Freespire: Kostenlose Linspire-Ausgabe

Mit der neuen Distribution will Linspire aus dem Weg räumen, was es als gewaltige Hürde für Linux-Anwender ansieht: die fehlende Unterstützung für Hardware und Datei- sowie Multimedia-Formate, die aus proprietären Treibern und Lizenzbestimmungen resultiert. Zu den notwendigen Beigaben zählt Carmony beispielweise Support für die Formate MP3, Windows Media, Quicktime und Flash sowie proprietäre Software wie Sun Java oder den Adobe Acrobat Reader. Auch Treiber der Grafikkartenhersteller ATI und Nvidia fallen laut Carmony in diese Rubrik.

Dabei erlaubt die Freespire-Distribution Abstufungen: In der kostenlosen Ausgabe stecken Treiber, Anwendungen und Codecs, die zwar nicht unter der GPL stehen, aber keine Lizenzkosten verursachen. Für ein weiteres Plus an proprietärer Technologie macht Linspire den nötigen Client für seine Click-and-Run-Technologie als Open Source zugänglich. Das System dient bereits in der kostenpflichtigen Version Linspire als Management-Instrument für Download, Installation und Kostenabrechnung. Diese Funktion soll es auch bei Freespire übernehmen: Will der Benutzer von Freespire etwa einen Codec nachladen, dessen Lizenzbedingungen eine Gebühr beinhalten, erledigt er das über CNR und dessen Bezahlmöglichkeiten.

Hinter Freespire steckt damit eine Geschäftsidee: Der Benutzer bekommt eine kostenlose Distribution samt einiger Komponenten, die gängige Community-Distributionen wie Fedora oder OpenSuse nicht mitbringen. Will der Anwender mehr, bezahlt er via CNR und kann dafür einen vergleichsweise einfachen Weg nutzen, um die gewünschten Pakete zu finden, herunterzuladen und zu installieren.

Ein Projekt namens Freespire, das sich eine freie Ausgabe von Linspire zum Ziel gesetzt hatte, gab es bereits. Auf Drängen von Linspire benannte sich das Projekt in Squiggle (http://www.squiggleos.org) um.

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