Gute Software-Integration

Simply Mepis (http://www.mepis.org) ist auf der Zielgeraden zur Version 6.0. Das System basiert jetzt auf Ubuntu (http://www.ubuntu.com) und positioniert sich als vollständige, einfach zu bedienende und zu installierende Distribution für die tägliche Arbeit.

Als Desktop verwendet Simply Mepis KDE 3.5.3. Das beiliegende OpenOffice 2.0.2 nutzt die Icons und Dateidialoge von KDE und passt sich so bestens in die Oberfläche ein. Das Startmenü wirkt aufgeräumt – die Entwickler haben sich Mühe mit dem Zusammenstellen gegeben, so dass Sie alle Programm schnell finden.

Realplayer ist in Version 10 dabei, XMMS und das brandaktuelle Amarok 1.4.1 kümmern sich um die Wiedergabe von Audio-Inhalten. Die Editoren Audacity und Kino erlauben das Bearbeiten von Audio- und Videodateien. Firefox erweiterten die Entwickler um den Flashplayer von Macromedia sowie Java erweitert, sodass der Browser auch interaktive Inhalte problemlos darstellt. (Frank Wieduwilt/agr/jlu)

Simply Mepis weiß durch sorgfältig zusammengestellte Software zu gefallen.

Kurz notiert

PC-BSD (http://www.pcbsd.org) ist in Version 1.2 erschienen. Das System basiert nach wie vor auf FreeBSD 6.1 (http://www.freebsd.org) und ist jetzt für x686-Systeme optimiert. Neu hinzu kamen neben Bugfixes das Programm Denyhosts für Netzwerksicherheit sowie Python-qt und Python-kde, die den Einsatz von Superkaramba in KDE 3.5.2 ermöglichen. Der Kernel unterstützt nun den ULE-Prozess-Scheduler, der besonders auf Mehrprozessorsystemen eine deutliche bessere Performance verspricht. Die Distribution passt in englischer Sprache auf eine CD; die deutsche Benutzeroberfläche befindet sich auf einer zusätzlichen Language-CD.

Das textbasierte Installationsprogramm von Ubuntu (http://www.ubuntu.com) enthält einen Fehler, der unter Umständen dafür sorgt, dass das Root-Passwort auf dem System leer bleibt. Der Fehler tritt auf, wenn der Benutzer nach der Nachricht, dass die Installation komplett ist, das Installationsprogramm nicht beendet, sondern zum Hauptmenü zurückkehrt. Nutzer von Ubuntu sollten unbedingt die aktuellen Sicherheitspatches einspielen.

Die im Dezember 2004 gegründete Power.org-Initiative (http://www.power.org) arbeitet an einer Referenzplattform für Linux-Server auf Basis der aktuellen PowerPC-Prozessoren von IBM. Eine erste Version der Spezifikation liegt mittlerweile für Interessierte auf der Homepage vor. Noch im Herbst 2006 plant das Projekt eine physische Referenzplattform auf Basis des PowerPC-970-Prozessors von IBM.

Das Stühlerücken in der Chefetage von Novell (http://www.novell.com) geht weiter: Nachdem kürzlich CEO Jack Messman das Unternehmen verließ, nimmt nun der für das Partnergeschäft zuständige Director Channel Sales Europe, Robert Schmitz, seinen Hut. Das Unternehmen plant nicht, die Stelle von Schmitz neu zu besetzen, sondern will die Aufgaben im Unternehmen verteilen. Für den Bereich Business Partner zeichnet jetzt Stefan Jochheim verantwortlich, die Kooperation mit Software- und Hardware-Herstellern übernimmt Rudolf Geiger.

NetBSD (http://www.netbsd.org) unterstützt in der aktuellen Version eine Virtualisierung mittels Xen 3 (http://www.cl.cam.ac.uk/Research/SRG/netos/xen/). Xen 3 läuft als Domain und als Gastsystem, sodass man unter NetBSD einen virtuellen Server aus Host und einem oder mehreren Gästen aufsetzen kann. Die Xen-Tools stehen über das Paketmanagement bereit. In einem Posting auf der Port-xgen-Mailingliste unter http://mail-index.netbsd.org/port-xen/2006/07/03/0000.html beschreibt Manuell Bouyer, wie welche Modifikationen der Kernel benötigt.

Canonical (http://www.canonical.com), die Firma des Ubuntu-Gründers Mark Shuttleworth, bietet auf einem eigenen Server ein Repository mit kommerzieller Software an (http://archive.canonical.com/dists/dapper-commercial). Gedacht ist das Angebot für die Nutzer von Ubuntu 6.06 LTS. Es enthält zur Zeit die werbefinanzierten Programme Opera und Realplayer.

Skolelinux (http://www.skolelinux.org/de/) feiert seinen fünften Geburtstag. Die auf Debian basierende Distribution stellt einen vollständigen Kommunikationsserver zum Betrieb an Schulen und anderen Bildungseinrichtungen bereit. Besonderen Wert legen die Entwickler dabei auf einfache Installation und leichte Administration. Das mittlerweile in Version 2.0 vorliegende Skolelinux kommt als Teil des Debian-Edu-Projekts (http://wiki.debian.org/DebianEdu) rund um die Welt zum Einsatz. Skolelinux enthält eine große Auswahl an Lern- und Lehrprogrammen für nahezu alle Fächer und besteht bis auf wenige Ausnahmen aus Software, die unter der GPL steht.

Die Entwickler von Fedora (http://fedora.redhat.com) möchten in der kommenden Version der Distribution die Schriftart Dejavu als Standardschrift einsetzen und erbitten Feedback von Testwilligen. Unter http://fedoraproject.org/wiki/Fonts/DejavuFeedbackCall sollen Nutzer ihre Erfahrungen mitteilen. Auf dieser Wiki-Seite findet sich auch ein Howto zum Installieren von Dejavu unter Fedora Core 4 und 5.

Die nächste Version von Debian (http://www.debian.org) trägt nach dem Willen ihrer Entwickler die Versionsnummer 4.0. Die Entwickler planen für Dezember 2006 ein Release auf 11 Architekturen. Mit an Bord ist dann Kernel 2.6.17 oder 2.6.18, als Compiler kommt GCC 4.1 zum Einsatz. Bis zur Freigabe haben die Entwickler aber noch eine Menge zu tun: Sie planen die volle Kompatibilität zur LSB 3.1 sowie Support für IPv6 und Dateigrößen jenseits von 2 GByte.

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