Distribits
Klein und komplett
Das Hosentaschen-Linux Damn Small Linux (http://www.damnsmalllinux.org) hat Version 2.4 erreicht. Damn Small Linux ist nach wie vor nur knapp 50 MByte groß und läuft bei Rechnern mit mindestens 128 MByte RAM komplett im Arbeitsspeicher. Das System lässt sich über das grafische DSL Control Panel verwalten und durch neue Programme ergänzen.
Im aktuellen Release passten die Entwickler Ndiswrapper an, so dass jetzt noch mehr WLAN-Karten unterstützt werden. Auch die Zahl der verwendbaren Soundkarten vergrößerte sich. Neu dabei ist der kompakte C-Compiler TCC sowie das Programm Rsync zum Abgleich von Dateien und Verzeichnissen.
Die enthaltenen Anwendungen benutzen zum größten Teil Gtk 1.2 als Toolkit. Den Browser Firefox 1.0.6 haben die Entwickler eigens an diese Gtk-Version angepasst. Als E-Mail-Client verwendet Damn Small Linux Sylpheed 0.9.3. Die Büro-Grundausstattung bilden die einfache Tabellenkalkulation Siag 3.5.7 und das Textverarbeitungsprogramm Ted 2.17, das RTF-Dateien liest und schreibt. Der schon etwas betagte Quelltexteditor Beaver 0.2.7 und der Dateimanager Emelfm vervollständigen die Ausrüstung.
Back to the roots
Die auf Ubuntu 5.10 basierende Linux Genealogy CD (http://www.gramps-project.org) bietet alle notwendigen Werkzeuge für diejenigen, die ihre Familie erforschen möchten. Durch die Verwendung weit verbreiteter Programme steht auch dem Austausch der Daten mit anderen Ahnenforschern nichts im Weg.
Wie Ubuntu gibt es auch die Genealogie-CD in Live- und Installationsvarianten, allerdings läuft sie nur auf PCs mit x86-Prozessoren. Als Desktop kommt Gnome zum Zug, in das sich die Ahnenforschungsanwendung Gramps (siehe Artikel S. 70) perfekt integriert. Hinzu kommen die Programme GeneWeb und LifeLines sowie GraphViz, das Grafiken für Gramps liefert. Auch die wichtigsten Programme für Büro und Internet liegen bei.



