Auf Windows-Freigaben zugreifen mit Smb4k

Grenzgänger

Samba-Freigaben stehen im Netzwerk für alle SMB-fähigen Rechner bereit. Mit Smb4k integrieren Sie die Shares perfekt in KDE.

Das Programm Smb4k [1] vereinfacht den Zugriff auf Windows-Freigaben und Samba-Server [2] via SMB im lokalen Netz. Es nimmt dem Benutzer dabei vor allem das Hantieren mit den Kommandozeilenprogrammen der Samba-Programmsammlung ab.

In der aktuellen Version 0.7.0 unterstützt die Software nur noch die neuen Samba-Varianten ab Version 3.0. Wollen Sie nicht auf diese wechseln, dann setzen Sie Smb4k in Version 0.6 ein, das die Programmierer ebenfalls noch eine Weile pflegen.

In Smb4k 0.7.0 hat sich das Format für Bookmarks und die Konfigurationsdaten gegenüber den Vorversionen geändert. Wenn Sie ein Update auf die aktuelle Programmversion planen und nicht sicher sind, ob Sie nicht doch zur Vorversion zurückkehren wollen, sichern Sie auf alle Fälle die Dateien ~./kde/share/config/smb4krc und ~./kde/share/apps/smb4k/bookmarks, bevor Sie das Programm das erste Mal starten.

Auf die Platte

Auf der Homepage des Programms liegt Smb4k nur im Quelltext vor. Wenn Sie das Programm nicht im Bestand Ihrer Distribution finden, müssen Sie es also selbst übersetzen. Neben Samba ab Version 3 benötigt es noch KDE und Qt ab 3.2.

Nach dem Download des Quelltextarchivs smb4k-0.7.0.tar.bz2 entpacken Sie die Datei mit dem Befehl tar -xjvf smb4k-0.7.0.tar.bz2, wechseln in das neu entstandene Verzeichnis smb4k-0.7.0 und stoßen durch Eingabe von ./configure das Erzeugen der für die Übersetzung notwendigen Makefiles an. Ein make übersetzt den Quelltext, ein abschließendes make install als Superuser root befördert das Programm an die richtige Stelle innerhalb des Verzeichnisbaumes.

Leider spiegelt die Dokumentation im Quelltextarchiv nicht den aktuellen Entwicklungstand des Programms wider. Sie finden unter im Netz [3] eine Datei, die das aktuelle Handbuch in englischer Sprache enthält. Den Inhalt des Archivs, zum Redaktionsschluss war das snapshot-20060409.tar.bz2, entpacken Sie in ein beliebiges Verzeichnis und kopieren die Datei index.docbook und die Grafiken im PNG-Format in das Verzeichnis /usr/share/doc/kde/HTML/en/smb4k/. Jetzt zeigt Smb4k beim Drücken auf [F1] die aktuelle Hilfedatei an.

Nach der Installation finden Sie Smb4k im Ordner Dienstprogramme von KDE. Alternativ starten Sie es durch Eingabe von smb4k & in einer Terminal-Emulation.

Damit Smb4k Freigaben ein- und aushängen darf, müssen die Programme smbmnt und smbumount unter der Benutzerkennung root laufen. Unter Ubuntu ist das nicht der Fall. Dort setzen Sie mit den Befehlen sudo chmod +s /usr/bin/smbmnt und sudo chmod +s /usr/bin/smbumount die Rechte entsprechend. Falls Smb4k Probleme mit den Dateirechten dieser Programme hat, weist es in einem Dialog darauf hin.

Anschluss finden

Nach dem ersten Start zeigt Smb4k ein zweigeteiltes Programmfenster. In einer Baumansicht auf der linken Seite zeigt Smb4k die gefundenen Arbeitsgruppen, Rechner und Freigaben an, rechts davon präsentiert eine Liste alle eingebundenen Freigaben (Abbildung 1).

Abbildung 1: Die Programmoberfläche von Smb4k zeigt sowohl die Freigeben im Netz als auch die verwendeten Shares.

Das Programm erscheint nach dem Start als Symbol in der Kontrollleiste von KDE, XFCE und Gnome und lässt sich dort mit einem Rechtsklick erreichen. Das Kontextmenü des Kontrollleisten-Symbols erlaubt den Zugriff auf Lesezeichen, eingehängte Freigaben und den Konfigurationsdialog des Programms.

Wenn Sie nicht wissen, welche Freigaben im Netzwerk existieren, lassen Sie Smb4k über die Tastenkombination [Strg]+[R] oder den Menübefehl NetzwerkDurchsuche Netzwerk das Netzwerk nach Rechnern durchforsten, die Verzeichnisse oder Drucker exportieren. Das Ergebnis der Suche zeigt das Programm in der Baumansicht links im Programmfenster an. Um auf die freigegebenen Verzeichnisse und Drucker zuzugreifen, müssen Sie sich auf dem entfernten Server anmelden.

Ein Klick auf die Freigabe im rechten Teil des Hauptfensters öffnet den Inhalt des Verzeichnisses in Konqueror. Gegebenenfalls müssen Sie dazu nocheinmal einen Benutzernamen nebst Passwort eingeben. Smb4k sortiert die Suchergebnisse in der Baumansicht nach Arbeitsgruppen. In Abbildung 2 hat das Programm in der Arbeitsgruppe Bruchsal einen Rechner namens Elefant gefunden, der eine Reihe von Verzeichnissen und einen Drucker zur Benutzung anbietet.

Abbildung 2: Smb4k zeigt erreichbare Freigaben in einer Baumansicht geordnet nach Arbeitsgruppen.

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