Centos live

Centos (http://www.centos.org) hat erstmals eine Live-CD herausgegeben. Das Projekt erstellt eine Enterprise-Distribution, für die es die freien Quellen von Red Hat Enterprise Linux (RHEL) 4 (http://www.redhat.com/rhel/) verwendet. Die Entwickler entfernen vor allem die von Red Hat markenrechtlich geschützte Grafiken, halten die Distribution aber binärkompatibel zu RHEL.

Die Live-CD basiert auf dem aktuellen Centos 3.4. In dieser Version hat ein neues Update-System Einzug in die Distribution gefunden. Es basiert auf Yum und verfügt über mehr als 100 Spiegelserver, die Paketquellen bereit halten. Das Update-System sucht automatisch den nächstgelegenen Mirror und lädt von dort die benötigten Dateien. Falls einer der Server nicht erreichbar sein sollte, sucht das System automatisch einen anderen.

Als Enterprise-System bringt Centos Server für NFS, SMB, E-Mail und News sowie einen Groupware-Server mit. Die Dienste lassen sich über ein grafisches Programm ein- und ausschalten.

Auf dem Desktop bietet CentOS alles, was man für die tägliche Büroarbeit benötigt. Als grafische Oberfläche dient Gnome 2.8, OpenOffice liegt in Version 1.1.2 bei, taufrisch sind Evolution (2.0.2) und Firefox (1.5.0.2).

Die Live-CD von Centos erlaubt einen Blick auf das freie Unternehmens-Linux.

Neue Systeme für die Musikmaschine

Mit iPodHurd (http://www.ipodhurd.org) und iPodLinux (http://www.ipodlinux.org) treten gleich zwei Projekte an, im Apples Mediaplayer-Hardware mit einem alternativen Betriebssystem zu versehen.

iPodhurd befindet sich allerdings erst in der Planungsphase. Es möchte das System GNU/Hurd auf den iPod portieren. Mit Hurd möchte die Free Software Foundation einen alternativen Unix-Kernel schaffen. Demnächst soll das Release K11 von GNU/Hurd auf CD verfügbar sein.

Wesentlich weiter sind die Entwickler von iPodLinux. Mit Hilfe des neu entwickelten Bootloaders iPodLoader 2 gelang es ihnen bereits, ein Linux-System auf dem Gerät zu starten. iPodLinux verwendet einen angepassten uClinux-Kernel und verfügt mit Podzilla über eine eigens entwickelte grafische Oberfläche. Es existieren einige Anwendungen zum Abspielen von Multimedia-Inhalten, daneben ein Zeichenprogramm, verschiedene Interpreter, Emulatoren sowie ein Texteditor. Unter http://ipodlinux.org/Project_Status haben die Entwickler zusammen gefasst, welche iPod-Modelle die Distribution unterstützt.

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