Video-DVDs mit KMediafactory erstellen

DVD-Fabrik

Urlaubsvideos oder Fernsehaufnahmen kann man zwar auch auf dem PC speichern – besser ist es aber, daraus eine DVD zu erstellen. Das erledigt komfortabel KMediafactory.

Eine DVD zu erstellen, muss nicht schwer sein. Das zurzeit einfachste Programm unter Linux heißt KMediafactory [1] und stammt vom finnischen Programmierer Petri Damsten. In nur drei Schritten erstellen Sie damit eine Video-DVD mit Menüs.

Installation

Die Installation von KMediafactory ist zwar eigentlich einfach, sie setzt aber einige Multimedia-Abhängigkeiten (Xine, Dvdauthor, Mjpegtools, Libdvdread, Dvd-slideshow) voraus. Am besten benutzen Sie deshalb für die Installation ein Online-Repository. Unter Suse Linux befindet sich KMediafactory im Packman-Repository [2]. Ist dieses als YaST-Quelle oder per Apt/Smart eingebunden, installieren Sie mit KMediafactory zugleich auch die zugehörigen Multimedia-Pakete.

Bei Ubuntu bringt der Befehl sudo apt-get install kmediafactory das DVD-Authoring-Werkzeug auf die Platte. Dazu müssen die Repositories Universe und Multiverse eingebunden sein. Für Fedora Core finden Sie die nötigen Multimedia-Pakete im Livna-Repository [3], KMediafactory selbst unter [4]. Eine detaillierte Installationsanleitung für mehrere Linux-Distributionen hält auch das KMediafactory-Wiki bereit [5]. Möchten Sie über das zusätzliche Plugin auch DVB-Aufnahmen als Video-DVD brennen, benötigen Sie zusätzlich das Java-basierte Demux-Tool Projectx [6]. Die Einrichtung von Projectx beschreibt der Kasten "Projectx installieren".

Projectx installieren

Um Projectx einzurichten und zu nutzen, benötigen Sie eine Java-Entwicklungsumgebung (JDK) samt der Runtime-Umgebung (JRE). Unter Suse Linux installieren Sie dazu die Pakete Java-1_5_0-sun und Java-1_5_0-sun-devel, bei Ubuntu finden Sie Sun-java5 und Sun-java5-jdk im Multiverse-Repository. Der Befehl sudo apt-get install sun-java5-jdk genügt, um sämtliche Java-Pakete zu installieren, allerdings müssen Sie danach über den Befehl

sudo update-alternatives --config java

noch das neu installierte Sun Java als Haupt-Javaprogramm auswählen. Unter Fedora Core fällt die Installation des Sun-Java um einiges komplizierter aus. Eine detaillierte Anleitung hält die Site Fedorafaq.de [7] unter dem Punkt "Wie installiere ich Java" bereit.

Laden Sie sich die Dateien ProjectX_Source_eng_0.90.4.oo.zip und ProjectX_LanguagePack_0.90.4.oo.zip von der Projectx-Homepage herunter. Die beiden Files entpacken Sie im gleichen Verzeichnis, zunächst ProjectX_Source_eng_0.90.4.oo.zip, danach die Sprachdateien. Diese sollten sich jetzt im Verzeichnis ProjectX_Source_0.90.4/resources/ befinden. Im Verzeichnis ProjectX_Source_0.90.4 übersetzt nun der Befehl sh build.sh die Quellen und stellt das Binary ProjectX.jar her. Dieses starten Sie mit dem Befehl

java -jar ProjectX.jar

Damit KMediafactory das Programm findet, müssen Sie in der Datei .kde/share/apps/kmediafactory/tools/kmf_dvb_edit.sh unter JAR="" den vollen Pfad zum Projectx-Programm angeben.

Erste Schritte

Nach dem Start von KMediafactory über [Alt]+[F2] und den Befehl kmediafactory stellen Sie das Programm zuerst über Einstellungen | KMediaFactory einrichten | Vorlagenplugin und Video Plugin so ein, dass es Deutsch als Standardsprache benutzt. Mit diesen Settings legt die Software DVD-Menüs in Deutsch an. Die Dateien für die DVD stellt KMediafactory in der Grundeinstellung im Verzeichnis /tmp/kde-Benutzername/kmf/ zusammen. Bei größeren Projekten kann sich hier also einiges an Daten ansammeln. Möchten Sie einen anderen Ordner wählen, ändern Sie den Pfad unter KMediaFactory | Standard Projektverzeichnis. Egal, für welches Verzeichnis Sie sich entscheiden: es sich lohnt, von Zeit zu Zeit aufzuräumen.

Unter Extras können Sie eigene Scripte zur Videobearbeitung einbinden. Zurzeit gibt es lediglich eine Erweiterung zum DVB-Import für KMediafactory. Benutzen Sie Version 0.5.1 des Programms, ist diese bereits integriert. Für aktuelle Versionen laden Sie das Plugin über Extras | Get new tools aus dem Internet herunter.

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