Fehlbelichtung vermeiden

Zur Kontrolle der korrekten Belichtung bietet Rawstudio einen Modus, in dem es die entsprechenden Pixel farbig markiert: überbelichtete rot und unterbelichtete blau (Abbildung 2). Diesen Modus aktivieren Sie mit ViewShow Exposure Mask oder dem Shortcut [Strg]+[E]. Beim Bearbeiten erweist sich der Vollbild-Modus von Rawstudio als praktisch, den [F11] ein- und ausschaltet. Dabei blendet die Software auch die Thumbnail-Leiste aus und bietet so die maximale Fläche für das aktuelle Bild.

Abbildung 2: Überbelichtete Pixel markiert Rawstudio auf Wunsch rot.

Am Ende der Bearbeitung können Sie den "Abzug" der jeweiligen Belichtung als PNG speichern. Um die entstehende Datei zu verbessern, sollten Sie allerdings in Gimp eventuell vorhandenes Farbrauschen verbessern und das Bild schärfen. Bei ganz extremen Lichtverhältnissen kann es helfen, zwei unterschiedlich entwickelte PNGs in Gimp mit Hilfe einer Maske zu einem Bild zusammenzufügen.

Fazit

In manchen Aspekten übertrifft Rawstudio den Konkurrenten UFraw, zum Beispiel beim bequemen Bearbeiten ganzer RAW-Verzeichnisse. Den größten Mangel stellt sicher das Fehlen jeglicher Kurven zur Einstellung von Belichtung und Helligkeitsverteilung dar. Nur mit einfachen Werten ist es kaum möglich, in Fotos mit großem Helligkeitsumfang über- und gleichzeitig unterbelichtete Partien zu vermeiden. Auch das Fehlen jeglicher Dokumentation erschwert den Einstieg. Dass Rawstudio trotz der niedrigen Versionsnummer schon gut benutzbar ist, macht auf jeden Fall Hoffnung für die Zukunft. Für RAW-Fotografen ist das Programm deshalb sicher einen näheren Blick wert.

Infos

[1] RAW-Bilder verarbeiten: Oliver Frommel, "Digitale Dunkelkammer", LinuxUser 03/2006, S. 73, http://www.linux-user.de/ausgabe/2006/03/073-raw/

[2] Rawstudio: http://rawstudio.org

[3] RAW-Decoder Dcraw: http://www.cybercom.net/~dcoffin/dcraw

[4] Gnome-Raw-Thumbnailer: http://gnome-raw-thumb.sourceforge.net

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

Kommentare

Infos zur Publikation

LU 12/2017: Perfekte Videos

Digitale Ausgabe: Preis € 5,95
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Stellenmarkt

Aktuelle Fragen

EasyBCD/NeoGrub
Wolfgang Conrad, 17.12.2017 11:40, 0 Antworten
Hallo zusammen, benutze unter Windows 7 den EasyBCD bzw. NEOgrub, um LinuxMint aus einer ISO Dat...
Huawei
Pit Hampelmann, 13.12.2017 11:35, 2 Antworten
Welches Smartphone ist für euch momentan das beste? Sehe ja die Huawei gerade ganz weit vorne. Bi...
Fernstudium Informatik
Joe Cole, 12.12.2017 10:36, 2 Antworten
Hallo! habe früher als ich 13 Jahre angefangen mit HTML und später Java zu programmieren. Weit...
Installation Linux mint auf stick
Reiner Schulz, 10.12.2017 17:34, 3 Antworten
Hallo, ich hab ein ISO-image mit Linux Mint auf einem Stick untergebracht Jetzt kann ich auch...
Canon Maxify 2750 oder ähnlicher Drucker
Hannes Richert, 05.12.2017 20:14, 4 Antworten
Hallo, leider hat Canon mich weiterverwiesen, weil sie Linux nicht supporten.. deshalb hier die...