Ein schlanker PDF-Reader

Linuxbenutzer wissen, dass es nicht immer der schwergewichtige Adobe Reader sein muss – kleine freie PDF-Betrachter wie EPDFView (http://www.emma-soft.com/projects/epdfview/) haben in jedem Fall den Geschwindigkeitsvorteil auf ihrer Seite.

EPDFView verwendet das Toolkit Gtk+ sowie Poppler, die PDF-Bibliothek auf der Codebasis von XPDF 3.0. Zurzeit befindet sich das Programm mit Version 0.1.4 noch in einem sehr frühen Entwicklungsstadium. Grundlegende Funktionen wie Zoomen oder Drehen von Dokumenten sind aber bereits implementiert. Die jüngste Version beherrscht das automatische Zoomen auf die Breite oder Gesamtgröße einer Seite selbst dann, wenn die Seiten eines Dokuments unterschiedlich groß ausfallen. Auch eine Gliederungsübersicht und die Suche im Text sind schon vorhanden. Laut Entwickler lassen sich die meisten PDF-Dokumente mit EPDFView bereits verwenden.

Einfach aber leichtgewichtig: Der freie PDF-Betrachter EPDFView.

Kurz notiert

Wie bereits im Vorjahr stellt Gnome auch beim diesjährigen Programmierwettbewerb Google Summer of Code (http://code.google.com/soc/) Projektvorschläge bereit, die die Teilnehmer bearbeiten können. Die umfangreiche Liste der voranzutreibenden Projekte enthält illustre Vertreter wie Gstreamer, Totem, Epiphany oder Sane. Auch von Projekten unabhängige Ideen, wie ein PHP-Binding für Gnome, stehen zur Auswahl. Welche Vorschläge letztlich verwirklicht werden und welcher Programmierer die Preisgelder kassiert, zeigt sich erst im Herbst.

Kennen Sie Vilanova? In diesem spanischen Ort findet vom 24. bis 30. Juni die Guadec 2006 statt. Wer mehr über den Gastgeber wissen möchte, findet unter http://stream.fluendo.com/archive/6uadec/vilanova.html einen kurzen Informationsfilm im Ogg-Format. Außer Wissenswertem über die Stadt vermittelt er Informationen zum örtlichen Kulturangebot. Der Clip ist 50 MB groß, 15 Minuten lang und englischsprachig – keine Angst, die Sprecherin ist sehr gut verständlich.

Nicht nur die Firma Sun setzt auf Gnome als Schlüssel zum Desktop-Markt: Nun wollen auch die Entwickler des Unix-Derivats FreeBSD dem Einsatz auf dem Arbeitsplatzrechner mehr Aufmerksamkeit widmen. Laut Joe Clark, der die Desktop-Entwicklung bei FreeBSD leitet, wäre dabei ein lauffähiges Gnome Hardware Abstraction Layer ein Meilenstein in der Entwicklung. So könnte FreeBSD ein zeitgemäßes Hotplugging von Wechselmedien bieten. Allerdings beklagte Clark auch, dass die Gnome-Entwickler zu Linux-orientiert seien, was die gerade laufende Portierung des Codes erschwert.

Nach fast einem Jahr Arbeit ist Anjuta (http://anjuta.org), eine integrierte Entwicklungsumgebung für C/C++, in Version 2.0.2 erschienen. Die Entwickler bezeichnen den Zweig 2.x nach wie vor als Alpha-Serie und bitten um Feedback. Die neue Version mit dem Codenamen "The Breeze" bringt nützliche Neuerungen. Dazu zählen unter anderem ein Plugin für die Debugging-Suite Valgrind, eine Projektkonfiguration, die jetzt auch Automake vollständig unterstützt sowie einen Editor auf der Basis von GtkSourceView. Das Drag&Drop zwischen den Editor-Tabs funktioniert nun so, wie es Anwender beispielsweise von Firefox gewöhnt sind. Außerdem überarbeiteten die Programmierer das Verhalten der Toolbars beim Neustart des Programms und verbesserten das DevHelp-Plugin.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • Jo´s alternativer Desktop
    Wie Ihr Linux-Desktop aussieht, bestimmen allein Sie. Mit deskTOPia nehmen wir Sie regelmäßig mit auf die Reise ins Land der Window-Manager und Desktopumgebungen, stellen Nützliches und Farbenfrohes, Hingucker und hübsches Spielzeug vor. Nachdem unser GNOME-Desktop in der letzten Ausgabe mit dem Window-Manager Sawmill ausgestattet wurde, sorgen wir diesmal für allerlei nützliche Panel.
  • News und Programme rund um GNOME
    GNOME und GTK als Programmbasis von GNOME haben in den letzten Jahren immer mehr Anhänger gefunden. Inzwischen gibt es Programme für fast jede Aufgabe, und täglich kommen neue hinzu. In der Rubrik Gnomogram wollen wir jeden Monat die Perlen unter den GNOME-Tools vorstellen und über die neuesten Gerüchte und Informationen zu GNOME berichten.
  • Gnomogramm
  • Neue Software
  • Neues auf dem Linux-Software-Markt
    Täglich sprudeln die internationalen News-Ticker und Software-Portale über vor Pressemitteilungen und Ankündigungen von Neuerscheinungen freier wie kommerzieller Anwendungs-Software. Diese monatliche Rubrik hält Sie über die aktuellsten Entwicklungen auf dem Software-Markt auf dem Laufenden.
Kommentare

Infos zur Publikation

LU 12/2017: Perfekte Videos

Digitale Ausgabe: Preis € 5,95
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Stellenmarkt

Aktuelle Fragen

Broadcom Adapter 802.11n nachinstallieren
Thomas Mengel, 31.10.2017 20:06, 2 Antworten
Hallo, kann man nachträglich auf einer Liveversion, MX Linux auf einem USB-Stick, nachträglich...
RUN fsck Manually / Stromausfall
Arno Krug, 29.10.2017 12:51, 1 Antworten
Hallo, nach Absturz des Rechners aufgrund fehlendem Stroms startet Linux nicht mehr wie gewohn...
source.list öffnet sich nicht
sebastian reimann, 27.10.2017 09:32, 2 Antworten
hallo Zusammen Ich habe das problem Das ich meine source.list nicht öffnen kann weiß vlt jemman...
Lieber Linux oder Windows- Betriebssystem?
Sina Kaul, 13.10.2017 16:17, 6 Antworten
Hallo, bis jetzt hatte ich immer nur mit
IT-Kurse
Alice Trader, 26.09.2017 11:35, 2 Antworten
Hallo liebe Community, ich brauche Hilfe und bin sehr verzweifelt. Ih bin noch sehr neu in eure...