Home / LinuxUser / 2006 / 08 / Aktionen vom Bildschirm aufzeichnen

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

War doch klar...
(243 Punkte bei 15 Stimmen)
Re: War doch klar...
(179 Punkte bei 5 Stimmen)
Re: Skype für 64-Bit-Prozessor u. Suse 12.1
(161 Punkte bei 4 Stimmen)
Kubuntu verliert Finanzierung
(130 Punkte bei 4 Stimmen)
Offen fürs Geschäft
(80 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Shopping
Topsuche
 
Yatego Deutschlands größte Shoppingmall. 10000 Shops,
3.5 Mio Artikel. Alle Bestseller, Servertechnik und Technik Themenwelten.

Notebooks und Netzwerkhardware bei Mercateo günstig kaufen.
Internet Telefonie mit VoIP Telefonen von Gigaset
Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.
Günstige Digitalkameras finden Sie im Preisvergleich.

Die Linux-Show

Aktionen vom Bildschirm aufzeichnen

01.08.2006 Anleitungen in Textform gibt es wie Sand am Meer. Wollen Sie den Besuchern Ihrer Webseite etwas mehr bieten, stellen Sie ein Tutorial in Videoform ins Netz.

Eine Theorie über Lerntypen besagt: Je mehr Sinne des Menschen eine Lernform anspricht, desto besser merkt er sich das Gelernte [1]. Was spricht also dagegen, Bedienungsanleitungen ins Netz zu stellen, die diesen Erkenntnissen gerecht werden und Inhalte multimedial präsentieren, um alle Sinne der Leser anzusprechen? Eigentlich nichts: Meist fehlt lediglich das Wissen, wie man solche Anleitungen mit freier Software herstellt.

Screen Recorder wie Vnc2swf [2] nehmen Vorgänge auf dem Bildschirm auf und machen daraus einen Film. So erklären Sie einem interessierten Publikum ein bestimmtes Programm, indem Sie die notwendigen Schritte aufnehmen und selbst kommentieren. Den fertigen Film stellen Sie dann einfach auf Ihre Webseite.

Vnc2swf erzeugt, wie der Name andeutet, aus einer VNC-Session einen Film im Flash-Format. Um ihn anzusehen, brauchen Sie ein Flash-Player-Plugin für Ihren Browser. Wie Sie das unter Linux installieren, verrät der Kasten "Flash-Player-Plugin".

Um eine VNC-Sitzung aufzunehmen, starten Sie einen VNC-Server, der den Bildschirminhalt in einem eigenen Fenster darstellt. Mit Vnc2swf zeichnen Sie dann den Inhalt dieses Fensters auf. Das Programm erstellt eine SWF-Datei und bettet diese wiederum in eine HTML-Datei ein, die Sie sich ganz bequem über den Webbrowser ansehen.

Flash-Player-Plugin

Während es für Windows- und Mac-Anwender bereits den Adobe Flash Player 9 gibt, müssen sich Linux-Anwender (noch bis Anfang 2007) mit der Version 7 begnügen, die auf der Adobe-Website zum Herunterladen [3] bereit steht.

Nach dem Download entpacken sie den Player über tar xvzf install_flash_player_7_linux.tar.gz, wechseln in das Unterverzeichnis und starten die Installation mit ./flashplayer-installer. Nach Beantwortung einiger Fragen legt der Installer das Programm im Verzeichnis /home/benutzername/.mozilla/plugins ab. Dort gehören die Daten aber nicht hin. Kopieren Sie sie deshalb (als Root) mit dem Befehl cp * /usr/lib/mozilla/plugins in das Mozilla-Plugin-Verzeichnis. Benutzen Sie einen anderen Browser als Mozilla/Firefox, verschieben Sie die beiden Dateien in dessen Plugin-Verzeichnis.

Um zu testen, ob das Plugin wirklich läuft, rufen Sie den Browser auf und geben in die Adressleiste about:plugins ein. Der Browser sollte Ihnen nun sämtliche installierten Plugins anzeigen.

Recorder installieren

An Abhängigkeiten benötigt Vnc2swf Python in Version 2.3 oder 2.4 und das passende Pygame-Paket, das python2.3-pygame oder python2.4-pygame heißt.

Vnc2swf gibt es in zwei Versionen: In einer C-Version und einer Python-Variante. Die C-Version entwickeln die Autoren nicht mehr weiter: Laden Sie also die Python-Version herunter, indem Sie auf der Webseite [2] auf tar.gz klicken. Entpacken Sie die Datei mit tar xvzf pyvnc2swf-0.8.2.tar.gz und wechseln Sie in das neu entstandene Unterverzeichnis.

Nun brauchen Sie noch einen VNC-Server: Entweder Sie starten über den Befehl krfb eine lokale Sitzung – dann müssen Sie Vnc2swf allerdings noch ein Passwort übergeben – oder Sie installieren über Ihren Paketmanager X11vnc und sparen sich so diesen Umstand.

Erster Test

Starten Sie nun einen ersten Testlauf. Rufen Sie über die Kommandozeile X11vnc auf (oder alternativ krfb). Dazu geben Sie x11vnc --display :0 ein. Anschließend starten Sie Vnc2swf, indem Sie in das entpackte Verzeichnis wechseln und

./vnc2swf.py -o ohnesnd.swf↩
 localhost:0

schreiben. Die Option -o ohnesnd.swf legt den Namen für die Ausgabedatei fest. Sie heißt ohnesnd, weil Vnc2swf keinen Sound aufnimmt. Die Angabe localhost:0 bezieht sich auf das von VNC geöffnete Fenster auf dem lokalen Desktop. Nach der Eingabe des Befehls erscheint ein Dialogfenster, das in etwa so aussieht, wie in Abbildung 1 zu sehen.

Abbildung 1: Einfacher geht's nicht: Der VNC-Standard-Port trägt die Nummer 5900, klicken Sie auf "Start", zeichnet Vnc2swf die Aktionen auf dem Desktop auf.

TIPP

Verwenden Sie Xgl/Compiz, dann geben Sie als Nummer des Displays :1 statt :0 an. Der Vnc2swf-Dialog schlägt dann als Port fälschlicherweise 5901 vor, was Sie wieder zurück auf 5900 ändern.

Die Einstellungen im Dialog stimmen. Klicken Sie also auf Start, fuchteln Sie ein wenig mit der Maus auf dem Desktop herum, geben Sie einen Satz in einen Editor ein und drücken Sie anschließend Stop. Das war's schon: Ihren ersten Film rufen Sie nun auf, indem Sie einen Browser starten und die Datei ohnesnd.html öffnen, die im selben Verzeichnis wie das Programm vnc2swf.py liegt. Das Ergebnis sollte so aussehen wie in Abbildung 2 gezeigt.

Abbildung 2: Sie starten die Demonstration, indem Sie die Ausgabedatei im Browser aufrufen – allerdings nicht die SWF-Version, sondern die HTML-Seite.

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

689 Hits
Wertung: 0 Punkte (0 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zum Autor

Kristian Kißling

Kristian Kißling

Wenn Kristian Kißling nicht gerade für die LinuxCommunity schreibt, arbeitet er als Redakteur bei der Zeitschrift EasyLinux und als Chefredakteur für den Ubuntu User. Am liebsten beschäftigt er sich mit Multimedia- und Unterhaltungssoftware im weiteren Sinne und mit neuer Open-Source-Software, die überraschende Fähigkeiten zeigt.

Zum Blog von Kristian Kißling →


Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

LinuxUser 03/2012

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,50 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 56,10) können Sie im LNM-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Duden Korrektor unter 64-Bit
Duden Korrektor unter 64-Bit
Tim Schürmann, 06.02.2012 10:36, 0 Kommentare

Der Duden Korrektor bietet eine äußerst nützliche Rechtschreib- und Grammatikkorrektur für LibreOffice und bringt in der aktuellen Version 8 e...

Aktuelle Fragen

Suse 12.1 Bootvorgang bleibt seit Update stehen
Wimpy *, 12.02.2012 09:22, 0 Antworten
Seit Update auf Kernel 3.1.9-1.4-desktop i686 bleibt der Bootvorgang stehen. Es erscheint der gr...
N24 Stick (Huawei E173) und Ubuntu 11.04
Patrick Obenauer, 11.02.2012 11:54, 1 Antworten
Hallo zusammen! Ich benutze einen alten Laptop, der mit Ubuntu 11.04 flott und problemlos läuft....
Wie kann man beim Einsatz von Compiz die Fenster-Dekoration einstellen?
GoaSkin , 10.02.2012 20:12, 0 Antworten
Hallo, ich nutze Linux Mint mit dem Gnome-Derivat Mate. Da die Distribution Compiz nicht autom...
rndc reload zone - failed bad zone
Ludwig jun. B., 06.02.2012 16:08, 2 Antworten
Schönen guten Tag, ich habe folgendes Problem. Immer wenn ich folgendes Kommando ausführen bek...
Skype für 64-Bit-Prozessor u. Suse 12.1
Klaus Sigerist, 05.02.2012 11:39, 3 Antworten
Hallo Gemeinde! Ich bin nur ein einfacher Nutzer und habe Probleme mit der Installation von Skyp...