KDE-News
KDE Four Core Treffen weist neue Wege
Insgesamt sieben Tage des Diskutierens und Programmierens verbrachten die Mitglieder der KDE-Four-Core-Treffens Anfang Juli im norwegischen Trysil. Dass die Sonne dort nie richtig unterging, war für einige Entwickler zuerst ein wenig verwirrend, doch nach wenigen Tagen hatten sich alle daran gewöhnt. Die technische Arbeitsgruppe des KDE e.V. hatte die Teilnehmer ausgewählt, die alle beim Portieren auf Qt 4 an den KDE-Kernkomponenten besondere Arbeit geleistet haben.
In Trysil erfuhren die KDE-Kernbibliotheken eine umfangreiche Frischzellenkur: Alten Code – teilweise noch Relikte aus den Zeiten von KDE 1 – schickten die Entwickler entgültig in den Ruhestand. In einigen Fällen rückte bestehende Qt-Funktionalität an dessen Stelle, anderenorts kam gänzlich neuentwickelter Code zum Einsatz. Die Teilnehmer beseitigten zudem die letzten großen Probleme im Zusammenhang mit der Migration von DCOP auf D-Bus und portierten zahlreiche Applikationen.
Oberflächen für KDE-4-Anwendungen sollen künftig komplett grafisch im Qt-Designer entstehen. Bislang machte das komplexe XMLGUI-Framework in KDE 4 dies unmöglich. Dessen Flexibilität, vor allem im Zusammenhang mit KParts, erkaufte das Projekt durch sehr umständliche XML-Beschreibungsdateien, die sich nur von Hand erstellen ließen. Der Nachfolger LiveUi garantiert diese Flexibilität auch bei der Arbeit mit dem Designer. Dies erleichtert das Entwickeln von KDE-Anwendungen.
Kevin Ottens versah nicht nur die Hardware-Integrationsprojekt Solid mit neuen Funktionen, sondern spaltete quasi nebenbei den grafischen Teil des I/O-System KIO ab, sodass beispielsweise Komponenten von Solid und Akonadi nun auch ohne grafische Ausgabe bei Netzwerkaktionen transparent auf KIO zurückgreifen.
Die Teilnehmer zeigten sich in ihren Blogs über den Ausgang des Treffens sehr zufrieden. Nächster Treffpunkt ist die KDE Contributors Conference "Akademy", die Ende September im irischen Dublin stattfindet.
Neue Skype-Beta unterstützt Alsa
Das luxemburgische Unternehmen Skype Technologies, das seit 2005 zu eBay gehört, hat einen aktualisierten Linux-Client für das firmeneigene VoIP-Protokoll als Betaversion freigegeben. Dieser hievt die Versionsnummer jedoch nicht wie bei Windows auf 2.0, sondern bringt lediglich Verbesserungen der aktuellen 1.2. Folgerichtig trägt die aktuelle Beta die Nummer 1.3.
Neben einem Assistenten, der Benutzern beim ersten Start hilft, fällt auch eine technische Neuheit ins Auge: Die Software unterstützt nun das Soundsystem Alsa. Zu den weiteren Features zählen animierten Emoticons und eine einfachere Kontaktverwaltung. Daneben behoben die Entwickler gut 40 Programmfehler und optimierten das Standardverhalten des Programms. Die komplette Liste der Änderungen hält Skype unter http://www.skype.com/download/skype/linux/changelog.html bereit.



