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01.09.2006

Einstieg in Ubuntu 6.06

Vor rund einem Jahr erschien das erste Buch, in dem sich der prominente Linux-Autor Michael Kofler der Distribution Ubuntu widmet. Mit der jüngst aktualisierten Auflage des Titels behandelt er nun Ubuntu 6.06 ("Dapper Drake"). Das als Einsteigerbuch konzipierte Werk begleitet Linux-Neulinge bei Installation und Konfiguration des Systems. Daneben stellt der Autor wichtige Tools wie OpenOffice, Gimp und Evolution in eigenen Kapiteln vor.

Für den routinierten Linux-Anwender halten nur die letzten 100 Buchseiten Interessantes bereit: Dort verrät Kofler beispielsweise, wie das Einrichten eines Samba-Servers funktioniert, das Drucksystem Cups auch PDFs ausgibt und sich Problemen mit dem Bootloader Grub ausräumen lassen.

Die Stärke des Buches liegt in detaillierten, praktischen Tipps zu "Dapper Drake": Wussten Sie etwa, dass der Ubuntu-Partitionseditor eine erweiterte Partition passgenau auf die enthaltenen logischen Partitionen schrumpft, so dass andere Werkzeuge dort nichts mehr anlegen können? Dass Kofler dagegen zugibt, schon lange kein ISDN mehr zu verwenden, spricht zwar für seine Aufrichtigkeit – dem Leser, der sich mit den benötigten Treibern plagt, hilft das aber nicht.

Ansonsten liefert das Buch verständliche und nachvollziehbare Anleitungen, die auch die Ecken und Kanten des Systems nicht verschweigen. Da es zudem eine Live- und eine Installations-DVD enthält, eignet es sich als kompaktes Paket zum Einstieg in das Desktop-Linux.

Info

Michael Kofler

Ubuntu 6.06 "Dapper Drake"

Addison-Wesley, 2006

ISBN: 3-8273-2429-7

352 Seiten, 2 DVDs

24,95 Euro

http://addison-wesley.de

Open Source von innen

Bereits einmal hat der O'Reilly-Verlag hochkarätige Mitglieder der Open-Source-Community versammelt, damit diese in einem Band in Aufsätzen Aspekte der Welt der freien Software beleuchten. Die Innenansichten erscheinen nun in einer Neuauflage unter dem Titel "Open Sources 2.0 – The continuing evolution". Sie beschreiben, welche Veränderungen nach Ansicht der Autoren seit den frühen Jahren des Open-Source-Booms vonstatten gingen.

Unter den 29 Autoren finden sich unter anderem Chris DiBona (Google), Lawrence Lessig (Creative Commons) und Ian Murdock (Debian-Gründer). Entsprechend dem unterschiedlichen Hintergrund der einzelnen Personen wechselt auch der Tenor der Beiträge. Die Hauptteile, "Open Source: Competition and Evolution" sowie "Beyond Open Source: Collaboration and Community", gehen in die Tiefe – sei es technisch oder sozial-philosophisch. Der dritte Teil enthält die die Appendices.

Das Buch eröffnet auch dem Kundigen interessante Aspekte der Community und Einsichten in deren Selbstverständnis, wobei die Meinungen im Buch nicht zwingend repräsentativ ausfallen. Selbst in den mehr technischen Beiträgen finden sich immer wieder Passagen, die die Motivation hinter Mechanismen freie Software erläutern. Da die einzelnen Aufsätze eine verdauliche Länge haben und von einander unabhängig funktionieren, bietet sich das Buch auch als Lektüre für zwischendurch an.

Info

C. DiBona, D. Cooper, M. Stone (Hrsg.)

Open Sources 2.0

O'Reilly, 2006

ISBN: 0-596-00802-3

445 Seiten

29,95 US-Dollar

http://www.oreilly.de

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