Lotus Notes für Linux

IBM hat einen Linux-Client für Lotus Notes vorgestellt und die ursprünglich für 2007 geplante Einführung von Lotus Notes als Desktop-Lösung um ein Jahr vorgezogen. Und noch überraschender: Aus der als Plug-in für den Workplace Managed Client vorgesehen Linux-Ausgabe ist jetzt ein Standalone-Client geworden. Ein Workplace-Server als Verteiler, den sah der ursprüngliche Plan vor, ist nicht nötig. Den Domino-Server bietet IBM schon seit mehreren Jahren für Linux an.

Verfügbar ist die Linux-Ausgabe als Teil der Version 7 von Lotus Notes. Der Linux-Client unterstützt derzeit Red Hat Enterprise Linux 4 Update 3. Der Suse Linux Enterprise Desktop 10 folgt laut IBM 90 Tage nach Veröffentlichung des Enterprise Desktops durch Novell. Wer eine Notes-Lizenz für eines der Systeme hat, darf problemlos auf Linux-Version umsteigen. Bei der Linux-Ausgabe kommt laut IBM die Eclipse-Technologie zum Einsatz, auf die auch die nächste, unter dem Codenamen Hannover firmierende Version von Lotus Notes nutzt.

Internationaler Linux-Kongress im September

In der Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule in Nürnberg findet von 5. bis 8. September der 13. Internationale Linux-Kongress statt. Der Veranstalter, die GUUG (German Unix User Group), hat nun das Programm der Veranstaltung veröffentlicht. Tutorien prägen die ersten beiden Tage, Vortragsreihen die folgenden zwei. Jon "Maddog" Hall schließt die Konferenz mit seinen "Footnotes".

Das Programm richtet sich hauptsächlich an Entwickler. Unter anderem gibt es an den beiden ersten Tagen Tutorien von Ralf Spenneberg zu SELinux, zur Netzwerküberwachung mit Open-Source Tools von Wilhelm Dolle, Thomas Fritzinger, Jens Link und Christoph Wegener und zu Bau und Wartung von RPM-Paketen von Jos Vos.

Am Donnerstag folgt eine Keynote von Alan Cox zum Thema "Collaboration, Community and Future Technology". Eine komplette Programmübersicht sowie Informationen zu Teilnahmegebühren und Ermäßigungen finden Sie unter http://www.linux-kongress.org/2006/.

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