Lernumgebung Klixxa

Von klein auf

Komplette Lernumgebungen unter Linux für die Kleinen und Kleinsten sind rar gesät. Wir stellen mit Klixxa eine interessante Live-Distribution vor.

Kinder lieben Computer – besonders dann, wenn sie auf dem Rechner Spiele und Lernsoftware vorfinden, die es zu entdecken gilt. Die gängigen Linux-Distributionen bringen ohne Ausnahme eine erkleckliche Anzahl an Spielen mit – jedoch verfolgen diese in der Regel weder einen pädagogischen Anspruch, noch sind sie auf bestimmte Altersgruppen ausgerichtet.

Diese Marktlücke hat die Berliner Firma Asar GmbH erkannt und mit Klixxa [1] eine speziell auf Kinder zugeschnittene Software herausgebracht, die sich primär an kleine Kinder und Jugendliche bis zum Alter von zwölf Jahren richtet. Das Unternehmen verkauft das Komplettsystem über die Website sowie einige Buchhandlungen für 19,95 Euro.

Konzeption

Klixxa kommt als Live-Distribution auf Basis von Knoppix auf einer einzelnen CD-ROM und bietet neben einer bunt aufgemachten Oberfläche mehr als 100 Spiel- und Lernprogramme, die in drei Altersgruppen aufgeteilt sind: Die Rubrik Kindergarten beinhaltet Programme für Zwei- bis Vierjährige, in der Sparte Vorschule findet sich Software für Fünf- und Sechsjährige, und unter Schule sollen Sieben- bis Zwölfjährige den Computer entdecken.

Das Konzept der Live-CD ermöglicht es, Klixxa ohne zeit- und arbeitsaufwendige Installation auf jedem halbwegs aktuellen Rechner zu betreiben, wobei laut Hersteller die Möglichkeit besteht, Daten und einmal vorgenommene Einstellungen auf Wechselmedien abzuspeichern. Zu diesem Zweck bietet die Firma auf der Website unter anderem auch USB-Speichersticks an. Das Auslagern von Daten funktioniert aber auch mit jedem handelsüblichen Stick.

Nun wäre eine reine CD-Distribution im Zeitalter des Internet etwas anachronistisch, wenn sie keinen Webzugang böte – stellt doch Linux von Haus aus eine Vielzahl von Internetanwendungen bereit. Deshalb wirbt Asar mit einem "unbeschwerten Internetzugriff", den ein eigens für Klixxa konfigurierter Kinder-Proxy [2] gewährleistet.

Erster Eindruck

Nach dem Starten des Computers mit eingelegter Klixxa-CD-ROM bootet Knoppix in der nicht mehr ganz taufrischen Version 3.8 mit einem modifizierten KDE Version 3.4.1 als Oberfläche. Der Desktop wirkt nach dem Start aufgeräumt, keine verwirrenden Gimmicks erschweren das Bedienen des Systems. Bunte Bildchen und ein entsprechendes Theme sorgen für ein kindgerechtes Umfeld.

Das System stellt lediglich drei Auflösungsstufen für den Monitor bereit: VGA, SVGA und XGA, wobei eigentlich nur die letztere zeitgemäß erscheint. Drei ausreichend dimensionierte Icons in der Titelleiste – ein Auto, ein Bleistift und ein Buch – symbolisieren die nach Altersgruppen zusammengestellten Programmsammlungen.

Daneben findet sich noch das passwortgeschützte Elternmenü, in dem die Erziehungsberechtigten alle Einstellungen vornehmen. So erlaubt es Klixxa bespielsweise, ganze Programmsammlungen auszublenden, einen Drucker einzurichten oder einen ISDN- oder DSL-Anschluß zu konfigurieren.

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