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Von klein auf

Lernumgebung Klixxa

Für Schüler

Der Bereich Schule richtet sich an Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren und gliedert sich in die Programmsammlungen Spiele, Freizeit, Hausaufgaben und Internet. Im Container Hausaufgaben finden sich nahezu vollständig die Komponenten der OpenOffice-Suite (und zwar in einer Betaversion). Daneben sind hier mehrere Programme mit naturwissenschaftlich-mathematischem Fokus vorhanden.

Die Kategorie Freizeit beinhaltet die von KDE her bekannte Weltzeituhr, ein Planetarium, einen Kalender (Korganizer), ein Adressbuch sowie einen CD/DVD-Spieler. Letzterer funktioniert jedoch nur, falls ein zweites CD/DVD-Laufwerk vorhanden ist. Im Container Internet schließlich finden sich neben dem Firefox-Browser mit Kmail und Kopete noch je ein Mail- und Chatprogramm. Unangenehm fällt im Bereich Schule das Fehlen jeglicher Programme mit sprachlicher ebenso wie mit musisch-künstlerischer Ausrichtung auf.

Da Schulen bekanntlich in einigen Bundesländern bereits ab der dritten Klasse Englisch als Fremdsprache lehren, und alle drei weiterführenden Schulzweige die englische Sprache als erste Fremdsprache ab der fünften Klasse unterrichten – also ab einem Kindesalter von spätestens zehn Jahren – fällt gerade das Manko im sprachlichen Bereich besonders ins Gewicht.

Unter Linux gibt es ausgereifte Applikationen für dieses Themenfeld, und zwar überwiegend solche, die unter der GPL stehen: zum Beispiel das hervorragende Englisch-Wörterbuch Ding oder auch digitale Vokabeltrainer. Daher stünde dem Einsatz dieser Software eigentlich nichts im Wege. Zudem wären im musischen Sektor beispielsweise Notensatzprogramme als native Linux-Software verfügbar.

Der Einsatz der OpenOffice-Suite für sieben- bis zwölfjährige Kinder scheint aufgrund der Komplexität der Programme nicht unbedingt altersadäquat. Hier wäre weniger mehr gewesen – zum Beispiel durch den Einsatz des Abiword-Textkomponente und einer einfachen Tabellenkalkulation.

Kinder-Proxy

Das eigentliche Alleinstellungsmerkmal von Klixxa gegenüber anderen integrierten Lernumgebungen für Kinder liegt vor allem im Kinder-Proxy, den die Asar GmbH betreibt. Das System verhindert ein Umgehen des Proxys bei der Einwahl ins Internet für die Zielgruppe der Sieben- bis Zwölfjährigen. Die entsprechenden Einstellungen in Firefox sind deaktiviert und lassen sich manuell nicht verändern.

Der Proxy-Server erlaubt den Zugriff nur auf solche Internetseiten, die kindgerechte Inhalte enthalten. Das Unternehmen erweitert die Liste der freigeschalteten Seiten ständig, sodass Online-Lerninhalte die Offline-Programme der CD-ROM ergänzen. Der Einsatz des Kinder-Proxys setzt ein Registrieren bei Asar voraus. Dazu fragt die Firma die Seriennummer der Klixxa-CD ab.

Klixxa-Käufer nutzen den Zugang zum Proxy-Server ein halbes Jahr lang kostenfrei, danach fällt eine Gebühr von halbjährlich 12,95 Euro an. Das Unternehmen bietet auch Eltern, die Klixxa nicht erworben haben, jedoch den Kinder-Proxy nutzen möchten, ein entsprechendes Angebot. Für diese Zielgruppe entfällt natürlich das kostenfreie erste halbe Jahr.

Der Kinder-Proxy stellt eine einfach zu nutzende Weboberfläche bereit, die – in neun Gruppen eingeteilt – das Kind zu den verlinkten Seiten führt. Websites, die vom Kinder-Proxy nicht freigeschaltet sind, ruft er nicht auf.

Die inhaltlichen Kategorien des Kinder-Proxy – Erde & Weltraum, Leute, Spielplätze, Hobby & Freizeit, Schule & Berufe, Sport, Lesen & Hören & Sehen, Spiel & Spaß sowie Wissen & Können – zerfallen wiederum in Unterkategorien, sodass es selbst für Erwachsene interessant sein dürfte, hier einmal einen Streifzug durch das Internet zu unternehmen. Für Kinder erschließen sich dabei hervorragende neue Lern- und Wissensquellen.

Für Anwender, die über keinen DSL- oder ISDN-Anschluss verfügen – und das sind selbst in Deutschland noch viele Bewohner ländlicher Regionen – und die kein serielles oder von Linux unterstütztes USB-Modem betreiben, kommt es zu Problemen beim Nutzen der Internetdienste: Bei den gängigen, in Desktops verbauten internen Modems ebenso wie beim überwiegenden Teil der in Notebooks vorhandenen Analogmodems handelt es sich um sogenannte Winmodems, die teilweise unter Linux nicht funktionieren.

In einem solchen Fall bleibt dem Anwender nur der Kauf eines externen, vollwertigen Modems oder eines PC-Card-Modems für das Notebook. Zwar erkennt die Klixxa-Basis Knoppix eine ganze Reihe von Winmodems; die Module dazu müssen Sie jedoch aus dem Internet zusammensuchen und meist selbst von Hand kompilieren und einbinden – eine Arbeit, die viele Anwender überfordert.

Daher sind die von Knoppix angebotenen Optionen beim Einrichten der Hardware von Winmodems im Elternmenü von Klixxa völlig unsinnig. Wieviel besser es inzwischen geht, zeigen die verschiedenen Ubuntu-Derivate in der Version 6.06, die teilweise Winmodems selbsttätig einbinden.

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