Hardware-News
Tux am Ruder
Die Aufgabe beim Wettbewerb Microtransat ist einfach: Unbemannte Segelboote bis 3 Meter Länge fahren autonom einen abgesteckten Kurs ab. Die Ausführung bedarf aber einiger Tüftelarbeit: Vor allem das Aufkreuzen, das Segeln gegen den Wind, stellt für Entwickler und Boot eine Herausforderung dar. Entsprechend bewertet die Jury diese Fähigkeit besonders hoch. Den Sieg auf dem in der Nähe der französischen Stadt Toulouse gelegenen See St. Nicolas De La Grave ersegelte sich das Linux-gesteuerte Roboat von einem Team der östrerreichischen Gesellschaft für innovative Computerwissenschaften (InnoC, http://www.innoc.at).
Die Basis des Roboat ist ein konventionelles Modellsegelboot. Schließlich sei es nicht nötig, das Segeln neu zu erfinden, sagte Roland Stelzer, Präsident von InnoC. Worauf es ankam war, die Segeltechnik einer autonomen Steuerung zu überlassen. Das siebenköpfige InnoC-Team hat daran seit Ende März in seiner Freizeit entwickelt. Das Boot nutzt ein Epia-Mainboard mit einem 600-MHz-Prozessor unter Debian Sarge zur Steuerung der an Bord befindlichen Technologie: GPS-Maus, Motoren für Segelwinde und Ruder, Sensoren für Windgeschwindigkeit und -richtung sowie für die Schräglage des Bootes.
Mit dem ersten Erfolg in der Tasche bereitet sich die Segelcrew bereits auf das nächste Ziel vor: Eine Wettfahrt auf der Irischen See. Für diese Herausforderung sucht das Team noch Sponsoren. Fernziel des von der französischen Luftfahrtuniversität ENSICA (Ecole Nationale Supérieure d'Ingénieurs de Constructions Aéronautiques) organisierten Wettbewerbs ist eine unbemannte Atlantik-Überquerung: Davon leitet sich auch der Name Microtransat der Veranstaltung ab.
Senyo 600 im Linux-Test
Der neue flüsterleise Thin Client Senyo 600M aus dem Hause Transtec sträubt sich derzeit noch gegen Linux. Das Gerät mit den Maßen eines CD-Laufwerks wiegt rund 1,3 Kilogramm und kommt mit Intels neuer Core-Duo-CPU. An der liegt es aber nicht, dass die Linux-Tests sich hinziehen: Laut Transtec verursachen ein Card-Reader sowie die Controller für Firewire und Bluetooth Probleme.
Aus diesem Grund gibt es das Topmodell 600M derzeit nur mit Windows XP; eine Linux-Version folge aber auf jeden Fall, lässt Transtec wissen. In einer Konfiguration mit Intel T2300E-CPU (1,66 GHz), 512 MByte DDR2-SDRAM, 80 GByte-Festplatte und Double-Layer-DVD-RW-Laufwerk kostet der Mini-Rechner 770 Euro, Windows XP zahlt man dabei mit.
Ohne Betriebssystem ist ein weiteres Modell, der Senyo 600W, für 450 Euro zu haben. Dann allerdings mit Celeron-M-CPU und 40 GByte-Festplatte. Ob der dort ebenfalls aufgeführte 4-in-1-Kartenleser funktioniert, wenn man Linux installiert, bleibt fraglich. Wir halten Sie auf dem Laufenden, was die voll unterstützte Linux-Version des Senyo betrifft.



