiederum logische Partitionen anlegen lassen. ZFS kümmert sich um die Datenintegrität und verfügt über eine hohe Leistung, was es für den Einsatz auf Servern prädestiniert. Die Preview von ZFS on Linux erlaubt noch nicht das Mounten von ZFS-Partitionen, zur Zeit lassen sich nur ZFS-Pools verwalten.

Debians (http://www.debian.org) Projektleiter Anthony Towns möchte die Entwickler darüber abstimmen lassen, wie in Zukunft mit unfreier Firmware in Debian umzugehen ist. Dazu sind unter http://forums.debian.net/viewtopic.php?p=31126 zwei Abstimmungen eingerichtet worden, an denen registrierte Benutzer teilnehmen können. Towns möchte Debian zu einer vollständig freien Distribution machen, selbst wenn dem Entfernen der Firmware der geplante Veröffentlichungstermin von Debian 4 zum Opfer fallen sollte.

Das Ubuntu Customization Kit (http://uck.sourceforge.net) ermöglicht die Herstellung individuell angepasster Varianten der Ubuntu-Live-CDs. Neben Ubuntu können auch Kubuntu, Xubuntu und Edubuntu als Grundlage für eigene Kreationen dienen. Das Customization Kit erlaubt das Hinzufügen und Entfernen von Paketen der Ursprungsversion, um zum Beispiel bestimmte Programme oder Sprachpakete in die eigene Live-CD zu integrieren. Das Kit erstellt ein ISO-Image, das nur noch auf CD gebrannt werden muss.

Die zweite Beta von Fedora Core 6 (http://fedora.redhat.com) bringt einige Neuerungen mit sich. Die Entwickler rekompilierten alle Anwendungen bis auf Thunderbird mit Hilfe einen neuen Build-Systems und wollen so die Geschwindigkeit beim dynamischen Linken um bis zu 50 Prozent erhöht haben. Die DejaVu-Schriftfamilie ersetzt die alte Standardschrift Vera. Gnome ist jetzt in Version 2.16 enthalten, KDE trägt die Versionsnummer 3.5.4p. Das ebenfalls enthaltene X.org 7.1 bringt die von Red Hat entwickelte AIGLX-Erweiterung mit. Durch einige Verzögerungen bei der Integration von Xen hat sich der geplante Veröffentlichungstermin für Fedora Core 6 auf Mitte Oktober verschoben. Fedora Core 6 bildet die Grundlage für das kommende Red Hat Enterprise Linux 5.

Canonical (http://www.canonical.com) – die Firma, die hinter der Entwicklung von Ubuntu steckt – hat mit Jono Bacon einen Community-Manager für Ubuntu eingestellt. Bacons Aufgabe ist es, bei Konflikten in der Ubuntu-Nutzergemeinde vermittelnd zu wirken und besonders aktive Mitglieder der Community zu fördern. Bacon möchte den Zugang zur Ubuntu-Community so einfach gestalten, dass wirklich jeder etwas zur Entwicklung der Distribution beitragen kann.

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