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Rettung aus dem Dunkeln

Websurfen auf der Textkonsole

Buntes im Terminal

Einige Distributionen wie Suse führen Links2 bereits im Lieferumfang Ihrer Pakete. Genau genommen handelt es sich bei dem Browser um einen von mehreren Zweigen des Programms Links. Anders als dessen aktulle Version 0.99 und die Variante ELinks – beides reine Textbrowser mit unterschiedlichen Features – beherrscht Links2 (Abbildung 2) die Darstellungen von Grafiken und den Umgang mit Javascript.

Abbildung 2: Klickbar und grafisch in der Textkonole zeigt sich Links2.

Finden Sie Links2 nicht auf Ihren Linux-CDs finden, dann laden Sie den Browser von der Projektseite [3] herunter. Dort erfahren Sie auch, wie Sie das Programm aus den Quellen übersetzen und welche Bibliotheken Sie eventuell nachinstallieren müssen.

Im Terminal zaubert Links2 mit dem Befehl links2 -driver fb seine grafische Oberfläche hervor (Abbildung 3). Der Parameter -driver legt den Grafiktreiber fest – in unserem Fall mit fb den Framebuffer. Möglich sind laut Manpage ebenfalls Treiber wie x, svgalib oder sdl. Allerdings beschränken sich die meisten Distributoren darauf, Links2 nur mit der Unterstützung x für den X-Server und fb für den Framebuffer [2] auszustatten.

Wenn Sie den Framebuffer nicht aktivieren, zeigt Ihnen der Webbrowser lediglich eine textbasierte Oberfläche, die Sie aber dennoch bequem via Gpm bedienen. So öffnet ein Klick auf den oberen Rand des Fensters eine Menüleiste, deren Umfang dem von Firefox, Opera oder Konqueror in nichts nachsteht. Mausverächter nutzen die zahlreichen Tastaturbefehle, die sich zum Teil mit denen des Lynx decken (siehe Tabelle "Wichtige Tastaturkommandos").

Abbildung 3: Selbst ohne Grafik fällt das Bedienen von Links2 mit der Maus spielend leicht.

Familienähnlichkeiten

Ein weiteres Mitlied der Links-Familie, das bereits zur Sprache kam, ist ELinks [5]. Im Gegensatz zu seinem Vetter Links2 stellt er zwar keine Grafiken dar, beherrscht jedoch ebenfalls rudimentär Cascading Stylesheets und Javascript. Er bietet eine wahre Unmenge von Konfigurationsmöglichkeiten, über die Sie die Manpages (man elinks.conf und man elinkskeys) informieren.

Sie erstrecken sich vom Darstellen der Seiten mit 256 Farben im Xterm über das Lesen von Usenet-Nachrichten bin hin zum gezielten Keybinding, um den Browser exakt an Ihre Bedürfnisse anzupassen. Allerdings ist die Konfiguration über den Karteireiter Einstellungen (über [Esc] zu erreichen) und dessen Optionsmanager oft etwas unübersichtlich.

Als weiteres Plus verbucht ELinks, dass er sich mit Skriptsprachen wie Lua oder Perl erweitern lässt. Über den Dienst als Notnagel für den Betrieb in der Textkonsole hinaus bietet er also versierten Skript-Programmierer auch Bastelspaß.

Sie steuern ELinks wahlweise via Gpm mit der Maus oder über die Tastatur, wobei sich das Programm an der Tastenbelegung von Links und Lynx orientiert (Tabelle "Wichtige Tastaturkommandos").

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