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Damn Small Linux – Not so small

Einrichten

Das DSL-Panel (Abbildung 3), das Sie über das gleichnamige Icon auf dem Desktop erreichen, fasst die wichtigsten Konfigurationswerkzeuge zusammen. Hier richten Sie Hardware wie Keyboard, Maus oder Bildschirm ein, konfigurieren den Start von Servern (FTP, HTTP oder SSH) und geben die Daten für Netzwerkverbindungen ein.

Abbildung 3: Das DSL-Panel fasst die wichtigsten Konfigurationswerkzeuge in einer Oberfläche zusammen.

Läuft der Rechner im lokalen Netz mit einem DHCP-Server, erübrigt sich die Konfiguration des Netzwerks. In Einzelfällen kommt es vor, dass DSL-N nicht im Stande ist, die IP-Adresse vom Server zu beziehen. Dann hilft das manuelle Einrichten mittels Netcardconfig.

Auch zum Anschluss über ein Modem oder DSL bringt die Distribution die passenden Treiber und Einrichtungswerkzeuge mit, die Sie über Dialup und PPPOE erreichen. Für Wlan-Karten, die Linux nicht nativ unterstützt, enthält DSL-N den Ndiswrapper, dessen Konfiguration Sie mit einem Klick auf den gleichnamigen Eintrag öffnen. Läuft das Live-System auf einem Rechner, auf dem sich ein Windows-System befindet, bindet Ndiswrapper die Treiber direkt von dort ein.

Um die Einstellungen zu sichern, klicken Sie auf Backup. und geben Sie das Laufwerk ein (zum Beispiel hda1), auf dem Sie diese speichern möchten. Als Speicherort kommt sowohl eine Festplatte als auch ein USB-Stick oder Floppy-Laufwerk in Frage, vorausgesetzt, es ist mit einem kompatiblen Dateisystem (FAT, EXT2/3, ReiserFS) formatiert sein. Zum Wiederherstellen geben Sie entweder am Boot-Prompt restore=<Laufwerk> ein oder klicken nach dem Booten nochmals auf Backup und wählen nach der Eingabe des Laufwerkes restore.

Möchten Sie die Konfigurationsdateien unterwegs erreichen, speichern Sie diese auf einem FTP-Server. Die dafür vorgesehene Applikation erreichen Sie im Kontextmenü (rechte Maustaste auf den Desktop) unter SystemWebdata Backup/Restore.

Reicht der Funktionsumfang von DSL-N nicht aus, starten Sie über MyDSL auf dem Desktop den Paketmanager. Dieser zeigt – geordnet nach Kategorien – mehrere hundert Programme als Auswahl an, die er von einem Online-Repository bezieht. Leider fehlen in der Liste sowohl die genauen Paketbeschreibungen als auch die Paketgrößen. Diese erscheinen erst beim Klick auf das gewünschte Programm, wobei sich allerdings die Listenansicht schließt. Das Programm unterstützt auch keine Mehrfachauswahl, und die Suchfunktion glänzt durch Abwesenheit.

Als echtes Handicap im Umgang mit dem System erweist sich die – gelinde gesagt – magere Dokumentation. Zwar verfügt das Dslpanel über Hilfe-Button. Dieser zeigte sich im Test jedoch funktionslos. Eine echte Hilfe bei Problemen oder in Fragen der Konfiguration ist das Forum [4], in dem Anwender Tipps austauschen.

Abbildung 4: Der Paketmanager MyDSL erlaubt das Nachinstallieren von Programmen, setzt dabei jedoch eine Internetverbindung voraus.

Im laufenden Betrieb

DSL-N setzt auf den schlanken Window-Manager Fluxbox. Anders als KDE oder Gnome fehlt ein Menü-Button. Dieses ersetzt das so genannte Control Panel, das sie über einen Rechtsklick auf den Desktop erreichen (Abbildung 5).

Abbildung 5: Anders als bei Arbeitsumgebungen wie KDE oder Gnome erreichen Sie unter Fluxbox das Menü ausschließlich über einen Rechtsklick auf den Desktop.

DSL-N enthält die wichtigsten Programme zur täglichen Arbeit mit Dokumenten, Tabellen oder dem Internet. Diese erreichen Sie über den Eintrag Apps des Kontextmenüs. Im Test spielte der integrierte MPlayer sowohl Video- als auch Audiodateien der verschiedensten Formate problemlos ab. Jedoch nur, wenn Sie diese direkt aus dem MPlayer und nicht aus dem Dateibrowser öffnen. Andernfalls stürzt die Multimedia-Applikation unvermittelt ab.

Zum Einbinden von Laufwerken verwenden Sie das Mount Tool, das beim Systemstart mitstartet und am rechten unteren Bildschirmrand erscheint. Ein Klick auf den Laufwerksnamen wechselt zum nächsten Device, ein Klick auf den Button darunter hängt das Dateisystem ein oder wieder aus. Den Dateibrowser Emelfm öffnen Sie über AppsFile Manager. Möchten Sie diesen mit Root-Rechten starten, wählen Sie emelFM Superuser aus.

Für den Fall, dass Sie Dateien ohne großen Aufwand im Netz bereitstellen möchten, verfügt die Distribution über einen FTP- und NFS-Server, den Sie mit einem Klick auf die Icons MonkeyWeb (Webserver) oder BetaFTP starten. Der FTP-Server bietet allerdings keinerlei Möglichkeiten zur Konfiguration. Die des Webservers finden Sie unter /opt/monkey/conf/.

Um einen Fernzugriff auf die Konsole zu ermöglichen, starten Sie über ssh Server den gleichnamigen Dienst. Da weder ein SSH- noch ein FTP-Login mit den Standardusern dsl und root möglich ist, gilt es jedoch, zuvor einen neuen Benutzer anzulegen. Dies erledigen Sie über SetupAdd Users.

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Infos zum Autor

Thomas Leichtenstern

Thomas Leichtenstern

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LinuxUser 06/2012

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