Von der Wurzel bis zum Blatt
Ahnenforschung mit Gramps
Personen hinzufügen
Da die Datenbank noch keine Datensätze enthält, zeigt der Arbeitsbereich lediglich eine weiße Fläche. Um das zu ändern, tragen Sie nun eine Person ein. Klicken Sie dazu auf den Button Hinzufügen in der Werkzeugleiste. Gramps öffnet den Dialog Person bearbeiten (Abbildung 1), der alle Formulare bereit hält, um Daten über eine Person zu sammeln. Die einzelnen Formulare erreichen Sie über die Reiter oben im Dialog.
Beginnen Sie zuerst mit dem Namen der Person. Auf dem ersten Reiter tragen Sie den Bevorzugten Namen ein, unter dem die Person später in der Personenansicht erscheint. Wichtig ist, dass dieser Name dem angegebenen Typ entspricht. Als Vorauswahl schlägt Gramps den Geburtsnamen vor. Alternativ wählen Sie einen anderen Typ, indem Sie auf den nach unten gerichteten Pfeil klicken, der Ihnen eine Auswahlliste öffnet.
Unten rechts steht die Option Informationen sind privat bereit. Damit schützen Sie die Privatsphäre von Lebenden. Wenn Sie später einen automatischen Bericht erstellen, legen Sie gesondert fest, ob private Informationen exportiert werden sollen.
Weitere Namen verwalten Sie mit dem Namen-Editor. Sie starten ihn, indem Sie auf den Reiter Namen wechseln und auf das Plus-Zeichen klicken. Achten Sie bei Ihren Einträgen darauf, dass Sie den richtigen Typ für den Namen verwenden. Bei Doppelnamen bereitet es Probleme, dass Gramps alle Personen in der Personenansicht nach Familiennamen sortiert. Müller und sein verheirateter Sohn Müller-Schulze wären nicht der gleichen Familie zugeordnet.
Für dieses Problem hält Gramps jedoch eine Lösung parat: Sie gruppieren Familiennamen. Dafür bearbeiten Sie den bevorzugten Namen, indem Sie auf den Schalter neben dem Feld Familienname klicken. Im unteren Bereich Optionen wählen Sie das Ankreuzfeld Übergehen aus und im Textfeld Gruppieren als geben Sie den Familiennamen ein, unter dem Sie diese Person einordnen möchten. Jetzt ist Müller-Schulze wieder bei den Müllers.
Die Funktionsweise des Namen-Editors begegnet Ihnen in Gramps häufiger: So auch unter dem Reiter Ereignisse, wo Sie Meilensteine im Leben einer Person eintragen. Klicken Sie wieder auf das Plus, um ein Ereignis einzutragen. Sobald der Ereignis-Editor sich öffnet, wählen Sie aus der Auswahlliste Ereignistyp ein passendes Ereignis aus. Falls das Gewünschte fehlt, tragen Sie in das Textfeld Ereignis einfach eine treffende Beschreibung ein.
Als Ereignis zählt beispielsweise ein Beruf, den eine Person nur für eine bestimmte Zeit ausgeführt hat. Tragen Sie das Datum in der Form TT.MM.JJJJ - TT.MM.JJJJ ein, oder verwenden Sie den Datums-Editor, den Sie über den gelben Button neben dem Eingabefeld Datum starten. Wie Sie ihn benutzen, erklärt der Kasten "Datums-Editor".
Datums-Editor
Den Datums-Editor können Sie überall dort aufrufen, wo Sie ein Datum eintragen. Klicken Sie dazu auf den Schalter neben dem Datumsfeld, das Sie ausfüllen möchten. Hier wählen Sie je nach Bedarf unterschiedliche Kalendertypen aus. Ein Datum ist immer von einer bestimmten Qualität. Es kann geschätzt oder berechnet sein – oder einfach stimmen, was hier regulär heißt.
Unter Typ legen Sie die Art des Datums fest. Hier ist regulär das übliche Datum. Zeitraum und Zeitspanne unterscheiden sich darin, dass der Zeitraum vage bleiben darf, während die Zeitspanne genaue Daten erfordert. Beim Typ Nur Text geben Sie einfachen Text an, wie älter als sein Bruder oder irgendwann im Sommer 1978.
Alle eingetragenen Orte, ob Geburts- oder Wohnorte, übernimmt Gramps automatisch in eine Orte-Datenbank. Diese zentrale Ablage ermöglicht, die einzelnen Einträge wiederzuverwenden. Später tragen Sie unter der Orte-Ansicht nähere Informationen zu einzelnen Plätzen ein. Klicken Sie dazu auf den Button Orte links im Gramps-Fenster.
Der Adress-Editor, den Sie unter dem Reiter Adressen aufrufen, funktioniert wie die anderen Editoren. Der Reiter Galerie birgt die Möglichkeit, Bilder, Videos oder andere Dateien hinzuzufügen. Das Programm sammelt alle Dateien in einer Multimedia-Datenbank, wo sie zur weiteren Verwendung zur Verfügung stehen.
Das erste Bild, das Sie unter Galerie sehen, zeigt die Software auch unter dem Reiter Allgemeines als Bild der Person an. Es kommt auch bei automatischen Berichten zum Einsatz. Wenn Sie ein Bild aus der Galerie löschen, bleibt es in der Multimedia-Datenbank bestehen. Andernfalls stünde es nicht mehr für andere Personen zur Verfügung.
Um die Multimedia-Datenbank zu betrachten, klicken Sie auf den Schalter Multimedia im Gramps-Fenster. Es erscheinen alle eingetragenen Personen in der Personenansicht nach Familiennamen sortiert (Abbildung 2).
Beziehungen
Sobald Sie mehrere Personen in die Datenbank eingetragen haben, die miteinander verwandt sich, machen Sie Gramps die Art der Verwandtschaft bekannt. Wählen Sie dazu in der Personenansicht die Person mit einem Mausklick aus, deren Familienbeziehungen Sie eintragen wollen. Wechseln Sie nun mit einem Klick auf den Schalter Familie in die Familienansicht.
Im Arbeitsbereich hat sich nun einiges verändert: Über fünf verschiedene Felder steuern Sie das Verwandtschaftsgeflecht der ausgewählten Person. Diese finden Sie oben links im Feld Aktive Person wieder. Über die anderen Felder tragen Sie ein, wer die Eltern, Kinder und Lebenspartner der aktiven Person sind. Diese ergänzen oder löschen Sie, indem Sie die Schalter neben den einzelnen Feldern benutzen. Eine Hilfe zu den Buttons erhalten Sie, wenn Sie den Mauszeiger länger darüber halten.
Gramps berücksichtigt auch, dass eine Person in ihrem Leben eventuell mehrere Beziehungen eingeht, die der gesamten Familie etwas bedeuten. Um eine Beziehung hinzuzufügen, wählen Sie eine Person aus der Datenbank aus oder tragen eine neue ein.
Jede neu hinzugefügte Person registriert Gramps in einer neuen Relation. Diese dürfen Sie bei der Auswahl der Person bereits einen Typ zuordnen. Dem Typ entsprechend öffnet Gramps passende Ereignis-Editoren, in denen Sie Daten zu dieser Beziehung eintragen: Hochzeiten, Unterzeichnung eines Ehevertrages, Scheidungen, Multimedia und so weiter. Diese Editoren funktionieren nach dem gleichen Prinzip, wie die im Dialog Personen bearbeiten.



