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Von der Wurzel bis zum Blatt

Ahnenforschung mit Gramps

Schriftliche Berichte

Ein wenig puristischer kommen die schriftlichen Berichte im Textformat daher. Gramps unterstützt für die Ausgabe neun Dateiformate. Neben den oben schon erwähnten OpenOffice-Formaten steht auch ein Export in RTF-, KWord-, PDF-, HTML-, LaTeX- und einfache Textdokumente zur Auswahl. Die Menüs der schriftlichen Berichte gleichen denen der grafischen. Auch hier dürfen Sie die Stile editieren und Dateiformate auswählen. Lediglich die Berichtsoptionen fallen etwas kürzer aus.

Im Gegensatz zur grafischen Ahnentafel stellt die Text-Ahnentafel die Verwandtschaft durch Zahlen dar. Die aktive Person erhält die Nummer 1, seine Eltern die Zahlen 2 und 3, seine Großeltern die Zahlen 4 bis 7, wobei männliche Vorfahren immer gerade und weibliche immer ungerade Zahlen erhalten. Haben Sie zu einer Person und deren Lebenslauf viele Daten gesammelt, bringt der vollständige persönliche Bericht diese in einem übersichtlichen Dokument zusammen.

Beim Ausprobieren der einzelnen Berichte stellen Sie vielleicht fest, dass einige noch nicht ganz rund arbeiten: Hier und da wäre es besser, wenn etwas anders angeordnet oder skaliert würde. Das steht noch auf der Todo-Liste der Entwickler. Nichtsdestotrotz lassen sich recht brauchbare Dokumente generieren, die auf einer Familienfeier Eindruck machen und sich darüber hinaus zur Weitergabe der vorhandenen Daten eignen.

Web-Seiten generieren

Der eindrucksvollste Bericht ist die automatische Webseite (Abbildung 5). Gramps erstellt aus den Daten optisch einwandfreie HTML-Dateien. Dabei erlaubt das Programm, nicht nur die gesamte Datenbank für das Internet aufzubereiten, sondern auch personenbezogene Web-Pages zu erstellen, die nur Vorfahren oder Nachkommen einer Person enthalten.

Abbildung 5: Beim Erstellen einer Website aus Gramps heraus dürfen Sie zwischen sechs Stylesheets für das Layout wählen.

Sie erreichen das Modul über das Menü BerichteWebseiteAusführliche Webseite. Nachdem Gramps den Dialog Webseite generieren geöffnet hat, legen Sie die Eigenschaften der Webseite fest. Zunächst geben Sie ein Verzeichnis an, in dem Sie die Web-Seite speichern möchten. Bei Bedarf legen Sie über den Schalter rechts neben dem Textfeld Verzeichnis ein Unterverzeichnis in Ihrem Persönlichen Ordner an.

Die drei Reiter Berichtsoptionen, Seiten Generation und Privatsphäre enthalten die Optionen für die Webseite. Bei den Berichtsoptionen legen Sie einen Filter fest, der bestimmt, welche Daten das Programm aus der Datenbank übernimmt. In der Default-Auswahl bezieht Gramps gesamte Datenbank mit in den Report ein. Möchten Sie eine personenbezogene Webseite erstellen, wählen Sie per Mausklick eine Person in der Personenansicht aus, bevor Sie den Dialog Webseite generieren aufrufen.

Als Dateierweiterung sollten Sie es beim ausgewählten .html belassen, ebenso beim Zeichensatz und Copyright. Letzteres sollte auf Standard Copyright eingestellt sein, weil es sich bei den Daten um die Ihrer Familie handelt. Mit Stylesheets gestalten Sie das Layout der Web-Seite. In der Auswahlliste Stylesheet stehen sechs mögliche Designs bereit.

Unter dem Reiter Seiten Generation sind die meisten Felder noch ohne Funktion. Beim Reiter Privatsphäre entscheiden Sie, ob als privat markierte Informationen mit in die Website gelangen oder nicht: Dazu dient das erste Ankreuzfeld. Möchten Sie nur lebende Personen in die Datenbank übernehmen, aktivieren Sie das zweite Feld.

Sobald Sie mit Ihren Einstellungen zufrieden sind, generieren Sie die Web-Seite mit einem Klick auf OK. Nun steht dem Upload auf den Server nichts mehr entgegen. Sie sollten aber das Verzeichnis auf Ihrem Webspace, das die Web-Seite enthält, mit einem Passwort schützen und dieses nur Ihren Verwandten bekannt machen, damit nicht jeder Ihre Familiengeschichte ausspioniert.

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LinuxUser 06/2012

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