K-Splitter

KOffice 1.5 ist fertig

Das KOffice-Team hat die Version 1.5 der Office-Suite für den KDE-Desktop freigegeben. Mit dieser Version steigen die Entwickler von eigenen Dateiformaten auf das OpenDocument-Format um. Zwei wichtige Neuzugänge verzeichnet KOffice mit dem Grafikprogramm Krita und der Datenbank-Software Kexi.

Krita überbietet dabei den Grafikprotagonisten Gimp: Es unterstützt sowohl 16- als auch 32-Bit-Farbkanäle in RGB sowie die CIELAB- und CMYK-Farbräume. Ein Wasserfarbmodell, bei dem Pinseldicke und Wasseranteil die Farbe beeinflussen, gibt kreativen Kräften neue Möglichkeiten. Viele der Farbmodelle beherrschen nach Angaben der Autoren sogar ein Farb-Management, das zum Abgleich der Farbtreue zwischen verschiedenen Geräten notwendig ist.

Krita verfügt über eine ausgereiftes Ebenenmodell; Pinsel und Muster stehen in intuitiven Dialogen bereit. Ebenso einfach greift man auf Filter zu – etwa für Schattenwurf, Bump-Mapping, Kacheln oder Rauschreduktion. Dank OpenGL laufen auf aktuellen Grafikkarten einige der Operationen besonders zügig ab.

Kexi positioniert sich als Gegenstück zu Microsofts Datenbank Access, beherrscht aber neben der Verwendung lokalen SQLite-Datenbanken auch die Zusammenarbeit mit SQL-Servern wie PostgreSQL oder MySQL. Das Programm verfügt über einen Report-Generator sowie einen Formular-Designer für Datenbankmasken. Ein Assistent zeichnet sich für das Importieren von Access-Projekten verantwortlich.

Zusätzlich verfügen sowohl Krita als auch Kexi über die Scripting-Schnittstelle Kross, die als Technology Preview dem Paket beiliegt und das Steuern einzelner Programmfunktionen mittels Python oder Ruby ermöglicht. Die Release-Notes warnen jedoch, dass Kross bis zur entgültigen Release noch einige weitreichende Änderungen erfährt. Mit KOffice 2.0 hält es dann Einzug in alle KOffice-Anwendungen.

Ebenfalls als Technology Preview kennzeichnen die Entwickler das Projektmanagement-Werkzeug KPlato. Die in KOffice 1.5 enthaltene Version kennt bereits Gantt- sowie PERT-Diagramme und enthält Planungshilfen, um mögliche kritische Projektabschnitte und Ressourcenengpässe zu erkennen. Zudem arbeiten die KPlato-Entwickler mit am Open Project Management Exchange Format, an dem auch die Autoren des Projekt-Tools Taskjuggler mitwirken.

Auch in den etablierten Anwendungen der Office-Suite finden sich zahlreiche Neuerungen: So exportiert das Präsentationsprogramm KPresenter Folien nun auch als Bild. Hilfslinien für die Ausrichtung unterstützen den Anwender zudem beim Platzieren von Elementen auf den Slides. Ein optimierter Import-Filter sorgt bei Präsentationen für bessere Integration von Powerpoint-Dateien.

Die Tabellenkalkulation KSpread wartet mit einem neuen Import-Filter für Excel-Tabellen auf. Zudem verbesserten die Autoren die Auswahl mehrerer Zellen und liefern verbesserte Funktionen für Formelsatz und Charting. In KWord hingegen konzentrierten sich die Entwickler vornehmlich darauf, Probleme mit Tabellen in Dokumenten zu beheben.

Auch KWord speichert seine Dokumente seit KOffice 1.5 standardmäßig im OpenDocument-Format.

Qt fehlerbereinigt

Die fehlerbereinigten Ausgaben für die Versionen 3.3. und 4.1 des Toolkits Qt (http://www.trolltech.com/products/qt/) stehen ganz im Zeichen der Intel-Macs. Das Release 3.3.6 unterstützt zudem Windows Vista als Plattform. Allerdings erfordert diese Version in Distributionen, die GCC 4 verwenden, ein Neuübersetzen eventuell vorhandener Qt-Plugins. Linux-Newcomer Novell steuerte darüber hinaus für diese Ausgabe von Qt eine Reihe von Übersetzungen hinzu.

Bei der Release 4.1.2 achteten die Entwickler vor allem auf eine bessere Stabilität. Sie behebt außerdem Probleme mit Druckern unter X11. Pakete für beide Versionen stehen für Linux im Quelltext bereit. Einige Distributoren bieten bereits aktualisierte Pakete an.

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