SQL - Eine Einfhrung

01.06.2006
Wer hat noch nie eine Adresse oder eine Telefonnummer dringend gesucht, die man doch irgendwo aufgeschrieben hatte? Im gro�n Zettelchaos ist diese jedoch nicht mehr zu finden. Und wenn man sich die Mhe macht, alles fein s�berlich aufzuschreiben, werden die Daten doch meist zu viele, um den �erblick zu behalten. Wem es so schon mal gegangen ist, m�hte es sich sicherlich leichter machen und dies geht doch am Besten mit einer Datenbank.

Eine Datenbank zu administrieren ist mit einigen Grundkenntnissen ber den Aufbau der Datenbank und dessen Datenbankmodell sowie der richtigen Sprache gar nicht so schwer. In diesem Artikel wollen wir Ihnen einige Grundkenntnisse vermitteln und die grundlegenden Befehle der Datenbanksprache SQL (Structured Query Language) vorstellen.

Welches Modell ist das richtige fr mich?

Die zuerst entwickelten Datenbankmodelle sind das hierarchische und das netzwerkartige Modell. In einer hierarchischen Datenbank werden die Daten in einer Baumstruktur abgelegt, wobei oftmals Daten redundant vorkommen mssen, um alle n�igen Datenbeziehungen aufbauen zu k�nen. Dieses Datenbankmodell ist mittlerweile nicht mehr stark verbreitet. Das netzwerkartige Datenbankmodell wird haupts�hlich auf Gro�echnern eingesetzt und verwendet eine eigene Datenbanksprache. Beide Modelle wurden im Laufe der Zeit von dem relationalen Datenbankmodell abgel�t. Dieses basiert auf dem mathematischen Konzept der Relation und ist heute weit verbreitet. Es gibt eine gro� Auswahl von relationalen Datenbanksystem, sowohl im kommerziellen, als auch im Open Source Bereich. Neuere Modelle basieren auf objekt-relationalen oder objektorientierten Konzepten. Diese sind vor allem als Open Source Projekte zu haben und etablieren sich langsam im Bereich der eingebundenen Datenbank wie in Internetapplikationen. Wir beziehen uns hier auf das weit verbreitete relationale Datenbankmodell.

Was ist eine Datenbank eigentlich?

Eine Datenbank ist streng genommen eine spezielle Anordnung von Daten. Sie besteht aus Tabellen, die im relationalen Datenbankmodell als Relation bezeichnet werden. Jede Relation muss einen eindeutigen Namen erhalten, um darauf jederzeit zugreifen zu k�nen und enth�t Datens�ze, die den Tabellenzeilen entsprechen. Eine Spalte wird als Attribut bezeichnet, tr�t einen Namen und besitzt einen Wertebereich oder Datentyp. Die Werte in einer Spalte nennt man Attributwerte. Den Aufbau veranschaulicht Abbildung 1. Es k�nen ein oder mehrere Attribute zu einem Prim�schlssel deklariert werden, welcher eindeutig sein muss und ber diesen einzelne Datens�ze eindeutig gefunden werden k�nen.

Abbildung 1: An einem Beispiel wird die Termologie gleich deutlicher.

Eine Datenbank besteht technisch gesehen aus drei Ebenen und basiert auf der Drei-Schichten-Architektur. Die interne Ebene beschreibt die physikalische Datenorganisation, also wie und wo die Daten gespeichert werden. Die darber liegende konzeptionelle Ebene besch�tigt sich damit, welche Daten gespeichert werden und wie diese Daten untereinander in Beziehung stehen. Die externe Ebene stellt bestimmte Sichten der Daten zur Verfgung, auf die der Benutzer zugreifen kann.

Mit verschiedenen Datenbanksprachen kann man auf die unterschiedlichen Ebenen der Datenbank zugreifen. Um auf die interne Ebene zugreifen zu k�nen, ben�igt man eine Storage Definition Language (SDL), mit deren Hilfe man die Speicherung der Daten beeinflussen kann. Meist besteht hierzu jedoch kein Anlass, da die Hersteller bekannter Datenbankmanagementsysteme dies fr den Benutzer bereits erledigt haben. Fr die Definition von Daten verwendet man eine Data Definition Language (DDL) und zur Manipulation der Daten eine Data Manipulation Language (DML). Diese beiden Sprachen sowie die View Definition Language (VDL), zur Erzeugung und Beeinflussung der Sichten, sind die Sprachen, die von gr�erer Bedeutung fr einen Datenbank-Administrator sind. Die Structured Query Language (SQL) vereinigt diese drei Spracharten in sich.

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