Bleibende Werte

USB-Sticks bieten gegenüber CDs einen entscheidenden Vorteil: Sie lassen sich leichter und vor allem mehrfach beschreiben. Deswegen verfügt die Distribution über die nötigen Werkzeuge, um das System auf einen USB-Stick zu installieren. Dazu sollte dieser über mindestens 128 MByte Speicherkapazität und das passende Dateiformat (FAT) verfügen. Ist letzteres nicht gegeben, partitionieren Sie den Stick zuerst mit dem Kommandozeilenprogramm Cfdisk. Achten Sie darauf, die Partition mit einem Boot-Flag zu versehen. Formatieren Sie mkfs.vfat Partition danach die erstellte Partition mit.

Im Anschluss starten Sie über ToolsInstall to USB Pendrive die Installation. Welche der verfügbaren Installationsprogramme (USB-ZIP Pendrive oder USB-HDD Pendrive) Sie wählen, hängt davon ab, welches Boot-Medium der Rechner unterstützt, auf dem Sie die Distribution einsetzen möchten. Da die Installationsroutine keinen Fortschrittsbalken anzeigt, gerät die Sache mitunter zum Geduldspiel. Das Setup dauert – abhängig vom USB-Stick – durchaus fünf Minuten.

Da DSL-N nachinstallierte Programme im virtuellen Datenträger DSL-N speichert, gilt es, den Inhalt des Verzeichnisses /tmp vor dem Reboot in das Verzeichnis /cdrom zu kopieren, damit diese auch nach dem Neustart zur Verfügung stehen.

Um DSL-N auszuprobieren, stellen die Entwickler ein Image bereit, das sich als Gastsystem für Qemu eignet. Vom Betrieb zumindest unter Windows ist jedoch abzuraten, da das System zum einen außerordentlich viele Ressourcen verbraucht und zum anderen sehr langsam arbeitet.

Fazit

Dank des geringen Ressourcenverbrauches bringt sich DSL-N als ideale Distribution für ältere Rechner ins Spiel. Mit dem neuen Kernel unterstützt das System als eine der wenigen Minidistributionen nun aktuelle Hardware, darunter auch Sata-Festplatten und Firewire-Geräte.

Wo viel Licht ist, ist auch Schatten: Leider bleibt der Anwender mangels Dokumentation zum großen Teilen mit seinen Problemen alleine. Einzig das Forum [4] hilft bei Problemen unter Umständen weiter.

Glossar

Bloatware

Bezeichnet eine mit Features überladene Software – aufgrund der zahlreichen Funktionen oft umständlich zu bedienen. Die Programme benötigen oft übermäßig viele Ressourcen und zeigen sich zudem fehleranfällig.

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